Vorzeitige Wehen Artikel

Ursachen und Gründe für vorzeitige Wehen

Von vorzeitigen Wehen spricht man, wenn sie vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche auftreten. Dabei handelt es sich um regelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter. Es besteht die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt. Für vorzeitige Wehen, kann es unterschiedliche Gründe und Ursachen geben.

Bauch einer Schwangeren auf Station, Geburtsvorbereitung

Mögliche Auslöser

Besonders gefährdet sind Frauen mit vorangegangenen Früh- oder Fehlgeburten und bei häufigen Schwangerschaften.

Auch wenn die Schwangere zuviel Fruchtwasser hat, mit Mehrlingen schwanger ist, eine Mangelversorgung durch den Mutterkuchen (Plazenta) vorliegt oder bei bestehenden Infektionen im Geburtskanal, stellen diese Faktoren ein Risiko dar.

Bei Raucherinnen besteht eine erhöhte Gefahr der vorzeitigen Wehentätigkeit. Auch wenn die Mütter jünger als 18 Jahre alt sind oder älter als 35 Jahre, gehören sie zu den Risikogruppen.

Myome und Fehlbildungen der Gebärmutter können vorzeitige Wehen begünstigen. Auch Scheiden-, Blasen- oder Nierenbeckeninfektionen oder eine Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz) können zu vorzeitigen Wehen führen.

Der schwangerschaftsbedingte Bluthochdruck (Präeklampsie) und Diabetes können ebenfalls ein Auslöser sein. Ebenso psychosoziale Faktoren können eine entscheidende Rolle spielen. Stress und große körperliche Belastung können sich auf die Wehentätigkeit auswirken.

Auswirkung und Behandlungsmaßnahmen

Dabei wirken echte Wehen immer auf den Muttermund. Auf diese Weise wird der Bauch hart, es besteht ein Druckgefühl nach unten, auch ein Ziehen im Rücken und in der Leistengegend kann spürbar sein und die Wehen sind schmerzhaft. Dabei wird die Intensität von jeder Frau anders empfunden.

Kommen die Wehen in regelmäßigen Abständen, sollte ein Arzt oder die Hebamme kontaktiert werden oder die nächste Entbindungsklinik aufgesucht werden. Vor allen Dingen wenn die Wehen mit Blutungen einhergehen. Ist der Verdacht auf vorzeitige Wehen begründet, wird der Mutter in manchen Fällen strenge Bettruhe verordnet.

Mit einem Magnesiumpräparat soll den Wehen entgegengewirkt werden. Bei einer akuten Gefahr einer Frühgeburt werden wehenhemmende Mittel verabreicht. Das Kind und die Schwangere werden jetzt engmaschig überwacht. Arzt oder Hebamme werden die Öffnung des Muttermundes und die Länge des Gebärmutterhalses überprüfen und regelmäßig ein CTG schreiben.

Hat sich die Wehentätigkeit wieder beruhigt, darf die Schwangere nach Hause, muss sich aber dringend schonen. Bei vorzeitigen Wehen darf die Schwangere auch keinen Geschlechtsverkehr mehr haben, denn dies kann durch die Reizung und auch durch das Sperma die Wehentätigkeit verstärken.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: schwangerschaft - wehen - geburt © fuxart - www.fotolia.de

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