Die Beschneidung der männlichen Vorhaut erfolgt nicht nur aus medizinischen oder hygienischen Gründen. Auch religiöse oder kulturelle Motive spielen eine wichtige Rolle.
Bei der Beschneidung (Zirkumzision) entfernt man die Vorhaut (Praeputium) am männlichen Penis durch einen chirurgischen Eingriff. Diese Prozedur hat eine lange Tradition und kam bereits im alten Ägypten zur Anwendung. Häufig sind religiöse oder kulturelle Gründe ausschlaggebend für die Entfernung der Vorhaut. Vor allem im Islam und im Judentum gehört sie zu den religiösen Pflichten. So ist die Zirkumzision der am häufigsten durchgeführte chirurgische Eingriff auf der Welt. Man schätzt, dass weltweit etwa 25-33 Prozent aller Männer beschnitten sind.
Woher der Brauch der Beschneidung stammt, ließ sich bislang nicht klären. Man vermutet, dass sie von patriarchalen Stammesgesellschaften für beide Geschlechter eingeführt wurde. Darüber hinaus wird angenommen, dass die Beschneidung in der Antike dazu diente, das Geschlechtsleben von Unterschicht und Sklaven zu kontrollieren. Die Fruchtbarkeit sollte dabei jedoch nicht beeinträchtigt werden. Ferner gilt die Beschneidung als Ablösung von Menschenopfern. Durch diese Opfer sollten die Götter in vorgeschichtlicher Zeit milde gestimmt werden. Aufgrund von religiösen Umbrüchen wurde jedoch nur noch ein Teil des Mannes geopfert.
Eine Beschneidung gilt in verschiedenen Kulturkreisen bei beiden Geschlechtern als Initiationsritual. Dabei nimmt man den heranwachsenden Menschen in die Gemeinschaft auf. Die älteste Beschreibung einer Beschneidung ist auf einem ägyptischen Relief aus dem Jahre 2420 v. Chr. bekannt. Bei den alten Ägyptern stand die Beschneidung des Mannes symbolisch für die Häutung der Schlange. In der Bibel geht die Beschneidung auf die Israeliten unter dem Stammvater Abraham um 1800-1600 v. Chr. zurück. Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass die Israeliten das Beschneiden der Vorhaut von den Ägyptern übernahmen oder sogar erst im Babylonischen Exil um 600 v. Chr. einführten. Durch die Einführung des Rituals wurde die Beschneidung von neugeborenen Jungen zur religiösen Pflicht. Sie muss am achten Tag nach der Geburt stattfinden. Im Judentum sieht man die Beschneidung als Bund mit Gott an, sodass sie bis heute zur Anwendung kommt.
Auch im Kulturkreis des Islam führt man in der heutigen Zeit noch immer die Beschneidung aus religiösen Gründen durch. So ist das Entfernen der Vorhaut Pflicht für muslimische Männer und muss bis zum 13. Lebensjahr als Zeichen der Religionszugehörigkeit erfolgen. Dabei wird häufig ein großes Familienfest gefeiert.
Gott ordnete für Sein Volk damals die Beschneidung der Knaben zum Zeichen Seines Bundes an (1.Mose 17,11-12), um die "geistige Bescneidung", w...
...genauso verboten und geächtet werden wie bei den Mädchen. Was wäre wenn, wenn die religös kulturelle Verstümmelung des Genitalbereiches bei...
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19.05.13 | |
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15.05.13 | |
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05.05.13 | |
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27.04.13 | |
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Das Buch Psychoanalytisches Archiv und jüdisches Gedächtnis von Franz Maciejewski zu dem Thema Beschneidung.
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