29. November 2011
Tantra gilt als Lehre von der Entfaltung der Liebe. Dabei kommen unterschiedliche Rituale und Übungen zur Anwendung.
Wer Tantra nur als reine Sexualpraktik betrachtet, irrt. So ist es vor allem eine Lehre der Selbsterkenntnis, wenngleich die Sexualität einen bedeutenden Platz einnimmt. Beim Tantra gibt es verschiedene Übungen und Rituale, die sich auf die Sexualität beziehen. Diese Übungen haben das Ziel, das sexuelle Erleben zu verändern und bewusster zu machen, wodurch allgemein mehr Lebensfreude erreicht werden soll.
Die Lehren des Tantra vermitteln den Menschen, die es praktizieren, eine neue Form der Zweisamkeit. Durch absolute Hingabe und Vertrauen soll unbeschreibliche Ekstase erreicht werden. Um die Rituale und Übungen des Tantra zu erlernen, genügt es jedoch nicht lediglich auf ein Buch zurückzugreifen. Stattdessen müssen sie von einem fähigen Lehrer vermittelt werden. Darüber hinaus sollte man sich darüber klar sein, dass Tantra sich nicht bloß auf physische Sexualstellungen beschränkt, sondern eine Frage des inneren Geisteszustands ist. Daher ist es wichtig, dass beide Partner vom Tantra überzeugt sind, wenn die Übungen zum Erfolg führen sollen. So stellt der Geschlechtsakt für den überzeugten Tantriker ein heiliges Ritual dar, welches den Schöpfungsakt zwischen den Göttern Shiva und Shakti symbolisiert. Einige der anregendsten Tantra-Praktiken sind:
Bei dieser Übung wärmt man zunächst seine Hände, indem man sie aneinander reibt, wodurch sie zugleich energetisiert werden. Anschließend streichelt man seinen Partner ganz leicht mit den Fingerspitzen, wobei auch sämtliche erogenen Zonen einzubeziehen sind. Der streichelnde Partner beginnt am Bauchnabel, geht dann bis zu den Schultern, den Armen und dem Gesicht. Später streichelt er vom Nabel ausgehend den Unterleib über die Genitalien bis zu den Füßen und wieder zurück.
In diesem Fall erfolgt das Streicheln des Partners mithilfe einer Feder. Der streichelnde Partner führt die Feder von den Schultern bis hin zu den Füßen. Von dort aus bewegt er sich dann wieder nach oben. Anschließend tauschen die Partner die Rollen.
Beim Reiben und Gleiten werden die Körper beider Partner zunächst mit Massageöl eingerieben. Ähnlich wie Schlangen schmiegen sich Mann und Frau dann aneinander. Während ein Partner auf dem Rücken liegt, gleitet der andere von oben nach unten über ihn hinweg, wobei er ihn nur mit dem Oberkörper und den Genitalien berührt. Das Paar kann sich dabei mehrmals abwechseln.
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