Wochenfluss

Lochien, ein Wundsekret, bildet sich an der Ablösungsstelle der Plazenta nach der Entbindung

Als Wochenfluss werden die Absonderungen der Gebärmutter nach einer Geburt bezeichnet. Er dauert meistens vier bis sechs Wochen und gehört zu der normalen Wundheilung. Da das Wundsekret meist Bakterien enthält sollte auf die Hygiene geachtet werden.

Unterkörper einer nackten Frau, sie hält sich Hand vor Geschlechtsorgan
Woman torso © Olga Ekaterincheva - www.fotolia.de

Der Begriff Wochenfluss bezeichnet sämtliche Flüssigkeiten, welche nach der Geburt eines Kindes aus der Scheide ausgeschieden werden. In der Regel beschränkt sich der Zeitraum des Wochenflusses auf 2 bis 6 Wochen.

Merkmale

In dieser Zeit nimmt die Menge der Blutungen ab, auch die Farbe der Flüssigkeiten verändert sich von rot über braun nach bernsteinfarben. Der Wochenfluss ist gegenüber der normalen Periodenblutung nicht infektiöser.

Zusammensetzung

Der Wochenfluss setzt sich in der Regel aus

  • Blut
  • weißen Blutkörperchen
  • Vaginalsekret und
  • seröser Flüssigkeit

zusammen. Des Öfteren werden

  • Reste von Eihäuten und Dezidua

beigemischt; die Flüssigkeiten stammen alle aus der Wunde, welche durch die Ablösung der Plazenta entstammt, diese befindet sich in der Gebärmutterinnenwand.

Stadien des Wochenflusses

Der Wochenfluss lässt sich in verschiedene Stadien einteilen:

  • Lochia rubra
  • Lochia fusca
  • Lochia flava und
  • Lochia alba.

Nach einer Schwangerschaft bildet sich die Gebärmutter in der Regel zurück, durch die Verkleinerung der Wunde innerhalb der Gebärmutter nimmt auch der Wochenfluss ab.

Mögliche Infektionen

In der Regel können beim Wochenfluss keine schädlichen Nebenwirkungen auftreten, im Falle eines fischartigen oder eitrigen Geruchs, könnte sich jedoch

  • eine Entzündung

gebildet haben. Im Falle einer Unterbrechung des Wochenflusses kann

  • ein Wochenflussstau

vorliegen. Dieser sollte vom Arzt unterbrochen werden, um die Gefahr einer Infektion zu unterbinden.

Falls die betreffende Person Geschlechtsverkehr haben möchte, sollte der männliche Partner in jedem Falle ein Kondom benutzen, denn der geöffnete Muttermund unterliegt einer hohen Infektionsgefahr.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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