27. Juni 2011
Viele werdende Mütter entscheiden sich für eine sanfte Geburt im Wasser. Die Wassergeburt birgt jedoch auch Risiken.
Bei einer Wassergeburt sitzt die werdende Mutter in einer großen Gebärwanne und entbindet auch hier ihr Baby. Das Baby gleitet in das warme Wasser der Badewanne und kann entweder von der Mutter selbst oder von einer Hebamme herausgehoben werden.
Ein Baby kann nur dann per Wassergeburt zur Welt kommen, wenn einige Voraussetzungen wie z.B. ein normaler Schwangerschaftsverlauf gegeben sind. Dadurch treten bei einer Wassergeburt nur selten Komplikationen auf.
Das Risiko einer Wassergeburt besteht darin, dass das neugeborene Baby Wasser einatmet, das dann in die Lunge fließt. Normalerweise haben Babys einen speziellen Reflex, der ein Atmen unter Wasser verhindert. Das Neugeborene atmet somit in der Regel erst, wenn es zum ersten Mal aus dem Wasser gehoben wird. Leidet ein Baby jedoch während der Geburt unter Sauerstoffmangel oder hat andere Beschwerden, so kann es in seltenen Fällen passieren, dass Wasser aus der Gebärwanne in die kleinen Lungen des Babys fließt. Dies kommt jedoch nur sehr selten vor.
Einige werdende Mütter haben während der Geburt einen schwachen Kreislauf. Es kann in diesen Fällen passieren, dass die Frau in der Gebärwanne ohnmächtig wird. Die Geburtshelfer müssen der Frau in diesem Fall meist aus der Wanne helfen, so dass die Mutter wieder zu sich kommt.
Das warme Wasser kann die Intensität der Wehen hemmen. Durch Umhergehen in der Badewanne können die Wehen jedoch oft wieder gesteigert werden. Ist dies nicht der Fall, so muss die Frau oftmals die Gebärwanne verlassen.
Müssen der werdenden Mutter im Geburtsverlauf Medikamente verabreicht werden, so kann die Wirkung deutlich stärker ausfallen, wenn sich die Frau im warmen Wasser befindet. Daher werden bei einer Wassergeburt in der Regel keine hochwirksamen Medikamente verabreicht.
Bei nur sehr wenigen Wassergeburten besteht das Risiko, dass das ungeborene Baby im Geburtskanal in eine Stresssituation gerät. Dies merkt man daran, dass es grünen Stuhl ausscheidet und das Fruchtwasser sich grün verfärbt.
Eine hundertprozentige Garantie für eine komplikations- und risikolose Geburt gibt es nicht. Jede Frau sollte für sich selbst abwägen, welche Geburtsform sie am liebsten möchte.
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