12. Dezember 2011
Als Cross-Dressing bezeichnet man das Tragen von Kleidung, die normalerweise typisch für das andere Geschlecht ist. Partnern von Cross-Dressern fällt es oft schwer, mit der Situation umzugehen.
Der Begriff Cross-Dressing entstand Anfang der 70er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo er von heterosexuellen Cross-Dressern geprägt wurde, die sich auf diese Weise von Transvestitismus und transvestitischen Fetischismus abgrenzen wollten. Später verwendete man ihn jedoch dazu, jegliches Tragen von andersgeschlechtlicher Kleidung damit zu bezeichnen. So wird Cross-Dressing, das die Geschlechtsidentität einer Person ausdrücken soll, zum Transgender gezählt, was sonst nicht der Fall ist. Während bei Frauen jedoch das Tragen von männlicher Kleidung gesellschaftlich akzeptiert ist, stoßen dagegen Männer, die Frauenkleidung tragen, häufig auf Ablehnung.
Männer, die verheiratet sind oder in einer Beziehung leben, stehen oft vor Problemen mit der Partnerin, wenn diese von der Veranlagung ihres Partners erfährt. So reagiert die Partnerin häufig bestürzt und sieht die Partnerschaft und das Leben, das sie sich davon erhoffte, gefährdet. Außerdem betrachten viele Frauen ihren Partner als pervers oder homosexuell, was jedoch nicht der Fall ist. Die meisten Cross-Dresser möchten trotz ihrer weiblichen Seite, die sie an sich entdeckt haben, mit ihrer Partnerin weiterhin zusammen sein, weil sie sie aufrichtig lieben. Sie wünschen sich jedoch, von ihr akzeptiert oder wenigstens toleriert zu werden.
Entdeckt eine Frau, dass ihr Partner ein Cross-Dresser ist, sollte sie dies nicht als Bedrohung für die Beziehung sehen, sondern vielmehr als Chance für eine glücklichere Partnerschaft betrachten. Kann man sich aus Liebe zum Partner dazu durchringen, dessen Veranlagung zu akzeptieren, ergeben sich daraus sogar neue Aspekte. So haben beide ein Geheimnis, welches sie miteinander verbindet und zusammenschweißt. Die Frau kann ihren Mann nicht nur als Partner betrachten, sondern auch als beste Freundin. Schließlich ergeben sich durch das Cross-Dressing auch neue gemeinsame Interessen wie zum Beispiel Kosmetik oder Mode. Ebenso ist ein höherer Lustgewinn möglich. Wer sich als Mann vor seiner Partnerin als Cross-Dresser outet, ist also gut beraten, wenn er auf die positiven Aspekte für die Partnerschaft hinweist. Wichtig für beide Partner ist jedoch, von Anfang an klare Grenzen zu ziehen, wo und in welchen Situationen das Cross-Dressing ausgelebt werden kann und wann nicht, und sich strikt an die getroffenen Abmachungen zu halten.
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