29. November 2011
Viele Opfer von sexueller Nötigung oder sexueller Gewalt benötigen anschließend therapeutische Hilfe. Um das belastende Ereignis zu verarbeiten, gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten.
Als sexuelle Nötigung bezeichnet man sexuelle Handlungen, die gegen den Willen des Opfers erfolgen. Dabei wird der Genötigte durch Drohungen oder Gewalt dazu gebracht, Dinge zu tun, die er sonst nicht tun würde. Oftmals besteht dabei ein Machtgefälle zwischen Täter und Opfer. So stellt sexuelle Nötigung einen schweren Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung dar. Für die Opfer von sexueller Nötigung oder sexueller Gewalt ist es oft sehr schwer, ein solch traumatisches Erlebnis zu verarbeiten. In manchen Fällen treten die Folgen sogar erst Jahre später auf. Mitunter leiden die Betroffenen ihr ganzes Leben lang darunter. Typische Folgen sind Beziehungsprobleme, sexuelle Probleme wie Orgasmusstörungen, immer wieder auftretende Erinnerungen an das traumatisierende Geschehen, psychosomatische Beschwerden, Angststörungen, Panikattacken, Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten, Identitätsstörungen sowie Alkohol- und Drogenprobleme. Für die Betroffenen ist dann eine Psychotherapie die einzige Hoffnung auf Besserung. Welche Therapieform sich am besten eignet, um die traumatischen Erlebnisse zu bewältigen, hängt vom Störungsbild sowie der Art und dem Ausmaß der sexuellen Nötigung ab. Alle Therapien haben gemeinsam, dass dabei die belastenden Geschehnisse aufgearbeitet und bewältigt werden sollen. Ein wichtiger Faktor für den Behandlungserfolg ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patienten und Therapeuten, damit der Betroffene wieder in die Lage kommt, positive Gefühle zu entwickeln. Es ist daher ratsam, einen Therapeuten auszuwählen, der über ausreichend Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt. Zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten gehören u.a.:
Bei einer psychotherapeutischen Einzelsitzung behandelt man die Beschwerden des Betroffenen individuell. Das heißt, dass jedem Patienten ein fester Bezugstherapeut zur Verfügung steht. Bei dieser Therapieform hält man regelmäßig Einzelsitzungen ab. Dabei werden die Probleme offen angesprochen, Lösungswege gesucht sowie realistische Behandlungsziele bestimmt.
Im Unterschied zur Einzelsitzung kommen bei einer psychotherapeutischen Gruppensitzung mehrere Betroffene zusammen, die gemeinsam über ihre Probleme und Beschwerden sprechen und miteinander nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Dabei werden vor allem Probleme in der Partnerschaft, der Familie oder am Arbeitsplatz angesprochen.
Liegen spezielle Krankheitsbilder vor, kann eine indikative psychotherapeutische Gruppensitzung hilfreich sein. Dabei erfolgen Gruppensitzungen zu bestimmten Themen. Dazu gehören z.B. Ängste, Depressionen, Essstörungen, Schlafstörungen, soziale Unsicherheiten oder psychosomatische Beschwerden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
16.03.12 | |
![]() | SEXUELLE NöTIGUNG |
15.09.11 | |
![]() | SEXUELLE NöTIGUNG |
25.11.10 | |
![]() | SEXUELLE NöTIGUNG |
18.06.10 | |
![]() | SEXUELLE NöTIGUNG |
13.04.10 | |
![]() | SEXUELLE NöTIGUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Sexuelle Nötigung Forum

