Eine medizinische Unfruchtbarkeit besteht dann, wenn bei einem Menschen die biologischen Voraussetzungen für eine Schwangerschaft oder Zeugung fehlen oder gestört sind. Häufig können auch psychische und psychosomatische Probleme die Ursache sein.
Bleibt der Kinderwunsch eines Paares über längere Zeit trotz regelmäßigem und ungeschütztem Verkehr unerfüllt, kann es an einer Unfruchtbarkeit der Frau oder des Mannes liegen. Dies lässt sich in verschiedenen Untersuchungen nachweisen.
Untersuchungsmethoden bei der Frau: Die Frau wird zunächst hinsichtlich ihres allgemeinen Gesundheitszustandes untersucht, eine weitere Untersuchung ist die der Genitalien durch Abtasten. Hierbei können eventuelle Veränderungen oder Entzündungen an den inneren Organen festgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Ultraschalluntersuchung, anhand derer Auffälligkeiten im Inneren des Beckens erkannt werden können. Mittels einer Blutentnahme lassen sich die verschiedenen Hormonwerte bestimmen. Des Weiteren werden bei Verdacht auf Veränderungen die Eileiter anhand von bildgebenden und operativen Verfahren untersucht.
Besteht bei einer dieser Untersuchungsmethoden der Verdacht, dass die Eileiter verschlossen sind, können mittels einer Bauchspiegelung die Fortpflanzungsorgane und weitere Organe betrachtet werden. Anhand einer Gebärmutterspiegelung lassen sich Fehlbildungen, Myome, Schleimhautveränderungen oder Verwachsungen erkennen.
Untersuchungsmethoden beim Mann: Beim Mann wird zunächst ebenfalls der allgemeine Gesundheitszustand untersucht. Hoden und Nebenhoden werden abgetastet und es erfolgt eine weitere Untersuchung der Prostata und der Bläschendrüsen. Bei Bedarf wird eine Ultraschalluntersuchung der Hoden und der Prostata durchgeführt.
In weiteren Untersuchungen werden die Samenzellen des Mannes auf Vorhandensein, Anzahl, Gestalt und Beweglichkeit untersucht und in einem Spermiogramm dokumentiert. Auch werden anhand des Blutes Hormonwertbestimmungen festgestellt. Bei Bedarf kann eine Gewebeprobe (Hodenbiopsie) durchgeführt werden. Liegt eine geringe Samendichte vor, kann im Labor eine Blutprobe kultiviert und auf genetische Abweichungen hin untersucht werden.
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