Woran Frauen ihren Eisprung erkennen und wie sie ihn durch den Mittelschmerz bestimmen können

Beim Eisprung kommt es zum Ausstoß einer unbefruchteten Eizelle aus dem Eierstock. Doch woran kann eine Frau diese fruchtbare Phase erkennen?

Wissenswertes zum Zervixschleim, zur Basaltemperatur und zum so genannten Mittelschmerz

Der Eisprung, der auch als Follikelsprung oder Ovulation bezeichnet wird, ist die fruchtbare Phase einer Frau und tritt meistens in der Mitte des Zyklus auf. Die Fruchtbarkeit einer Eizelle nach dem Eisprung beträgt ungefähr zwölf Stunden. Besteht der Wunsch nach Kindern, sollte dieser Zeitraum für Geschlechtsverkehr genutzt werden.

Doch woran lässt sich der Eisprung erkennen?

Die fruchtbare Phase

Die fruchtbare Phase einer Frau nimmt ihren Anfang mit dem Eisprung. Unabhängig von der Dauer des Zyklus erfolgt dieser immer zwei Wochen vor Beginn der nächsten Blutung.

Befruchtungsfähig ist eine Eizelle nur ca. zwölf Stunden; da jedoch die Spermien im Gebärmutterkanal bis zu 72 Stunden überleben können, ist die Möglichkeit schwanger zu werden, sogar ungefähr drei Tage gegeben.

Eine Eizelle wird von einem Follikel umschlossen, der die Zelle schützt. Erreicht der Follikel seine Maximalgröße, kommt es zu seinem Aufplatzen und die Eizelle gelangt in den Eileiter.

Im Falle einer Befruchtung kann sich die Zelle in der Gebärmutter einnisten. Bleibt die Befruchtung jedoch aus, verkümmert sie und die Menstruationsblutung setzt 14 Tage später ein.

Eisprung erkennen

Erkennen lässt sich ein Eisprung an verschiedenen Merkmalen.

Zervixschleim

So kommt es im Laufe des Zyklus zu Veränderungen bei der Menge und der Konsistenz des Gebärmutterschleims. Diesen Schleim können Frauen meist als weißlichen Ausfluss wahrnehmen. Zum Zeitpunkt des Eisprungs hat der Schleim eine Form, die rohem Eiweiß ähnelt.

Basaltemperatur

Ein weiteres Merkmal ist die so genannte Basaltemperatur. So steigt infolge des Eisprungs die Körpertemperatur um etwa 0,5 Grad an. Das liegt daran, dass durch die Eizelle die Herstellung des Gelbkörperhormons angeregt wird, was einen Anstieg der Temperatur zur Folge hat.

Wenn eine Frau jeden Monat regelmäßige Temperaturmessungen vornimmt, kann sie den Zeitpunkt des Eisprungs bestimmen, indem sie eine individuelle Basaltemperaturkurve erstellt. Allerdings erfordert diese Methode eine gewisse Vorarbeit.

Mittelschmerz

In manchen Fällen können Frauen ihren Eisprung auch spüren, da sie dabei unter dem so genannten Mittelschmerz leiden, der sich für einige Minuten oder Stunden als leichtes Ziehen oder Stechen im Unterleib bemerkbar macht.

Dabei wird der Schmerz nicht immer als gleich stark empfunden. Er kann durchaus einmal einen Monat kaum zu spüren sein und im nächsten Zyklus als Bauchkrämpfe wahrgenommen werden.

Der ziehende Schmerz wird in der Regel im einen Monat im rechten und im nächsten Monat im linken Unterbauch bemerkt. Dies hängt damit zusammen, dass einmal der rechte Eierstock aktiv ist und im Monat darauf der linke.

Manche Frauen nehmen auch ein Spannen in ihren Brüsten wahr und empfinden größere Lust auf Sex. Auch eine kleine Blutung, die man als Eisprungsblutung bezeichnet, ist möglich.

Gerade Frauen, die die Pille nehmen, spüren ihren Eisprung meistens nicht, weil die Pille diesen unterdrückt. Aber es gibt auch Frauen, die nicht verhüten und den Mittelschmerz trotzdem nicht bemerken.

Ursache

Der Schmerz entsteht laut Wissenschaftlern wohl dadurch, dass die Eizelle sich auf den Weg durch den Eileiter macht und zuvor der die Eizelle umgebene Follikel aufplatzt. Dieses Aufplatzen in Kombination mit der Flüssigkeit, die sich im Follikel befand, verursacht vermutlich die ziehenden einseitigen Bauchschmerzen.

Keine sichere Verhütungsmethode

Das Ziehen im Unterbauch hängt in jedem Fall mit dem Eisprung zusammen, wenn es nicht das Symptom einer Erkrankung ist. Eine sichere Verhütungsmethode ist der Mittelschmerz jedoch nicht. Man kann also nicht sagen: "Ich spüre den Mittelschmerz, also war der Eisprung und es muss bis zum Einsetzen der Regelblutung nicht mehr verhütet werden."

Der Mittelschmerz kann eher dazu genutzt werden, das Schwangerwerden zu beschleunigen, wenn man weitere Methoden wie zum Beispiel die Temperaturmessung anwendet.

Je nach Länge eines Menstruationszyklus dauert es meist noch etwa zwei Wochen nach dem Mittelschmerz, bis die Regelblutung einsetzt. Der Mittelschmerz ist demnach zumindest ein grober Orientierungspunkt für die Frau, wann sie ihre Menstruation wieder bekommt.

Gerade bei Frauen, die den Mittelschmerz einige Tage lang spüren, ist der Eisprung aber nicht auf den Tag festzulegen, da man nicht genau sagen kann, ob der Eisprung zu Beginn des Mittelschmerzes oder beim Abflauen der Schmerzen stattfindet.

Behandlung

Wer starke Mittelschmerzen hat, kann diese durch Wärme zum Beispiel in Form eines Kirschkernkissens oder einer Wärmflasche lindern. Auch die warme Badewanne kann Linderung verschaffen.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?

Unsere Artikel werden auf Grundlage fundierter wissenschaftlicher Quellen sowie dem zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellsten Forschungsstand verfasst und regelmäßig von Experten geprüft.

Quellenangaben
  • Girl in uderwear having a menstrual pain © Marin Conic - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema