25. Oktober 2011
Jahr für Jahr erkranken tausende von Menschen an Geschlechtskrankheiten. Durch einige Maßnahmen kann man diesen unangenehmen Infektionen jedoch vorbeugen.
Geschlechtskrankheiten oder sexuell übertragbare Krankheiten sind Erkrankungen, bei denen die Erreger vor allem durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Um solchen Krankheiten vorzubeugen, gibt es jedoch einige Möglichkeiten.
Einen vollständigen Schutz gegen Geschlechtskrankheiten wie Tripper (Gonorrhoe), Syphilis, den weichen Schanker oder sexuell übertragbare Krankheiten wie AIDS gibt es nur dann, wenn man auf Geschlechtsverkehr, bei dem es zum Austausch von Körperflüssigkeiten kommt, verzichtet. Von herkömmlichen Verhütungsmitteln sind nur wenige in der Lage, einen ausreichenden Schutz vor Infektionen zu gewährleisten. Ein gefährlicher Irrtum ist die Annahme, dass Verhütungsmittel wie die Antibaby-Pille, ein Diaphragma oder eine Spirale auch vor Geschlechtskrankheiten schützen würden. Mittel wie die Pille wirken hormonell und unterdrücken die Eireifung. Andere Verhütungsmethoden wie die Kupferspirale oder chemische Mittel haben eine spermienabtötende Wirkung, was jedoch nicht gegen die Übertragung von Geschlechtskrankheiten hilft. Als verlässlichster Schutz, egal ob bei Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr, gilt das Kondom, obwohl es vor allem Männer eher lästig finden. Das Kondom besteht aus Latex, einem Material, das nicht nur für Spermien, sondern auch für Krankheitserreger undurchdringlich ist. Für Menschen, die auf Latex allergisch reagieren, sind mittlerweile auch latexfreie Varianten erhältlich. Ein Kondom rollt man einfach über den erigierten Penis, sodass dieser vollständig umschlossen wird. Auf diese Weise verhindert man das Übertreten gefährlicher Keime. Als Alternative zum Kondom gilt das so genannte Femidom, also gewissermaßen ein Kondom für die Frau. Es besteht aus zwei Ringen sowie reißfestem Kunststoff. Allerdings wird es als relativ unsicher angesehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, um Geschlechtskrankheiten vorzubeugen, ist eine ausreichende Intimhygiene. So sollte man den äußeren Geschlechtsbereich nur mit Wasser und einer pH-neutralen Seife waschen. Von aggressiven Spülungen oder Seifen wird dagegen abgeraten. Manchen sexuell übertragbaren Krankheiten lässt sich auch durch eine Impfung vorbeugen. Dazu gehört vor allem Hepatitis B. Mithilfe einer HPV-Impfung können Frauen auch einer Infektion mit humanen Papillomviren, die für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden, entgegenwirken.
Wichtig sind diese Punkte vor allem für Menschen, die häufig wechselnde Partner haben. Geht man eine feste Beziehung ein, wird empfohlen, bevor es zu sexuellen Kontakten kommt, Geschlechtskrankheiten ärztlich ausschließen zu lassen.
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