6. Februar 2007
Von Andreas Neubert
Sexualmoral regelt Fragen nach der Geschlechtsbeziehung. Sie berühren viele Bereiche des Lebens und werden je nach Kultur- und Glaubenskreis unterschiedlich beantwortet.
Sexualmoral ist wohl überall von Grund auf mehr oder weniger kirchlich-religiös motiviert. Deutschlandweit aktuell ist das Thema unter anderem mit dem Beitritt der Türkei in die Europäische Union geworden. Dort sind häufig noch Zwangsverheiratungen an der Tagesordnung.
Sexualmoral hat nicht nur mit dem intimen Zusammensein zweier Menschen zu tun, sondern geht weit über diesen Bereich hinaus. Sie betrifft weite Teile der Beziehungen der Geschlechter untereinander, wobei diese Beziehungen markant geschlechtsspezifisch begründet sind im Gegensatz zu Beziehungen unter Geschlechtern, bei denen die Geschlechtszugehörigkeit eine geringere oder gar keine Bedeutung spielt. Konkreter gesagt bedeutet Sexualmoral das sittliche Verhalten in geschlechtlichen, also Sexualfragen. Aber schon in solchen Überlegungen liegen die Anfänge einer Sexualmoral, die besonders im Deutschland des Mittelalters stark von der Kirche bestimmt wurde.
Das Thema Sexualmoral reicht weit bis in den gesellschaftlich-alltäglichen Umgang der Menschen hinein. Wie zum Beispiel zum Thema Ehe. Die katholische Kirche beispielsweise erkennt sie als einzige legale Lebensform zwischen Mann und Frau an, wendet sich gegen das losen Zusammenleben von Paaren und gänzlich gegen gleichgeschlechtliche. Der Staat dagegen hat in vielen Gesetzgebungen wie zum Beispiel im sozialen Bereich die lose Gemeinschaft der auch gleichgeschlechtlichen Paare anerkannt und damit aufgewertet.
Aber auch unter den Menschen unmittelbar im alltäglichen Umgang begegnen Fragen der Sexualmoral. Ein deutliches und wirksames Anzeichen davon sind Umfrageunternehmen, wenn sie beispielsweise in diesem Themenbereich auf Meinungsfang gehen. Dann lauten Fragen nicht selten so oder ähnlich: "Würden Sie ihrem Partner einen Seitensprung verzeihen?". Nicht nur die repräsentativen Antworten sind ein Abbild der bestehenden Sexualmoral, sondern die Fragestellung selbst ist bereits ein Zeichen einer geänderten, freieren Sexualmoral. Denn öffentlich wurde eine solche Frage beispielsweise im wilhelminischen Zeitalter im 19. Jahrhundert erst gar nicht gestellt. Das wäre damals ein echter Skandal gewesen.
Der Wandel der Sexualmoral macht sich auch an interkulturellen Beziehungen deutlich. Wird aktuell die Zwangsverheiratung aus religiösen Gründen in der Türkei verpönt, so wurde sie früher im Deutschland des Mittelalters oder des reaktionären 19. Jahrhunderts häufig als gesellschaftliches Arrangement getarnt. Zu diesem Umkreis gehört auch, dass früher eine Verlobung zwangsläufig in eine Ehe führte.
Früher waren die Menschen genauso unmoralisch wie heute, aber man hat nicht darüber gesprochen. Heute tut man es jedenfalls teilweise. Das ist...
Bin nicht der jüngste,verliebe mich aber gerne in junge Boys.Ich betone das Wort verlieben,denn zu sexuellen Handlungen kommt es nicht.Oft fra...
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