Menstruationszyklus

Der durch Hormone gesteuerte weibliche Zyklus beträgt durchschnittlich 28 Tage

Der Menstruationszyklus ist ein durch Hormone beeinflusster periodischer Wechsel im Körper der Frau. Er beginnt mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung mit der Proliferationsphase und geht über den Eisprung bis zur Gelbkörperphase.

3D Grafik weiblicher Körper, Gebärmutter rot gekennzeichnet
markierter weiblicher uterus © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Eine gesunde Frau hat etwa 500 Menstruationszyklen in ihrem Leben. Der normale Menstruationszyklus ist 28 Tage lang. Kleine Abweichungen nach oben und unten sind jedoch völlig normal. Damit der Menstruationszyklus funktionieren kann, wird der Vorgang durch Hormone gesteuert.

Phasen des Menstruationszyklus

Die erste Phase des Zyklus wird auch Östrogenphase genannt. Der erste Tag eines neuen Zyklus ist gleichzeitig der erste Tag, an dem die Regelblutung beginnt. Die im Gehirn gebildeten Hormone FSH und LH bewirken die Follikelbildung in den Eierstöcken. Diese wiederum bilden das Hormon Östrogen. Meistens findet dieser Vorgang nur in einem der beiden weiblichen Eierstöcke statt.

Durch das Östrogen wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und bereitet sich auf das befruchtete Ei vor. Ungefähr an der Mitte des vierwöchigen Menstruationszyklus kommt ein Ei an die Oberfläche des Follikels. Zusätzlich stimuliert das Östrogen den Gebärmutterhals zur Produktion von Schleim, um den männlichen Spermien den Weg und die Einnistung in die Eizelle zu erleichtern.

Während des Eisprungs springt der Follikel auf und das Ei gelangt durch den Eierstock in den Eileiter. Hier bleibt es nun für einige Stunden und kann nur zu dieser Zeit befruchtet werden.

Wer demnach schwanger werden möchte, sollte verstärkt in diesen Tagen Geschlechtsverkehr haben. Wird das Ei befruchtet, nistet es sich in der Gebärmutter ein. Bleibt es unbefruchtet, zerfällt es, die Gebärmutterschleimhaut wird wieder abgebaut und die Regelblutung setzt ein.

Mögliche Störungen des Menstruationszyklus

Der Zyklus kann auf unterschiedliche Art und Weise gestört sein. Man unterscheidet

  • Rhythmusstörungen und
  • Typusstörungen.

Rhythmusstörungen

Rhythmusstörungen liegen vor, wenn

  • der Zyklus ausbleibt (Amenorrhö)
  • der Zyklus länger dauert (Oligomenorrhö) und
  • der Zyklus zu kurz ist (Polymenorrhö).

Typusstörungen

Zu den Typusstörungen gehören:

  • Hypermenorrhö (sehr starke Blutungen
  • Hypomenorrhö (sehr schwache Blutungen)
  • Metrorrhagie (unregelmäßige Zwischenblutungen)
  • Menorrhagie (übermäßig lange Blutungen) und die
  • Dysmenorrhö (Regelschmerzen).

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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