Vorzeitige Wechseljahre - Was bedeutet das und wie erkennt man sie?

Unter vorzeitigen Wechseljahren versteht man ein früheres Einsetzen der Wechseljahre. Im Normalfall beginnen diese durchschnittlich ab etwa 45 Jahren. Liegt der Beginn bereits bei einem Alter unter 40 Jahren, so ist die Rede von vorzeitigen Wechseljahren. Gründe dafür gibt es viele. Lesen Sie, an welchen Anzeichen man vorzeitige Wechseljahre erkennt und welche Auswirkungen diese haben können.

Wissenswertes zu vorzeitigen Wechseljahren

Ursachen: Was sind vorzeitige Wechseljahre und wie kommt es dazu?

Von vorzeitigen Wechseljahren, medizinisch Climacterium praecox, spricht man, wenn diese bereits vor dem 40. Lebensjahr einsetzen. Dies bedeutet, dass dann die Eierstöcke ihre Arbeit einstellen.

Folglich kommt es bereits viel früher als gewöhnlich zur letzten Regelblutung, was als Menopause bezeichnet wird. Normalerweise liegt der Zeitpunkt bei 45 bis 50 Jahren.

Die Ursachen für vorzeitige Wechseljahre sind unterschiedlicher Natur. Manchmal liegen medizinische Gründe vor. So kann es etwa durch die Entfernung der Eierstöcke, z.B. aufgrund einer Krebserkrankung dazu kommen. Ebenso mögliche Ursachen sind Endometriose oder eine Chemo- oder Strahlentherapie bei Krebs.

Raucherinnen sind ebenfalls eher von vorzeitigen Wechseljahren betroffen: sie kommen durchschnittlich zwei Jahre früher in die Menopause. Durch das Rauchen bzw. das Nikotin werden die Gefäße geschädigt; es kommt zu einer verringerten Blutversorgung der Eierstöcke.

Genetische Ursachen lassen sich ebenfalls nicht ausschließen. So treten vorzeitige Wechseljahre auch manchmal innerhalb einer Familie gehäuft auf. Ebenso mögliche Auslöser sind

  • Chromosomenanomalien, etwa das Turner-Syndrom
  • bestimmte Stoffwechselstörungen
  • Viruserkrankungen, z.B. eine Eierstockentzündung aufgrund von Mumps
  • bestimmte Autoimmunerkrankungen, z.B. Schilddrüsenfunktionsstörungen

In einigen Fällen lässt sich auch gar keine Ursache feststellen.

Symptome: Woran erkennt man vorzeitige Wechseljahre?

Deutlichstes Merkmal vorzeitiger Wechseljahre ist das endgültige Ausbleiben der Menstruation. Hinzu kommen typische Wechseljahresbeschwerden. Zu diesen zählen etwa

Risiken der vorzeitigen Wechseljahre

Wird der Östrogenmangel nicht behandelt, kann es zu Osteoporose kommen. Auch trockene Haut zählt zu den typischen Folgen. Zu den weiteren Risiken der vorzeitigen Wechseljahre zählen

Geht man aufgrund der Beschwerden zum Arzt, wird dieser für eine sichere Diagnose eine Blutuntersuchung durchführen, bei der der Hormonspiegel gemessen wird. Bestimmt werden beispielsweise die Menge des Follikel-stimulierenden Hormons (FSH) und der Östrogene.

Behandlung durch Hormonersatztherapie - Was tun bei vorzeitigen Wechseljahren?

Die Behandlung von vorzeitigen Wechseljahren erfolgt mittels Hormonersatztherapie. Betroffene Frauen erhalten dabei Hormonpräparate, um ernste Folgen des Mangels an Östrogen zu vermeiden.

Kinderwunsch - Vorzeitige Wechseljahre rückgängig machen?

Der Prozess der vorzeitigen Wechseljahre lässt sich nicht rückgängig machen. Somit ist auch eine Schwangerschaft nicht mehr möglich.

Kann man vorzeitigen Wechseljahren vorbeugen?

Eine Vorbeugung vorzeitiger Wechseljahre ist kaum möglich. Einige Einflussfaktoren hat man allerdings selbst in der Hand. Zu diesen zählen:

  • Sport für die Regulierung der Hormone und dem Halten des Körperfettanteils
  • Rauchverzicht
  • der Verzicht auf Plastik, um eine Beeinflussung des Hormonhaushalts durch enthaltene Stoffe
  • Einschränkung des Alkoholkonsums um eine Einschränkung der Fruchtbarkeit zu vermeiden

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  • Frauenärztin © Adam Gregor - www.fotolia.de

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