Augenringe - Ursachen und Behandlung

Viele Menschen leiden hin und wieder unter Augenringen. Nicht immer muss eine Behandlung erfolgen.

Die Entstehung von Augenringen und wie man sie behandeln und lindern kann

Ursachen

In einigen Fällen werden Augenringe vererbt so dass die Betroffenen immer die mehr oder weniger dunklen Ringe unter den Augen haben. Meistens sind Augenringe jedoch die Folge einer durchtanzten Nacht mit wenig Schlaf.

Der Bereich unterhalb der Augen ist nur mit einer sehr dünnen Hautschicht überzogen. Darunter befinden sich Blut- und Lymphgefäße. Wenn ein Patient nun (zum Beispiel aufgrund einer Krankheit) stark an Gewicht abnimmt, verringert sich das minimale Fettgewebe, das sich in diesem Bereich befindet. Die Haut schimmert dann dunkel und es entstehen Augenringe.

Gleiches passiert auch, wenn die Haut mit zunehmendem Alter in diesem Bereich der Augen erschlafft oder aufgrund anderer Umstände schlechter durchblutet wird. Neben dem bereits erwähnten Schlafmangel kann auch Drogenkonsum zu Augenringen führen.

Auch berufliche oder private Sorgen können sich durch Augenringe bemerkbar machen.

Erkrankungen

Eine Krankheit, die Augenringe verursachen kann, ist zum Beispiel eine Nierenerkrankung. In einigen Fällen staut sich auch die Lymphflüssigkeit in den Lymphbahnen im Bereich der Augen an und führt so zu den Augenringen.

Bei einigen Patienten liegt zudem ein Vitaminmangel den Augenringen zugrunde. Grundsätzlich können Augenringe bei allen schweren Erkrankungen als begleitendes Symptom auftreten.

Dazu zählen zum Beispiel Krankheiten wie

Komplikationen

Nicht immer haben Augenringe eine harmlose Ursache, wenngleich sie keine Schmerzen hervorrufen. So können sie mitunter auch das Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. In solchen Fällen muss die auslösende Grunderkrankung medizinisch behandelt werden, um die Augenringe zu beseitigen.

Wann zum Arzt?

Ein Arzt sollte zu Rate gezogen werden,

  • wenn die Augenringe Leidensdruck hervorrufen oder
  • ihre Ursache unklar ist.

So sind auch medizinische Behandlungen gegen Augenringe möglich.

Diagnose

Leidet man immer wieder unter starken Augenringen und Lidödemen, ist es ratsam, einen Arzt zu Rate zu ziehen, der der Ursache der Schwellungen auf den Grund geht.

Dabei erkundigt sich der Mediziner danach, ob der Patient bestimmte Medikamente einnimmt. So können zum Beispiel manche Schmerzmittel bei empfindlichen Menschen Lidödeme verursachen. Außerdem werden die Nierenwerte des Patienten kontrolliert.

Mithilfe einer Blutuntersuchung hat der Arzt zudem die Möglichkeit, einen eventuellen Nährstoffmangel als Auslöser für die Augenringe zu ermitteln.

Behandlung

In einigen Fällen stecken auch ernsthafte Erkrankungen hinter den Augenringen. In diesem Fall müssen die Krankheiten behandelt werden, damit auch die Augenringe wieder verschwinden.

  • Um den Lymphfluss unterhalb des Auges anzuregen, kann eine Lymphdrainage bei einem Physiotherapeuten hilfreich sein, um die Augenringe zu beseitigen.
  • Beim Arzt gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, ein Medikament im Bereich der Augen zu spritzen, so dass dieser Bereich gestrafft wird.
  • Auch eine Laserbehandlung ist möglich.
  • Ein plastischer Chirurg kann Augenringe zusätzlich auch im Rahmen eines operativen Eingriffes korrigieren.

Selbsttherapie

Zur selbstständigen Behandlung von Augenringen gibt es einige Möglichkeiten.

So verwenden zahlreiche Frauen so genannte Concealer.

Dabei handelt es sich um kosmetische Cremes, die zum Überdecken der dunklen Augenringe dienen. Aber auch Stifte oder Flüssigcremes stehen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln lässt sich allerdings nicht die Ursache der Augenringe behandeln.

Des Weiteren werden Vitaminampullen angeboten, deren Inhalt man direkt an den betroffenen Regionen einmassiert. Als hilfreich gilt zudem die Anwendung von kühlenden Coolpacks oder Eiswürfeln.

Von der Naturheilkunde werden Schüßler-Salze wie Calcium fluoratum (Nr. 1) zur Behandlung von Augenringen empfohlen.

Hausmittel

Gegen Augenringe gibt es einige Hausmittel, die zumindest eine vorübergehende Wirkung entfalten. Dazu gehört zum Beispiel das Auflegen von zwei Teebeuteln mit schwarzem oder grünem Tee.

  • So helfen Teesorten, in denen Koffein vorkommt, beim Reduzieren von Schwellungen sowie dem Komprimieren der Blutgefäße. Die Teebeutel sind auch hilfreich gegen Tränensäcke.

    Zur Behandlung lässt man den Tee etwa vier Minuten lang ziehen und legt die Beutel, wenn sie lauwarm sind, einfach auf die Augen. Außerdem werden die Teebeutel mit einem Tuch bedeckt.

  • Alternativ zu Teebeuteln lassen sich auch Gurkenscheiben auf die Augen auflegen. So verfügt die Gurke über blutgefäßverengende Eigenschaften.

  • Da Quark abschwellend wirkt, kann man diesen auch auf das Gesicht und vor allem um die Augen herum auftragen, um die Schwellung zu reduzieren.

  • Ein weiteres bewährtes Nahrungsmittel zur Behandlung von Augenringen ist Eiweiß.

    Zur Vorbereitung wird das Eiweiß von zwei Eiern steif geschlagen. Danach gibt man es auf ein Tuch und legt es auf Augenringe und Tränensäcke.

Sind einmal keine Gurkenscheiben, Eier oder Teebeutel zur Hand, hilft es auch, das Gesicht mit eiskaltem Wasser zu spülen. Auf diese Weise werden die Blutgefäße verengt und Schwellungen bekämpft.

Auch das Trinken von Wasser hilft gegen Augenringe. Dabei sollte man aber pro Tag wenigstens acht bis zehn Gläser Wasser zu sich nehmen.

Um Augenringe zu lindern, ist zudem ausreichend Schlaf zwingend notwendig, ebenso regelmäßige Bewegung im Freien kann wahre Wunder wirken.

Vorbeugung

Damit es gar nicht erst zur Entstehung von unschönen Augenringen kommt, ist es ratsam, für eine gesunde Lebensweise zu sorgen.

Das heißt, dass man sich

Zusätzlich kann auch auf kosmetische Produkte zur Vorbeugung von Augenringen zurückgegriffen werden, durch die die Haut wichtige Nährstoffe erhält.

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