25. Oktober 2011
Frigidität bedeutet, dass eine Frau nicht in der Lage ist, ihre Sexualität zu genießen oder nur wenig sexuelles Verlangen verspürt. Um die Sexualstörung zu beheben, ist meist professionelle Hilfe nötig.
Frigidität bedeutet soviel wie Geschlechtskälte und entsteht durch die unterschiedlichsten psychischen und physischen Gründe. Dabei kann es sich um seelische Ursachen wie traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit, Depressionen, Partnerschaftskonflikte, eine strenge Erziehung, negative sexuelle Erfahrungen, Leistungsdruck oder die Ablehnung des eigenen Körpers handeln.
Physische Ursachen für Frigidität sind meist Erkrankungen, die Hormonumstellung nach einer Schwangerschaft oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Man unterscheidet zwischen einer primären Frigidität, die in der Jugend beginnt, und einer sekundären Frigidität, die durch ein bestimmtes Ereignis entsteht. Für viele Frauen wird die Sexualstörung erst dann problematisch, wenn sie eine Beziehung eingehen, da es dann häufig wegen der sexuellen Unlust zu Konflikten mit dem Partner kommt. Meist ist bei Frigidität eine fachkundige Behandlung durch einen Psychologen erforderlich.
Um die Geschlechtskälte erfolgreich zu bekämpfen, muss eine individuell abgestimmte Therapie durchgeführt werden. Nur selten lässt sich diese Sexualstörung leicht behandeln. Hat die Frigidität keine körperlichen, sondern seelische Gründe, erfolgt meist eine kognitive Verhaltenstherapie, deren Ziel es ist, die Einstellung der betroffenen Frauen zu ihrer Sexualität zu ändern. Dazu führen sie Gespräche mit dem Psychologen sowie Verhaltensübungen durch, um die Sexualstörung zu verstehen und die Gründe für die mangelnde Lust herauszufinden. Mitunter kann die sexuelle Unlust durch eine Kombination aus psychischen und physischen Faktoren verursacht werden. In diesem Fall ist auch die Behandlung der körperlichen Probleme notwendig.
Häufig raten die Therapeuten den betroffenen Frauen auch zur Selbstbefriedigung, damit diese ihren Körper besser kennen lernen. Den meisten frigiden Frauen fällt dies jedoch schwer, da sie ihren Körper negativ betrachten. Das Erforschen des Körpers ist jedoch wichtig, um die negativen Gefühle langsam abzubauen. Durch die Selbstbefriedigung soll zudem ein Orgasmus erlebt werden. Schließlich bindet man auch den Partner in die Therapie ein, der seine Partnerin zunächst nur mit der Hand befriedigt. Schafft es die Frau durch die Zuwendung ihres Partners einen Orgasmus zu erreichen, kann mit normalem Geschlechtsverkehr weitergemacht werden. Viele Frauen sind durch eine Verhaltenstherapie in der Lage zu einer normalen und erfüllten Sexualität zu finden und ihre Beziehung zu bereichern. Die Methode zeigt jedoch nur Wirkung, wenn psychische Gründe für die sexuelle Unlust verantwortlich sind.
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