Hilfe, mein Partner ist sexsüchtig! Wie Sie damit umgehen können

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  • von Paradisi-Redaktion
Psychotherapie, Mann bei Psychologin
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Bei der so genannten Sexsucht handelt es sich um ein permanentes und unstillbares Verlangen nach sexuellen Handlungen. Für eine Partnerschaft ist Sexsucht eine sehr schwere Belastung.

Von vielen Menschen wird Sexsucht eher belächelt und nicht als Suchtverhalten angesehen, das Probleme verursacht.

Tatsache ist jedoch, dass Menschen, die von Sexsucht oder Hypersexualität betroffen sind, unter großem Leidensdruck stehen. Besonders schlimm sind die Auswirkungen in einer Beziehung, da auch der Partner darunter leidet.

Eine typische Funktionsstörung

Sexsucht ist eine Form der nicht stoffgebundenen Süchte, die bisher nur wenig bekannt ist. Man kann sie auch mit Kaufsucht oder Spielsucht vergleichen. Vorwiegend betroffen von diesem Suchtverhalten sind Männer, doch auch bei Frauen hat Hypersexualität in den letzten Jahren zugenommen.

In der Medizin betrachtet man Sexsucht als stark gesteigertes sexuelles Verlangen, das jedoch leidvoll erlebt wird. Man ordnet sie den sexuellen Funktionsstörungen zu.

Typisch für Hypersexualität ist Kontrollverlust. Das heißt, dass die sexuelle Aktivität für die Betroffenen wichtiger ist als alles andere. Beruf, Hobbys oder der Partner rücken zunehmend in den Hintergrund.

Dabei suchen die Süchtigen ständig nach sexueller Befriedigung. Da sie es jedoch meist nicht schaffen zum Höhepunkt zu gelangen, bleibt diese aus. Aufgrund der mangelnden Befriedigung setzen die Süchtigen ihr Verhalten weiter fort.

Erscheinungsformen

Sexsucht findet jedoch nicht immer nach demselben Muster statt und äußert sich individuell verschieden.

Während die einen versuchen Befriedigung durch ständiges Masturbieren, Pornographie im Internet oder Telefonsex zu erlangen, wechseln andere ständig ihre Partner.

Auch sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit oder sexuelle Belästigungen kommen vor.

Die Situation des Partners

Für die Partner von Sexsüchtigen ist der Umgang mit der Situation besonders schwer. Da sie nicht in der Lage sind, den ständigen Drang ihres Partners auf die Dauer zu befriedigen, sucht dieser sich andere Möglichkeiten oder sogar andere Sexpartner.

Oftmals bedeutet dies das Ende der Partnerschaft. Hoffnung für die Fortsetzung der Partnerschaft besteht nur dann, wenn man den Süchtigen dazu bringt, eine Therapie zu machen, um seine Sexsucht in den Griff zu bekommen.

Hat man sich aus Liebe dazu entschlossen, dem Partner zu helfen, seine Sucht zu bekämpfen, ist eine Paartherapie sinnvoll, denn auch der nichtsüchtige Partner hat durch die Sucht des anderen oft unter seelischen Problemen zu leiden und fühlt sich verletzt.

So bieten die meisten Therapeuten auch Familienprogramme an, bei denen zunächst nur mit den Angehörigen gearbeitet wird.

Quellenangaben

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Grundinformationen und Hinweise zur Sexsucht

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