Verbreitete Paraphilien - mögliche Ursachen und Merkmale

Frau posiert in kurzem sexy Kleid und wehendem Haar

Als Paraphilien werden unterschiedliche sexuelle Störungen bezeichnet. Bekannte Paraphilien sind zum Beispiel Exhibitionismus und Sadismus.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Der Begriff Paraphilie entstammt dem Griechischen und dient zur Bezeichnung von ausgeprägten sexuellen Verhaltensweisen, die nicht der üblichen Norm entsprechen. Die Menschen, die von einer Paraphilie betroffen sind, empfinden dabei dranghafte Bedürfnisse oder Phantasien, die sie sexuell erregen.

Im Unterschied zu Menschen, bei denen lediglich eine ungewöhnliche sexuelle Vorliebe besteht, fügen Personen, die unter einer Paraphilie leiden, oftmals sich selbst oder anderen Schaden zu.

Merkmale einer Paraphilie

Von einer Paraphilie ist die Rede, wenn die Betroffenen den Drang verspüren, immer wieder abnorme sexuelle Verhaltensweisen auszuüben. So fügen sie sich oder anderen Menschen Schmerzen zu oder lassen sich demütigen und erniedrigen. Auch Gegenstände oder Personen, deren Handlung eingeschränkt ist, wie Kinder oder Kranke, werden mitunter einbezogen. So gehören das Leid des Betroffenen oder des Opfers zur Paraphilie.

Selbst Psychotherapeuten und Ärzte tun sich häufig schwer, eine Paraphilie festzustellen oder in eine bestimmte Klasse einzuordnen. So ist die Diagnose einer Paraphilie oft sehr schwierig. Laien betrachten sie meist als Perversion. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) lehnt diese Bezeichnung allerdings ab, da sie eine Stigmatisierung der Betroffenen befürchtet.

Grenzen zwischen Fetischismus und Paraphilie

Für Laien sind Paraphilien nur schwer zu verstehen und werden oft sehr emotional betrachtet. Während sie Fetischismus noch als einigermaßen tolerabel ansehen, gibt es für Paraphilien wie Sadismus, Pädophilie und Nekrophilie keinerlei Toleranz. Eine große Rolle spielt dabei auch die jeweilige Kultur.

Entstehung von Paraphilien

Die konkreten Ursachen für Paraphilien liegen bislang aus wissenschaftlicher Sicht im Dunkeln. Als möglicher Auslöser kommen Geschehnisse in der Kindheit oder Jugend, Mangelerscheinungen an Hormonen sowie die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln in Betracht.

Für die Betroffenen bringt eine Paraphilie oft viel Leid mit sich. So werden zahlreiche Handlungen, die im Rahmen der sexuellen Störung begangen werden, strafrechtlich verfolgt. Meist tun sich die Erkrankten schwer, sich anderen Menschen zu öffnen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Außerdem leben sie in starker Abhängigkeit von ihrer Paraphilie.

Psychotherapeutische Behandlungen sind durchaus möglich, erfordern jedoch viel Zeit und Geduld.

Arten von Paraphilien

Es gibt zahlreiche Arten von Paraphilien, die unterschiedliche Merkmale aufweisen. Dazu gehören u.a.:

  • Acrotomophilie (Amelotatismus)
  • Amputophilie
  • Apotemnophilie
  • Autonepiophilie
  • Autogynophilie/Autogynäphilie
  • Coreophilie
  • Dämonophilie
  • Ephebophilie
  • Exhibitionismus
  • Frotteurismus (Frottage)
  • Gerontophilie
  • Hypoxyphilie
  • Kleptophilie
  • Masochismus
  • Morphophilie
  • Mysophilie (Geruchsfetischismus)
  • Narratophilie
  • Objektophilie
  • Partialismus
  • Pictophilie
  • Plushophilie
  • Sadismus
  • Salirophilie
  • Sitophilie
  • Scoptophilie
  • Stigmatophilie
  • Somnophilie
  • Telefonscatophilie (Dirty Talk)
  • Triolismus (Dreier)

Grundinformationen und Hinweise zum Fetischismus

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: hair and wind © ZM Photography - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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