17. Mai 2011
Eine Totgeburt ist ein traumatisches Erlebnis für die Eltern. Die Langzeitfolgen sind hier nicht zu unterschätzen.
Ein Baby, das mehr als 500 Gramm wiegt und tot zur Welt kommt, wird als Totgeburt bezeichnet. Wenn der Frauenarzt das Versterben eines Babys im Mutterleib feststellen musste, muss die Frau ihr Baby in der Regel auf normalem Wege entbinden. Die Wehen werden dazu meist künstlich eingeleitet.
Eine Frau, die ihr totes Baby gebären muss, empfindet dies in der Regel als einschneidendes Erlebnis. Genauso geht es natürlich auch den Vätern, die auch bei dieser Geburt mit im Kreißsaal sein dürfen. Die psychischen Folgen einer Totgeburt sind nicht zu vernachlässigen. Die Eltern zerbrechen sich den Kopf darüber, weshalb ihr Baby versterben musste und wie das Leben nun weitergehen soll. Je nachdem, wie weit die Schwangerschaft bereits fortgeschritten war, haben die Eltern vielleicht schon das Kinderzimmer eingerichtet und die Babysachen in den Kleiderschrank geräumt. Nun bleibt das Zimmer leer.
Nicht alle Eltern können und wollen ihr totes Baby nach der Geburt auf den Arm nehmen, anfassen und anschauen. Einige Zeit später belastet sie dies jedoch sehr, dass sie nicht einmal wissen, wie ihr Baby ausgesehen hat. Massiver psychische Probleme wie z.B. Depressionen können die Folge sein.
Je nachdem, aus welchem Grund das Baby im Bauch der Mutter oder während der Geburt verstorben ist, so kann es durchaus ein erhöhtes Risiko geben, dass auch bei einer weiteren Schwangerschaft das Baby tot zur Welt kommen könnte. Viele Paare, die sich nach einiger Zeit des Trauerns zu einer weiteren Schwangerschaft entschließen, können diese nicht genießen. Alle zur Verfügung stehenden vorgeburtlichen Untersuchungen werden durchgeführt, um möglichst jedes Risiko einer weiteren Totgeburt ausschließen zu können. Bei jedem Zwicken, bei jeder Vorwehe reagieren dann viele der werdenden Mütter panisch, da sie Angst haben, auch dieses Baby könnte erneut versterben.
Nicht alle Paare kommen über den Verlust ihres Babys hinweg. Es gibt durchaus Paare, die Angst vor einer weiteren Schwangerschaft haben und daher kinderlos bleiben oder lieber ein Kind adoptieren.
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Die Autorin Lisa zu dem Thema Totgeburt mit dem Buch Zum Sterben geboren.
