22. Juli 2010
In der Schwangerschaft muss die werdende Mutter nicht für zwei essen, denn der Kalorienbedarf ist nur gering erhöht. Dafür braucht sie aber mehr Vitamine, Spurenelemente und Mineralien.
Viele Frauen neigen in der Schwangerschaft zur Obstipation (Verstopfung), deshalb ist es besonders wichtig ausreichend zu trinken. Zwei Liter sollten mindesten pro Tag getrunken werden, dafür eignen sich am besten stilles Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtsäfte. Um der Darmträgheit vorzubeugen, sollte die Schwangere genügend Ballaststoffe zu sich nehmen, wie man sie beispielsweise in Vollkornprodukten findet. Um eine unerwünschte Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte vermehrt auf versteckte Fette geachtet werden. Eiweiße, sowohl pflanzliche, als auch tierische sind für viele Körperfunktionen wichtig. Tierisches Eiweiß findet man in Fleisch und Fleischprodukten, in Ei, Geflügel, Fisch, Milch und Milchprodukten. Pflanzliches Eiweiß ist beispielsweise in Mais und Bohnen enthalten. Die Schwangere sollte in jedem Fall viel frisches Obst und Gemüse essen um ihren Vitamin- und Mineralienbedarf zu decken. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig.
Einige Nahrungsmittel sollten dringend gemieden werden. Kaffee und schwarzer Tee sollten man möglichst meiden und wenn es unbedingt sein muss, nur in Maßen genießen. Auf chininhaltige Getränke, wie zum Beispiel Tonic Water, sollte man verzichten. Chinin kann wehenauslösend wirken, in hoher Dosis kann es Übelkeit und Erbrechen auslösen. Von Alkohol in der Schwangerschaft ist grundsätzlich abzuraten. Bei rohem Fleisch, Roastbeef und Tartar besteht die Gefahr der Toxoplasmose. Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche durch Parasiten verursacht wird. Sie kann auf das Ungeborene übertragen werden und für gesundheitliche Schäden sorgen. Fleisch sollte man nur ganz durchgegart verzehren. Rohe Milch und Rohmilchprodukte, wie manche Käsesorten, können Krankheitserreger enthalten. Die Gefahr von Früh-, Fehl- und Totgeburten ist gegeben, außerdem kann bei dem Kind eine angeborene Rindertuberkulose ausgelöst werden. Durch Softeis kann eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die so genannte Listeriose, übertragen werden. Rohe Eier sollten wegen einer möglichen Salmonellenvergiftung gemieden werden. Ebenso Speisen die rohes Ei enthalten. Tierische Innereien können schwermetallbelastet sein, ebenso enthalten sie in großen Mengen Vitamin A, was in großen Mengen schädigend wirkt. Auch mit Kräutern und Heilkräutern, in großer Menge, ist Vorsicht geboten, manche können eine abortive Wirkung haben.
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