26. Januar 2011
Die bessere räumliche Orientierungsfähigkeit von Männern könnte mit dem Sexualverhalten zusammenhängen. Wie ein internationales Forscherteam herausgefunden hat, gilt dies zumindest für männliche Pandas. Fraglich ist allerdings noch, ob sich das auch auf die Menschen übertragen lässt.
Ergebnis der Studie war, dass Panda-Männchen in der Paarungszeit ihr Revier erweitern, um ihre Chancen zu erhöhen, mehrere Partnerinnen zu ergattern. Dieses größere Revier verlange dann auch nach einem besseren räumlichen Orientierungssinn, was bei monogamen Beziehungen nicht nötig sei. In dem Versuchsaufbau wurden acht Männchen und neun Panda-Weibchen aus einer Forschungsstation sowie einem Zoo in China untersucht. Mittels unterschiedlich gefüllten Futterschalen, die in einem Kreis aufgestellt wurden, beobachteten die Forscher dann, welche Schalen die Tiere aufsuchen.
Dabei suchten die Männchen weniger häufig eine Schale auf, in der sie zuvor kein Futter gefunden hatten und kehrten seltener mehrmals hintereinander zur selben zurück. In einer Kontrollgruppe von monogam lebenden asiatischen Ottern zeigte sich dieses Phänomen dagegen nicht. Somit schlossen die Forscher, dass die unterschiedliche Reviergröße bei nicht-monogam lebenden Tieren die räumliche Wahrnehmung beeinflusst.
Einen Zusammenhang zwischen der weiblichen Orientierungsfähigkeit und der Zeit des Zyklus fanden die Wissenschaftler dagegen nicht.
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