Die Qualität der männlichen Spermien ist für die Fruchtbarkeit von entscheidender Bedeutung. Daher ist es wichtig, sie zu testen.
Geht bei einem Paar der Kinderwunsch trotz aller Bemühungen nicht in Erfüllung, liegt dies keineswegs immer nur an der Frau. So kann auch eine unzureichende Qualität der männlichen Spermien für das Ausbleiben von Nachwuchs verantwortlich sein. Es ist jedoch möglich, die Qualität der Spermien zu überprüfen und eine Verbesserung zu erzielen. Dazu wird ein Spermiogramm erstellt.
Besteht Verdacht auf Unfruchtbarkeit, sollte ein Urologe aufgesucht werden, der ein Spermiogramm anfertigt, um die Spermienqualität zu ermitteln. Bei einem Spermiogramm werden verschiedene Kriterien berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem die Dichte, die Form, die Beweglichkeit, der ph-Wert sowie die Anzahl der Spermien im Ejakulat.
Als Fruchtbarkeitsgrenze gilt laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine Spermienanzahl von 20 Millionen je Milliliter Ejakulat. Fällt die Anzahl der Spermien niedriger aus, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft.
Für die Durchführung einer Spermienuntersuchung wird frisches Sperma benötigt. Zu diesem Zweck muss die Testperson vor der Untersuchung masturbieren und zu einer Ejakulation gelangen. Das auf diese Weise gewonnene Ejakulat gibt man in einen Behälter und untersucht es anschließend in einem Labor.
Spermaproben aus herkömmlichen Kondomen gelten als ungeeignet, denn diese enthalten Zusätze, die eine spermienabtötende Wirkung haben. Mittlerweile werden aber auch spezielle Kondome ohne spermienabtötende Substanzen angeboten.
In der Regel erfolgt die Abgabe der Spermaprobe in einer Arztpraxis. Viele Männer schreckt jedoch der Gedanke ab, an einem solchen Ort masturbieren zu müssen. Wer Bedenken hat, sollte das Gespräch mit dem Arzt suchen, denn mitunter besteht auch die Möglichkeit, die Spermaprobe zu Hause vorzunehmen.
Findet der Samentest in den eigenen vier Wänden statt, ist zu beachten, dass zwischen der Ejakulation und der Untersuchung des Ejakulats höchstens eine Stunde liegen darf. Das heißt, die Testperson muss die Spermaprobe gleich nach der Ejakulation zur Arztpraxis oder in ein Labor bringen. Dabei wird das Sperma in einem speziellen Behälter untergebracht, damit es nicht zu einer Verunreinigung der Probe kommt.
Wichtig ist auch, beim Onanieren kein Gleitmittel zu verwenden, denn sonst könnte die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt werden. Außerdem sollte der Patient seine Hände und seinen Penis vor dem Masturbieren gründlich mit warmem Wasser waschen, um eine Verfälschung des Testresultats zu vermeiden.
Sowohl Wärme als auch Kälte können sich negativ auf die Spermien auswirken. Daher ist es besser, die Probe dicht am Körper, wie zum Beispiel in der Hosentasche, zu transportieren.
Mittlerweile werden auch Spermientests für den Heimgebrauch angeboten. Auf diese Weise sollen Männer die Möglichkeit haben, zu Hause schnell und diskret die Qualität ihrer Spermien festzustellen. Diese Fruchtbarkeitstests enthalten meist einen Auffangbehälter sowie eine Testkassette mit Testflüssigkeiten.
Bei der Ejakulation fängt der Behälter das Sperma auf, wo es etwa 15 Minuten verbleibt und sich verflüssigt. Anschließend vermischt man die Samenflüssigkeit mit den Flüssigkeiten, die in der Testkassette enthalten sind. Nach einer gewissen Wartezeit wird das Testergebnis angezeigt.
Eine aussagekräftige Beurteilung der Spermienqualität ist mit diesen Tests jedoch nicht möglich, sodass sie kein Ersatz für eine Laboruntersuchung sind. Mit dem Selbsttest kann lediglich die Spermienmenge pro Milliliter Ejakulat ermittelt werden. Ist die Spermienanzahl zu niedrig, sollte für weitere Untersuchungen ein Urologe aufgesucht werden.
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Zu der Rubrik Sperma das Buch Donogene Insemination von den Autoren Wolfgang Meyhöfer und Wolfgang Künzel.

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