Warum Sex gesünder ist als jedes Workout

Junges Paar küsst sich, sie liegt auf ihm, weißer Hintergrund

Gute Gründe für den gesundheitsfördernden Effekt von Geschlechtsverkehr

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  • von Paradisi-Redaktion

Endlich gibt es einmal gute Nachrichten in der Fitness-Welt. Wo es sonst nur um Verzicht und schmerzhafte Körperzüchtigungen geht, um so attraktiv wie möglich ein langes Leben zu frönen, wird es nun frivol. Und das sogar, ohne unsere Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Für ein Schäferstündchen mit dem oder der Liebsten gibt es viele gute Gründe. Wie eine Umfrage der Zeitschrift "Emotion" unter 1.005 Personen zwischen 18 und 64 Jahren zeigt, sogar sehr viele verschiedene.

  1. Insgesamt 65% nannten den Wunsch nach Nähe als Hauptgrund für Sex.
  2. 41% fühlen sich durch das Liebsspiel begehrenswert und
  3. 4% wollen durch den regelmäßigen Sex verhindern, dass sich ihr Partner anderweitig vergnügt.

Wie zahlreiche Studien zeigen, gibt es aber auch genügend gesundheitliche Gründe dafür sich wieder einmal mit dem Partner zu beschäftigen.

Wie die moderne Wissenschaft belegt, fühlt sich das zweisame Treiben nicht nur gut an, sondern ist auch tatsächlich gut für unseren Körper. Der Grund dafür liegt darin begründet, dass unser Körper bei einvernehmlicher Vermengung eine Bandbreite an Hormonen in die Blutbahnen schicken, die:

Wer sich um seine Gesundheit kümmert, kann dabei also jede Menge Spaß haben. Hier sind die Details:

1. Kommt die Lust, geht der Schmerz

Wenn Sie das nächste Mal Kopfschmerzen haben, greifen Sie nicht zu Aspirin, sondern zum Herzblatt. Die Stimulation der Klitoris löst eine hormonelle Kettenreaktion aus, die in der Ausschüttung von

  • Endorphinen
  • Corticosteroiden und
  • anderen natürlichen Schmerzhemmern

resultiert. Doch intime Berührungen sind nicht nur bei Kopfschmerzen gut. Sie helfen auch bei muskulären Schmerzen und Verspannungen. Die rhythmischen Bewegungen der unteren Körperpartie trainiert zudem die Rückenmuskulatur, was Rückenschmerzen vorbeugt und lindert.

Experiment zur Schmerztoleranz bei Erregung

In einem Experiment der amerikanischen Rutger-Universität konnte nachgewiesen werden, dass die Schmerztoleranz von Frauen während der sexuellen Stimulation bis um das Doppelte ansteigt.

Gemessen wurde dies, indem mit einer mechanischen Klammer Druck auf die vorderen Fingerkuppen der Frauen ausgeübt wurde, während sie mit Sexspielzeugen stimuliert wurden.

Gelangt eine Frau in sexueller Erregung, steigt der Anteil an so genannten Glücklichkeitshormonen im Blut drastisch an. Zwei dieser Hormone, Oxytocin und DHEA, sind nachgewiesene Anti-Krebs-Hormone.

Dieser Zusammenhang lässt sich auch statistisch beweisen. Denn wie eine griechische Untersuchung zeigte, erkrankten Frauen, die mehr als einmal im Monat Sex hatten, seltener an Brustkrebs als Frauen, die weniger sexuell aktiv waren.

Des Weiteren sorgen die freigesetzten Endorphine und Hormone für

2. Sex ist gut fürs Herz

Unter Kardiologen gilt Geschlechtsverkehr durchaus als kardiovaskuläre Tätigkeit. Beim Orgasmus kann Ihre Herzfrequenz nämlich auf mehr als 110 Schläge pro Minute ansteigen und kommt damit einem Ausdauerlauf ziemlich nahe.

Wie bei jedem Workout gilt auch hier: Je anstrengender es ist, um so mehr profitiert das Herz.

Deshalb ist derjenige von Ihnen im Vorteil, der beim leidenschaftlichen Gerangel obenauf sitzt. Auch beim Abnehmen kann Sex hilfreich sein, denn er stillt nicht nur den Hunger, sondern sorgt auch für sportliche Betätigung.

3. Samenerguss hält die Prostata in Schuss

Anfang des neuen Jahrtausends fanden australische Wissenschaftler heraus, dass Männer, die mindestens viermal in der Woche in den Genuss eines Samenergusses kamen, zu einer um 33 Prozent niedrigeren Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs erkrankten.

Die Wissenschaftler sind sich nicht ganz einig, warum es zu dieser Beobachtung kam, glauben aber, dass eine regelmäßige Ejakulation die Prostata "reinigt".

4. Stoßen Sie Ihr Immunsystem gesund

Wer sich der Leidenschaft hingibt, braucht keinen Arzt. An der amerikanischen Wilkes-Universität hat sich gezeigt, dass Studenten, die wöchentlich mehr als zweimal die Bettwäsche verknautschten, mehr Antikörper im Blut hatten, als ihre abstinenten Kommilitonen. Zudem kann Sex als natürliches Antihistamin für Heuschnupfengeplagte wirken.

In Deutschland machten Forscher 2004 übrigens eine ähnliche Beobachtung. Bei männlichen Probanden stieg die Anzahl von Antikörpern an, als sie sexuell erregt wurden. Der Effekt war in seiner Auswirkung ähnlich groß, wie bei anderen entspannenden Tätigkeiten - beispielsweise Musik hören oder leichtes körperliches Training.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: fondness #3 © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

Autor:

Marco Stephan - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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