PDE-5-Hemmer bei Erektionsstörungen - Wie wirken sie und welche Nebenwirkungen gibt es?

PDE-5-Hemmer sind Substanzen, die bei Erektionsstörungen zum Einsatz kommen. Die so genannten Phosphodiesterasehemmer sorgen für die Hemmung eines bestimmten Enzyms und somit zu einer besseren Durchblutung im Penis. Gleichzeitig kann eine frühzeitige Erschlaffung des erigierten Penis verhindert werden. Informieren Sie sich über die Wirkungsweise von PDE-5-Hemmern und lesen Sie alles Wissenswerte über mögliche Nebenwirkungen.

Gracia Sacher
Von Gracia Sacher

Was sind PDE-5-Hemmer und wie wirken sie?

In den meisten Fällen wird eine erektile Dysfunktion mit Medikamenten behandelt. Diese bewirken eine Entspannung der glatten Muskelzellen in den Schwellkörpern, wodurch es schließlich zu einer Erektion kommt. Eingesetzt wird dabei die Gruppe der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterasehemmer).

Die verschiedenen PDE-5-Hemmer der neuen Generation weisen ein gemeinsames Wirkungsprinzip auf. So sorgen sie dafür, dass das Enzym Phospodiesterase-5 gehemmt wird, was zu einer Erweiterung der Blutgefäße und damit zu einer besseren Durchblutung des Penis führt. Zudem kann ein frühzeitiger Abbau einer Erektion verhindert werden.

PDE-5-Hemmer gehören zu den ersten und wichtigsten Behandlungsoptionen bei Erektionsstörungen. Im Jahr 1998 kam die erste Variante auf den Markt, 2003 folgten zwei weitere Mittel.

Ist der Penis erschlafft, fällt die Blutzufuhr in den Schwellkörpern gering aus. In diesem Zustand sind die Muskeln, die sich um die Blutgefäße herum befinden, angespannt, sodass die Blutzufuhr gedrosselt wird.

Bei entsprechender Signalsendung vom Hirn kommt es zur Ausschüttung von cGMP (Guanin-Monophospat) in den Muskelzellen, was zur Entspannung der Gefäßmuskeln führt. Nun werden die Schwellkörper mit Blut versorgt und es kommt zur Erhärtung des Penis. Im Normalfall sorgt das Enzym PDE-5 für den Abbau von cGMP.

Die PDE-5-Hemmer schalten die Phosphodiesterase aus, was zu einer längeren und stärkeren Erektion führt. Sie ermöglichen dem Körper eine Reaktion auf einen erotischen Reiz.

Es ist somit zu beachten, dass die Medikamente allein keine Erektion auslösen. Es muss eine Stimulation gegeben sein.

Welche PDE-5-Hemmer gibt es?

Zu den PDE-5-Hemmern, die hierzulande angeboten werden, gehören:

Diese sind in den Präparaten Viagra, Cialis und Levitra enthalten.

Einnahmehinweise von PDE-5-Hemmern: Risikofaktoren und Risikogruppen

PDE-5-Hemmer nimmt man in Form von Tabletten ein. Die Verabreichung ist kurz vor dem Geschlechtsverkehr üblich. Beim Mittel Tadalafil ist eine Dauertherapie möglich.

Die Mittel eignen sich für jede Form von Erektionsstörung. Selbst bei psychischen Ursachen lohnt sich eine Behandlung.

Wie gut und wie lange wirken PDE-5-Hemmer?

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Wirksamkeit sowie die Wirkungsdauer der verschiedenen PDE-5-Hemmer.

Wirkungsdauer und Wirksamkeit unterschiedlicher PDE-5-Hemmer
SildenafilTadalafilVardenafil
Wann nimmt man es ein?ca. 60 Minuten vor dem
Geschlechtsverkehr
ca. 30 Minuten vor dem
Geschlechtsverkehr
25 bis 60 Minuten vor dem
Geschlechtsverkehr
Wie lange wirkt es?4 bis 5 StundenBis zu 36 Stunden4 bis 5 Stunden
Wie gut wirkt es?62-82%72-86%68-80%

Wer darf PDE-5-Hemmer nicht einnehmen?

Patienten, bei denen Risikofaktoren wie

besteht, wird empfohlen, bei der Einnahme von PDE-5-Hemmern diese Risiken zu reduzieren. Ein erhöhtes Herzrisiko durch die Einnahme von Potenzmitteln ließ sich jedoch nicht feststellen.

Nicht eingenommen werden dürfen PDE-5-Hemmer bei:

 

Darüber hinaus sollten die Potenzmittel nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden. So können sich PDE-5-Hemmer und Nitrate gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken, wodurch die Gefahr von erheblichen Kreislaufbeschwerden besteht. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Nebenwirkungen von PDE-5-Hemmern

Mögliche Nebenwirkungen bei der Einnahme von PDE-5-Hemmern - je nach verwendetem Mittel - sind: