15. Oktober 2009
Antriebslosigkeit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Je nach Art der zugrunde liegenden Krankheit erfolgt die Behandlung zum Beispiel bei einem Facharzt für Psychotherapie.
Patienten, die antriebslos sind, können sich nur schwer aufraffen, verschiedenste Dinge zu tun. Sie kommen morgens nicht aus dem Bett, können sich aufgrund ihrer Antriebslosigkeit kein Essen zubereiten, sich nicht kämmen und teilweise nicht einmal der körperlichen Hygiene nachgehen. Die Patienten möchten zwar all diese Dinge tun, schaffen es aber aufgrund ihrer Krankheit nicht.
Die Antriebslosigkeit kann sich auch dadurch äußern, dass die Betroffenen ihrem geliebten Hobby nicht mehr nachgehen, mit Freunden nicht mehr ausgehen oder auch die Blumen in der Wohnung nicht mehr gießen. Auch das Säubern des Wohnraumes bleibt häufig auf der Strecke. Die Patienten haben kaum mehr Appetit, können nur noch schlecht schlafen und sind dadurch gereizt.
Aufgrund ihrer Grunderkrankung schaffen es auch andere Personen nicht, den Patienten zu motivieren.
Die Antriebslosigkeit ist Symptom vieler verschiedener psychischer und körperlicher Erkrankungen. Demnach sieht auch die Behandlung völlig unterschiedlich aus.
Liegt die Grunderkrankung im psychischen Bereich, erfolgt die Behandlung bei einem Facharzt für Psychologie oder Psychotherapie. Dieser kann verschiedene Medikamente verordnen, wie zum Beispiel Antidepressiva (Medikamente zur Behandlung von depressiven Erkrankungen). Zusätzlich wird die zugrunde liegende Krankheit im Rahmen einer Gesprächs- oder Verhaltenstherapie behandelt, um die Ursache der Antriebslosigkeit zu beheben. Der Patient führt dazu ausführliche Gespräche mit dem Therapeuten und/oder stellt sich in der Therapie bestimmten Situationen.
Wenn körperliche Ursachen der Antriebslosigkeit zugrunde liegen, müssen diese behandelt werden, um den Patienten auch von seiner Antriebslosigkeit zu heilen. Je nach Art der Krankheit verordnet der Arzt auch hier Medikamente. Teilweise ist auch eine Operation notwendig, um zum Beispiel einen gut- oder bösartigen Tumor zu entfernen. Reicht die Operation nicht aus oder ist eine Operation nicht nötig bzw. möglich, so werden häufig auch eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt.
In einigen Fällen können auch eine Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft helfen, um die Antriebslosigkeit zu behandeln. Viel Sauerstoff und vitaminreiche Nahrung geben dem Körper oftmals wieder die nötigen Reserven zurück, die er benötigt, um wieder vollständig zu "funktionieren".
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