Der Ablauf einer Wassergeburt

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  • von Paradisi-Redaktion
Modernes Badezimmer mit Whirlpool, grüne Einrichtung
green bathroom © Sergey Ostroukh - www.fotolia.de

Eine Entbindung muss nicht ein schmerzhaftes Ereignis mit Schrecken sein, immer mehr Frauen wollen ihre Geburt individuell gestalten. In einer stress- und angstfreien Atmosphäre, damit die Entbindung zu einem schönen Erlebnis werden kann. Eine solche alternative Möglichkeit bietet die Wassergeburt.

Ausstattung des Kreißsaals

Die meisten Menschen fühlen sich im Element Wasser wohl. Deshalb kann das Wasser den gesamten Geburtsablauf begünstigen. Eine Wassergeburt findet in einer eigens dafür vorgesehenen Gebärbadewanne statt. Der entsprechende Kreißsaal ist dafür ausgerüstet und weist beispielsweise einen rutschfesten Boden auf und verfügt über Haltevorrichtungen am Wannenrand.

Während der Geburt ist der Raum in der Regel abgedunkelt und auf Wunsch kann auch eine Hintergrundmusik laufen. Manchmal werden ätherische Öle verdampft, in einer Duftlampe. Das Wasser hat eine Temperatur von ungefähr 34-36°C. Der Gebärenden reicht das Wasser in Sitzposition ungefähr bis zum Nabel.

Die Wanne ist so groß, dass sie die Möglichkeiten zu unterschiedlichen Positionen bietet. So kann die Gebärende die Haltung einnehmen die ihr gut tut. Arzt, Hebamme und Partner begleiten die Gebärende vom Wannenrand aus. Sie sind aber trotzdem ganz nah bei ihr. In der Gebärbadewanne können alle Phasen der Geburt stattfinden.

Auch die Herztöne des Kindes werden ständig überwacht. Über wasserdichte Schallköpfe erfolgt die Übertragung aus Sicherheitsgründen über Funk und nicht über Kabel.

Geburtsablauf

Wenn es am Ende der Austreibungsphase zu einem Nachlassen der Wehentätigkeit kommt, wird die Gebärende aufgefordert sich aufzustellen. Sie kann sich an einem Seil festhalten und die kältere Außenluft regt die Wehentätigkeit wieder an.

Dammschnitte können gemacht werden, sind aber eher selten nötig. Der Kopf des Kindes wird mit den Presswehen ins Wasser geboren. Durch den Tauchreflex macht das Kind seinen ersten Atemzug erst über Wasser.

Über die Nabelschnur wird es noch mit Sauerstoff versorgt. Ist das Baby ganz geboren, wird es von der Hebamme oder der Mutter selbst binnen weniger Sekunden auf den Bauch der Mutter gelegt. Nun können sich beide erholen und kennen lernen. Blick- und Hautkontakt sowie eine liebevolle Ansprache sind jetzt das Wichtigste.

Die Nabelschnur kann vom Vater durchtrennt werden. Das Kind kann auch jetzt schon zum Stillen angelegt werden. Auch die Geburt des Mutterkuchens kann noch im Wasser erfolgen.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: green bathroom © Sergey Ostroukh - www.fotolia.de

Grundinformationen und Hinweise zur Wassergeburt

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