Mögliche Gefahren - Worauf Schwangere im Alltag achten und was sie vermeiden sollten

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen

Mögliche Risiken im Alltag erkennen lernen - Während der Schwangerschaft sollten im Alltag und bei der Hausarbeit einige Dinge beachtet werden

Schwanger zu sein, bedeutet eine grundlegende Veränderung im Leben der Frau. Auf bestimmte Dinge muss sie jetzt achten und andere vermeiden. Schwanger zu sein ist keine Krankheit, aber einige Dinge können dem Ungeborenen schaden.

Die Schwangerschaft stellt für die Frau eine besondere Zeit dar, die sie gerne in vollen Zügen genießen möchte. Dennoch müssen auch in dieser schönen und spannenden Zeit im Haushalt dringende Dinge erledigt werden und nicht immer steht ausreichend Hilfe zur Verfügung.

Da eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, lassen sich die nötigen Hausarbeiten in der Regel auch problemlos von gesunden Schwangeren erledigen. Dennoch gibt es in den eigenen vier Wänden einige Risikofaktoren, auf die es zu achten gilt.

Medikamente

Medikamente sollten in der Schwangerschaft vermieden werden, wenn doch welche genommen werden müssen, ist dies unbedingt mit einem Arzt abzusprechen, der über die Unbedenklichkeit entscheidet. Von einer Selbstmedikation ist abzusehen.

Dauermedikation

Ist eine Dauermedikation nötig, sollte dies am besten schon im Vorfeld mit einem Arzt abgeklärt werden, so dass das Risiko für das Ungeborene so gering wie möglich gehalten wird. Auch umfangreiche Zahnbehandlungen sollten wegen der verwendeten Betäubungsmittel besser auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Selbst Vitamine können überdosiert werden, deshalb nur nach einer ärztlichen Beratung einnehmen.

Phytopharmaka

Auch pflanzliche und homöopathische Mittel sind nicht unbedenklich; viele Kräuter können wehenauslösend wirken und eine homöopathische Behandlung sollte nur von einem erfahrenen Homöopathen durchgeführt werden.

Bei der richtigen Wahl von Medikamenten in der Schwangerschaft immer einen Arzt zu Rate ziehen
Bei der richtigen Wahl von Medikamenten in der Schwangerschaft immer einen Arzt zu Rate ziehen

Was Allergikerinnen in der Schwangerschaft beachten sollten

Nur weil eine Frau unter einer Allergie leidet, muss sie natürlich nicht auf eine Schwangerschaft verzichten. Dennoch gibt es für Allergikerinnen einige Dinge in der Schwangerschaft zu beachten.

Die verschiedensten Allergien können einem zu schaffen machen:

Die meisten Betroffenen nehmen gegen die Symptome wie heftiges Niesen, Fliesschnupfen und dicke tränende Augen Medikamente ein, die zumindest ein wenig Linderung verschaffen. Nur weil eine Allergikerin nun schwanger ist, muss sie natürlich nicht komplett auf ihre Allergiemedikamente verzichten. Schließlich soll es nicht nur dem ungeborenen Kind gutgehen, sondern auch der werdenden Mutter.

Arzneimitteleinnahme mit Arzt besprechen

Trotzdem dürfen in der Schwangerschaft nicht mehr all die Medikamente eingenommen werden, die man vielleicht sonst gegen die Allergie nimmt. Nasensprays, die einen hohen Anteil an Kortison beinhalten, können beispielsweise schädigend für das Baby sein. Genauso kann auch nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, ob Tabletten gegen die Allergie, so genannte Antihistaminika, nicht auf irgendeine Art und Weise dem ungeborenen Baby schaden können.

Welche Medikamente eine schwangere Allergikerin einnehmen darf und welche nicht, kann ihr der Frauenarzt oder ein Allergologe raten. Es gibt im Handel auch Nasensprays mit nur wenig Kortison. Medikamente zur Behandlung von Asthma können in der Regel auch in der Schwangerschaft weiter eingenommen werden.

Hyposensibilisierung während der Schwangerschaft?

Eine Behandlung gegen die Allergie, genannt Hyposensibilisierung, sollte in der Schwangerschaft nur dann durchgeführt werden, wenn sie bereits zuvor begonnen und bis zur Feststellung der Schwangerschaft immer gut vertragen wurde.

Schonende Arzneimittel wählen

Nicht immer müssen hochwirksame Medikamente eingenommen werden, um allergische Symptome lindern zu können. Wer bisher noch keine Erfahrungen mit der Naturheilkunde und den homöopathischen Präparaten wie zum Beispiel Globuli gemacht hat, der sollte die Schwangerschaft zum Anlass nehmen und sich von einem erfahrenen Heilpraktiker beraten lassen.

Die Homöopathie schafft häufig Erfolge, die in der Schulmedizin ausbleiben. Und zudem hat sie den großen Vorteil, dass die Präparate meist keine Nebenwirkungen haben und häufig in der Schwangerschaft bedenkenlos eingenommen werden können.

Tablettenwahl: Internet-Datenbank soll Schwangeren helfen

Nahaufnahme Paletten mit bunten Pillen
Packs of pills © Nikolai Sorokin - www.fotolia.de

Verunsicherte Frauen, aber auch Ärzte und Apotheker können sich in Zukunft auf einer kostenfreien Datenbank im Internet darüber informieren, welche Medikamente während einer Schwangerschaft zu empfehlen sind und welche nicht.

Anlass dafür ist die Tatsache, dass heutzutage immer mehr Frauen vor einem Problem stehen, wenn sie von Kopfschmerzen geplagt sind oder sie sich eine Grippe zugezogen haben. Zudem ist der Contergan-Skandal immer noch präsent und hält werdende Mütter davon ab, jegliche Arzneien während der Schwangerschaft einzunehmen.

Unterschätzt: Risiko von Psychopharmaka während der Schwangerschaft

Schwangere Frau hält drei Arzneifläschchen mit Bachblüten vor den dicken Babybauch
Schwangere Frau mit Arzneifläschchen,Bachblüten © absolutimages - www.fotolia.de

Dass Alkohol und Nikotin bei Kindern bereits in der Schwangerschaft schwere Schäden anrichten kann, ist hinlänglich bekannt. Über die Wirkung psychotroper Substanzen in Medikamenten gibt es jedoch erstaunlich wenig Erkenntnisse.

Dabei hat eine Langzeitstudie der Universität Kopenhagen jetzt erschreckende Ergebnisse geliefert. Die Pharmakologen erhoben im Zeitraum zwischen 1998 und 2007 Daten von dänischen Kindern von der Geburt bis zum Alter von 17 Jahren. Über 400 verschiedene Symptome oder Folgeerkrankungen, unter anderem auch schwere Entzugssyndrome, konnten festgestellt werden. Diese gingen auf Psychostimulanzien, Antidepressiva und Antipsychotika zurück. Die Leiterin der Studie warnt vorm leichtfertigen Umgang mit Medikamenten während der Schwangerschaft.

Vorsicht mit Herz-Medikamenten während der Schwangerschaft - Absprache mit dem Arzt ein Muss

Schwangere Frau in grauem Sommerkleid sitzt beim Frauenarzt und erhält einen Blister mit Tabletten
Pregnant woman getting medicines © Photographee.eu - www.fotolia.de

Während der Schwangerschaft sollte jede Frau besonders darauf achten, welche Medikamente sie einnimmt. Da das Ungeborene während der Zeit im Bauch alle Nährstoffe von der Mutter bekommt, nimmt es auch Stoffe aus Medikamenten auf.

Herz-Medikamente wie etwa ACC-Hemmer dürfen in diesen neun Monaten dann nicht eingenommen werden. Die Gesundheit des Babys kann dadurch gefährdet werden. Die Entwicklung des Fötus kann auch durch Mittel gegen Bluthochdruck und Herzschwächen beeinträchtigt werden. Ärzte fordern daher alle Schwangeren eindringlich auf, alle Medikamente anzugeben, die sie vor der Schwangerschaft genommen haben.

Am Besten ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Frauenarzt und Hausarzt. Welche Medikamente für die Gesundheit der werdenden Mutter nötig sind, ob es Alternativen oder andere Dosierungen gibt, müssen die Ärzte entscheiden. Auf keinen Fall sollte eine Schwangere allein entscheiden. Nur die Fachärzte können die Gefahren für Mutter und Kind wirklich einschätzen.

Welche Medikamente bei Schwangeren wann erlaubt sind

Medikamente in der Schwangerschaft: auch bei pflanzlichen Mitteln ist Vorsicht geboten

Nahaufnahme bunte Pillen auf weißem Hintergrund
pills © Andrzej Tokarski - www.fotolia.de

Während einer Schwangerschaft sollte man so wenig wie möglich Schmerzmittel und Medikamente einnehmen. Dies gelte besonders für das erste Drittel der Schwangerschaft, da sich in dieser Zeit beim Embryo die Organe entwickeln, erläutert der Leiter des Institutes für Reproduktionstoxikologie, Dr. med. Wolfgang Paulus, vom Akademischen Lehrkrankenhaus an der Universität Ulm in "BABY und Familie", dem bekannten Apothekenmagazin.

Geeignete Schmerzmittel

Eine Schwangere sollte nicht eigenmächtig irgendwelche Medikamtente einnehmen. Paracetamol sei noch am ehesten als Mittel bei Schmerzen anwendbar, in Ausnahmefällen wären auch Ibuprofen und Diclofenac vertretbar. Eine Einnahme dürfe aber nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Dies aber auch nur für kurze Zeit. Nach der Schwangerschaftswoche 30 aber dann überhaupt nicht mehr.

Homöopathische Mittel ab Potenz D6 geeignet

Bedenkenlos einzunehmen seien Mittel aus der Homöopathie ab Potenz D6, die man jedoch nicht mit irgendwelchen pflanzlichen Mitteln verwechseln dürfe. Die Wirkstoffe dieser seien unter Umständen ziemlich stark und man wisse nicht, inwiefern sie eine Schwangerschaft beeinflussen könnten, da es hierfür keine konkreten Studien gebe, meinte Paulus.

Pflanzliche Mittel sollten deshalb von werdenden Müttern nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Haustiere

Katzen

Auch Haustiere können ein großes Risiko darstellen; Katzen können die so genannte Toxoplasmose, eine Infektionskrankheit, übertragen. Diese Infektionskrankheit wird von dem Parasiten Toxoplasma gondii hervorgerufen. Da die Toxoplasmose zu den Zoonosen zählt, ist eine Übertragung von Katze zu Mensch durchaus möglich, was sich vor allem auf das ungeborene Kind schädlich auswirken kann.

Nicht selten wird eine Hauskatze deshalb während einer Schwangerschaft weggegeben, um unnötige Gefahren zu vermeiden, was jedoch nicht immer nötig ist. Lebt die Katze bereits längere Zeit im Haushalt, ist es durchaus möglich, dass schon eine Toxoplasmose-Infektion erfolgt ist. Bei rund 40 Prozent der Bevölkerung besteht bereits eine Infektion mit Toxoplasmose, wodurch sich dann Antikörper bilden, die dem Parasiten entgegenwirken.

Beim Umgang mit Haustieren ist während der Schwangerschaft Vorsicht geboten
Beim Umgang mit Haustieren ist während der Schwangerschaft Vorsicht geboten

Um sich Klarheit zu verschaffen, wird empfohlen, die Katze tierärztlich auf eine akute Infektion zu untersuchen. Lässt sich keine Immunität nachweisen, sollte die Katze mindestens sechs Wochen lang in Pflege gegeben werden.

In diesem Zeitraum ist das Risiko einer Übertragung am größten. Besteht bei der Katze dagegen Immunität, muss sie während der Schwangerschaft im Haus bleiben und darf kein rohes Fleisch als Futter erhalten.

Außerdem gilt es, Kontakt mit dem Katzenklo zu vermeiden. Im Zweifelsfall kann die Schwangere auch einen speziellen Toxoplasmose-Suchtest an sich durchführen lassen.

Vögel

Zu Vögeln sollte ein enger Kontakt vermieden werden und andere Haustiere nur halten, wenn diese gesund sind.

Sport und Arbeit

Auch in der Schwangerschaft darf die Frau aktiv bleiben, aber Leistungssport muss vermieden werden. Bestimmte Sportarten wie beispielsweise Yoga und Schwimmen sind besonders gut geeignet. Überanstrengungen und schweres Tragen sollten vermieden werden.

Beruflich ist die werdende Mutter durch das Mutterschutzgesetz geschützt. So muss sie zum Beispiel Kontakt mit Lösungsmitteln meiden.

Regelmäßige körperliche Belastung schützt vor Schwangerschaftsdiabetes

Schwangere Frau mit zwei kleinen roten Kurzhanteln im Grünen
Pregnant. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de

Frauen, die vor ihrer Schwangerschaft regelmäßig körperlich aktiv sind, bekommen deutlich seltener einen Schwangerschaftsdiabetes als inaktive Frauen, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber.

Bis zu fünf Prozent aller Schwangeren entwickeln den so genannten „Gestationsdiabetes“ – eine zum Glück oft nach der Geburt wieder zurück gehende Zuckerkrankheit. Allerdings ist das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft dadurch erhöht.

Eine amerikanische Studie wies nun nach, dass aktive Schwangere, die beispielsweise viele Wege zu Fuß zurücklegen, effektiv vorbeugen.

Schlauere Kinder durch Sport während der Schwangerschaft?

Sportliche Frau mit Sonnenbrille, die Straße hoch joggend
Woman Running © Photoroller - www.fotolia.de

Anhand einer Studie mit Mäusen haben Hirnforscher aus Berlin herausgefunden, dass die weit verbreitete Meinung, dass man sich während der Schwangerschaft schonen muss, nicht stimmen muss. Trächtige Mäuse, die sich viel bewegten, brachten schlaueren Nachwuchs hervor. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich diese Erkenntnisse auch auf den Menschen übertragen lassen. Allerdings sollten es schwangere Frauen mit dem Sport auch nicht übertreiben.

Doch Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen seien für Schwangere sinnvoll. Empfohlen wird, dies zwei bis drei Mal in der Woche für 15 bis 30 Minuten durchzuführen. Dann besteht auch eine gute Chance, dass sich nicht nur das Wohlempfinden der Mutter, sondern auch der IQ des Kindes erhöht.

Bewegung tut gesunden Schwangeren gut

Junges Paar beim Walken am Strand
trendsport © Kalle Kolodziej - www.fotolia.de

Nur 16 Prozent der Schwangeren bleiben im Sportverein oder Fitnessstudio aktiv, berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie unter Berufung auf eine Internet-Umfrage der Sporthochschule Köln. Die meisten Schwangeren trauen sich nicht mehr zu als Spazierengehen oder Radeln.

Ein Fehler, sagen erfahrene Sportmediziner. Denn Bewegung tut gesunden Schwangeren gut und kann Probleme wie Rückenschmerzen und schwere Beine lindern. Ihr Rat: Keine übertriebenen Ängste, sondern dem eigenen Gefühl vertrauen. Dazu gehört aber auch aufzuhören, wenn der Körper sagt: „Ich brauche eine Pause.“

Lärm und Haarbehandlungen

Laute Musik, etwa bei einem Rockkonzert, kann dem Kind schaden. Haarefärben und Dauerwelle sind Chemiekeulen und schwermetallhaltig, darauf sollte man in der Schwangerschaft besser verzichten.

Alles was eine Verletzungsgefahr darstellen könnte, sollte die werdende Mutter lieber lassen. Vorrang hat in dieser Zeit, die Gesundheit der Schwangeren und die gesunde Entwicklung des Kindes. Im Zweifelsfall kann man immer einen Arzt oder eine Hebamme um Rat fragen.

Sex

Auf Geschlechtsverkehr muss man auch während der Schwangerschaft nicht verzichten, solange es Spaß macht. Treten allerdings vorzeitige Wehen, Blutungen oder andere Beschwerden auf, muss ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Sex ist auch in den letzten Schwangerschaftswochen erlaubt

Paar beim Sex auf dem Bett, Fokus liegt auf den ineinander gefalteten Händen
Young couple making love in bed focus on hand © marchsirawit - www.fotolia.de

Geschlechtsverkehr in den letzten Wochen der Schwangerschaft löst die Geburt nicht früher aus, berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie.

Da im Sperma Prostaglandin enthalten ist, das die Wehen fördern kann, wird Hochschwangeren oft Enthaltsamkeit empfohlen. Der amerikanische Gynäkologe Jonathan Schaffir von der Ohio-State-University überprüfte dies nun in einer Studie mit 93 Schwangeren und fand keinen Zusammenhang. Sex führte nicht zu einem früheren Geburtsbeginn.

Im Gegenteil: Diejenigen, die in der Woche vor der Geburt mit ihrem Partner schliefen, entbanden im Schnitt sogar etwas später.

Pause für Oralsex während einer Schwangerschaft

Wer einmal Lippenherpes hatte, der weiß: "Den werde ich nie wieder los." Und er hat Recht. Zwar verschwindet der Herpes bei einem Ausbruch nach einiger Zeit von der Oberfläche, die Viren jedoch bleiben ein Leben lang im menschlichen Körper - bereit, bei jeder Schwächung des Immunsystems erneut in Erscheinung zu treten.

Werdende Mütter und ihre Partner, die zu eben genannten Betroffenen zählen, sollten deswegen aus Liebe zu ihrem Kind bis nach der Geburt auf Oralverkehr verzichten. Zwar können die in einem solchen Falle infizierten Stellen dem Kind im Mutterleib noch keinen Schaden zufügen, jedoch sind schwerwiegende Konsequenzen, die sich während der Geburt und der damit einhergehenden Infektion ergeben, nur durch einen Kaiserschnitt zu vermeiden.

Hausarbeit

Viele Gefahren lauern bei der Hausarbeit. Dies gilt im Normalzustand genauso wie in der Schwangerschaft. Ist die Schwangere gesund, kann sie ihre gewohnten Tätigkeiten im Haushalt verrichten, ohne dass das Baby darunter leidet.

Auf den Körper achten

Wichtig ist dabei, die richtige Körperposition einzunehmen. Das heißt, dass sich die Schwangere stets mit geradem Rücken und gebeugten Knien bückt. Durch das richtige Beugen sowie streckende Bewegungen ist es sogar möglich, die Gelenke zu entlasten. So kann zum Beispiel das Aufhängen von Gardinen nach dem Waschen eine ausgezeichnete Entspannungsübung sein.

Grundsätzlich wird jedoch empfohlen, die meisten Tätigkeiten im Sitzen vorzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel Bügeln.

Bügeln und andere stehende Hausarbeiten sollte man möglichst im Sitzen verrichten
Bügeln und andere stehende Hausarbeiten sollte man möglichst im Sitzen verrichten

Durch das Stehen kommt es zum Absacken von einem Übermaß an Blut. Während der Schwangerschaft ist jedoch die Festigkeit der Blutgefäße nicht mehr so hoch, wodurch sich das Risiko von Wassereinlagerungen in den Füßen erhöht. Außerdem kann es zu Schwindelgefühlen kommen.

Heben von schweren Lasten

Ein weiterer Risikofaktor in der Schwangerschaft ist das Heben von schweren Lasten. Darunter versteht man Gegenstände, die schwerer als fünf Kilogramm sind. So werden die Gelenke im Laufe der Schwangerschaft aus hormonellen Gründen immer elastischer, wodurch sich die Gefahr einer Überdehnung erhöht, wenn die Schwangere schwere Lasten trägt.

Außerdem kommt es durch das Heben und Tragen zu starken Belastungen des Beckenbodens. Die Folgen davon sind oft erst im späteren Lebensabschnitt spürbar.

Dazu zählen eine Senkung der Gebärmutter sowie Blasenschwäche. Auch das Herz der schwangeren Frau strengt sich durch das Heben von schweren Lasten mehr an, weil es im Zeitraum der Schwangerschaft größere Blutmengen in den Organismus und die Plazenta pumpt.

Nicht auf Leitern und Stühle steigen

Eine hohe Gefahrenquelle für schwangere Frauen stellen Stürze von einem Stuhl oder einer Leiter dar. Im Verlauf der Schwangerschaft kommt es zu Veränderungen des Körpergefühls, wodurch wiederum leichter Unfälle passieren.

Aus diesem Grund sollten werdende Mütter nicht auf Stühle oder Leitern steigen. In der Schwangerschaft verschiebt sich der Schwerpunkt des Körpers in die vordere und obere Richtung, was Veränderungen am Balancegefühl zur Folge hat.

Vorsicht bei Umbauten

Während der Schwangerschaft wird normalerweise bereits das Kinderzimmer eingerichtet. Die Schwangere sollte dabei jedoch auf Tätigkeiten wie Möbelrücken oder das Anstreichen des Raums verzichten.

So befinden sich in den Farben Lösungsmittel, die sich oft schädlich auf das ungeborene Kind auswirken. Auch von einer Renovierung der Wohnung durch die Schwangere ist während der Schwangerschaft abzusehen.

Gartenhandschuhen
Auch bei kleineren Gartenarbeiten besser Handschuhe anziehen

Auf anstrengende Gartenarbeit verzichten

Anspruchsvolle Gartenarbeit ist während der Schwangerschaft tabu. Bei kleineren Tätigkeiten ist es wichtig, sich dabei Handschuhe überzuziehen. So besteht im Garten zum Beispiel die Gefahr einer Toxoplasmoseinfektion durch Katzenkot.

Keine Gefahr durch Putzen

Obwohl man es vielleicht vermuten würde, wirkt sich Putzen oder das Wischen des Fußbodens normalerweise nicht negativ auf die Schwangerschaft aus und strengt lediglich den Rücken an. Folgende Punkte sollten dennoch beachtet werden:

  • Wichtig ist, dass die Schwangere eine gerade Haltung beim Putzen einnimmt und sich beim Wischen oder Fegen des Bodens sowie beim Staubsaugen nicht nach vorne beugt
  • Es empfiehlt sich, stets nur einen Raum zu reinigen, um schwere Haushaltsgeräte nicht in das nächste Zimmer transportieren zu müssen
  • Um das Bücken beim Fegen zu vermeiden, kann auch eine Kehrschaufel, die mit einem langen Stiel ausgestattet ist, verwendet werden
  • Der Wassereimer zum Wischen sollte während der Schwangerschaft nicht zu voll sein, damit er kein allzu schweres Gewicht aufweist
Putzmittel

Kein Grund zur Sorge besteht bei der Verwendung von normalen Haushaltsreinigern. Von Experimenten mit unbekannten Mitteln wird jedoch abgeraten.

Als Gefahrenquellen für das Baby gelten industrielle Reinigungsmittel, weil sie aggressiver sind. Diese kommen in der Regel in Großküchen zur Anwendung und werden von Reinigungsfirmen benutzt. Auch auf Produkte, die mit Warnhinweisen auf ihre Toxizität versehen wurden, sollte man verzichten.

Gefahren beim Putzen erkennen und vermeiden
Gefahren beim Putzen erkennen und vermeiden

Einkaufen

Zum Führen des Haushalts gehört auch das Einkaufen. Um schweres Heben oder Tragen von größeren Lasten zu vermeiden, ist das Bestellen und Liefern lassen der Einkäufe natürlich die beste Lösung.

Wer das nicht kann, verlegt die großen Einkäufe am besten auf den Abend oder Samstag und nimmt sich den Partner oder eine Freundin als Unterstützung mit. Lässt sich das selbstständige Einkaufen nicht vermeiden, gilt es, das Gewicht gleichmäßig auf zwei Taschen oder Tüten zu verteilen.

Pärchen kauft Gemüse im Supermarkt
Bei schweren Lebensmitteleinkäufen im Supermarkt hilft am besten der Partner

Kinder

Ist bereits ein Kind vorhanden, kann dieses der schwangeren Mutter helfen, wenn es bereits alt genug ist. Sehr kleine Kinder müssen hin und wieder auf den Arm genommen werden. Dabei sollte die schwangere Mutter sich nicht vornüber beugen und ihren Rücken gerade halten.

Das Kind wird an der Hüfte abgestützt, sodass seine Beine nach außen zeigen. Auf diese Weise lassen sich Tritte gegen den Bauch vermeiden.

Fetales Alkoholsyndrom: Wie Alkohol in der Schwangerschaft das Leben der Kinder für immer verändert

Auch ein geringer Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind zu einer Entwicklungsstörung führen

Nahaufnahme Babybauch, Schwangere hält Glas Bier in der Hand
Young pregnant woman holding glass of beer © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Alle Schwangeren bekommen es im Freundes- und Familienkreis gesagt und auch der Frauenarzt betont es immer wieder: Während der Schwangerschaft sollte jeder Alkoholkonsum ein striktes Tabu sein. Das Ungeborene kommt sonst mit dem Alkohol in Kontakt und Studien haben gezeigt, dass bereits ab der dritten Woche nach der Befruchtung eine Schädigung zu befürchten ist. Die Kinder leiden später ein Leben lang unter dem Fehlverhalten der Mutter während der Schwangerschaft.

Jährlich 12.000 Neugeborene mit FASD allein in Deutschland

Doch alkoholkranke Schwangere können oft das Trinken nicht einstellen und selbst ansonsten gesunde Frauen folgen dem Irrglauben, dass gelegentlich ein Glas Wein doch nicht so schlimm sein kann. Die Folge sehen Ärzte in jedem Krankenhaus: Jedes Jahr werden allein in Deutschland 12.000 Neugeborene mit FASD diagnostiziert. Die Abkürzung steht für das Englische "Fetal Alcohol Spectrum Disorder" und kann mit "Fetale Alkohol Spektrum Störung" übersetzt werden.

Man unterscheidet dabei einen eher moderaten Verlauf (auch "Teilsyndrom" genannt) und eine schwere Störung, oft FAS abgekürzt. In beiden Fällen hat der Alkohol im Mutterleib die Reifung des Kindes beeinflusst und schlägt sich nach der Entbindung in einer Entwicklungsstörung des Gehirns nieder.

Verhaltensauffälligkeiten und körperliche Veränderungen durch FASD

Rein körperlich sehen die Jungen und Mädchen mit "Teilsyndrom" ganz gesund aus, doch ihr Gehirn ist vergleichsweise unterentwickelt. Das führt bereits in früher Kindheit zu Problemen beim Spracherwerb und zu Verhaltensauffälligkeiten. Betroffene neigen zur Aggressivität und werfen beispielsweise bei harmlosen Meinungsverschiedenheiten bereits mit Gegenständen oder schlagen und treten.

Betroffene Kinder mit starker Alkoholschädigung fallen auch durch körperliche Veränderungen auf. Oft ist die Oberlippe extrem schmal und die Lidspalte sehr kurz.

Die Verhaltensauffälligkeiten sind meist noch stärker als beim Teilsyndrom und machen das Zusammenleben mit der Familie und das Lernen in der Schule sehr schwer. Manchmal sind einfache Dinge wie die Körperpflege nur durch die Hilfe von Pflegern machbar.

Fetales Alkoholsyndrom: Bluttest der werdenden Mutter könnte eine frühe Diagnose ermöglichen

Ein neuer Test soll es bald ermöglichen, das Krankheitsbild bereits vor der Geburt eindeutig zu identifizieren

Schwangere Frau hält Glas mit Wein in der Hand
bad unhealthy pregnancy © detailblick - www.fotolia.de

Das fetale Alkoholsyndrom betrifft Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft nicht auf Alkohol verzichteten. Durch die Plazenta kommen sowohl der Alkohol selbst als auch seine Abbauprodukte mit dem Fötus in Kontakt. Das kann zu Entwicklungsverzögerungen führen, bei steigender Alkoholmenge aber auch zu psychischen Behinderungen und körperlichen Einschränkungen.

Komplizierte Diagnostik

Die schädlichen Veränderungen finden vorgeburtlich statt, weshalb Forscher schon seit längerer Zeit nach einem Weg suchen, das fetale Alkoholsyndrom frühestmöglich zu erkennen. Bisher ist die Diagnose erst nach der Geburt sicher möglich. Die betroffenen Kinder zeigen typische Veränderungen im Gesicht. Dazu zählen:

Allerdings weichen die Gesichtszüge unterschiedlich stark von der Norm ab, weshalb Ärzte besonders auf körperliche und geistige Fehlentwicklungen achten müssen. Diese allerdings zeigen sich oft erst mit den späteren Lebensjahren und zu diesem Zeitpunkt denken viele nicht mehr an das fetale Alkoholsyndrom.

Abhilfe durch Bluttest

Ein neuer Test soll es bald ermöglichen, das Krankheitsbild bereits vor der Geburt eindeutig zu identifizieren. Die Untersuchung ist für Mutter und Kind harmlos, denn es muss lediglich eine Blutprobe der Schwangeren entnommen werden. Für ihre Studie durften die US-Forscher 68 Blutproben von Frauen nutzen, denen aus verschiedenen Gründen im zweiten oder letzten Schwangerschafsdrittel eine Blutprobe entnommen worden war. Die Kinder waren inzwischen zwischen sechs Monaten und einem Jahr alt.

Jede mütterliche Blutprobe wurde auf insgesamt 752 verschiedene MicroRNA untersucht und die Frauen zusätzlich zu ihrem Alkoholkonsum während der Schwangerschaft befragt. Man fand elf MicroRNA, die bei Müttern vermehrt vorhanden waren, wenn die Kinder Entwicklungsstörungen zeigten und die Frauen offen einen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft angegeben hatten. Nun soll in einer größer angelegten Studie geklärt werden, ob ein Bluttest auf diese elf MicroRNA zum fetalen Frühtest werden kann.

USA: Fast jede vierte Schwangere greift zur Zigarette

Laut einer Studie der New Yorker Columbia University mit rund 1.500 werdenden Müttern greifen rund 22 Prozent der Schwangeren in den USA während der Schwangerschaft zur Zigarette.

Ein ähnlicher Trend ist in Deutschland zu beobachten. Hierzulande rauchen zwei von drei Raucherinnen während der Schwangerschaft weiter. Vor allem sind es Frauen mit psychischen Problemen und Frauen ohne festen Partner, die regelmäßig zum Glimmstengel greifen.

Schon geringe Mengen Alkohol in Schwangerschaft schädlich

Im ersten Trimenon sollte laut Studie gänzlich auf Alkohol verzichtet werden. Wissenschaftler stellten fest, dass schon geringe Mengen Alkohol während der Schwangerschaft zu Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern führen.

Bislang konnte nur bewiesen werden, dass Folgeschäden bleiben, wenn der Konsum bei mehr als ein bis zwei Gläsern Bier oder Wein täglich liegt. In der Studie wurden mehr als 9.000 junge Mütter befragt. Das Testresultat ihrer Kinder im Alter von 4, 7 und 9 Jahren zeigte, dass bei Mädchen im Alter von vier Jahren rund 37 Prozent mehr verhaltensauffällig waren als bei "Abstinenzlern".

USA: 287 giftige Stoffe sind im Durchschnitt im Körper von ungeborenen Babys

In den USA wurde von einer Umweltarbeitsgruppe ein Bericht erstellt, wobei die Körper von ungeborenen Babys auf giftige Stoffe mittels des Blutes aus der Nabelschnur untersucht wurden. Dabei ergab sich, dass ein ungeborenes Baby im Durchschnitt 287 giftige Stoffe hat, wie zum Beispiel Quecksilber und Schädlingsbekämpfungsmittel. Von den festgestellten Stoffen können auch 180 Krebs verursachen. 217 Gehirn schädigende Stoffe gibt es und 208 können Geburtsschäden nach sich führen.

Wenn jemand Beweise für die Umweltverschmutzung durch Industriechemikalien haben wolle, so sollte man sich, laut Louise Slaughter, den Bericht durchlesen.

Risiken für das Kind selbst bei geringem Alkoholkonsum der schwangern Mutter

Null Promille – so lautet die Empfehlung britischer Wissenschaftler für Schwangere. Die Forscher stellten fest, dass selbst Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft nur geringe Mengen Alkohol tranken, häufiger verhaltensauffällig sind, berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie.

Der Effekt zeigte sich vor allem bei Mädchen, die im Vergleich zu Jungen seltener unter emotionalen Störungen oder Hyperaktivität leiden. In der Gruppe der Mütter, die weniger als ein knappes Glas Wein oder Bier pro Woche tranken, entwickelten 37 Prozent mehr Töchter Verhaltensauffälligkeiten als in der Gruppe abstinenter Frauen.

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft schadet jedes Jahr rund 10.000 Babys

Nahaufnahme Babybauch, Schwangere hält Glas Wein und Zigarette in der Hand
Young pregnant woman holding wine and cigarette © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Pro Jahr leiden etwa 10.000 Babys an den Folgen des Alkoholgenusses ihrer Mütter. Dies gab die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, bekannt.

Rund 4.000 Babys erleiden geistige sowie körperliche Behinderungen, sie erkranken an dem fetalen Alkoholsyndrom FASD. Etwa 2.000 Babys pro Jahr kommen mit dem Down-Syndrom zur Welt.

Hinweise auf Flaschen sollen vor möglichen Schäden warnen. Selbst in geringen Mengen kann Alkohol während der Gravidität zur körperlichen Schädigung des Kindes führen und Hyperaktivität hervorrufen. Viele Frauen stellen ihr Trinkverhalten in der Schwangerschaft zwar um, doch nicht wenige behalten ihren Alkoholkonsum bei. Laut Bätzing sei der Verzicht auf Alkohol während der Schwangerschaft wichtig und notwendig.

Rauchen vor und während der Schwangerschaft unterlassen

Wer raucht und noch keine Kinder hat, aber welche haben möchte, sollte schnellstmöglich damit aufhören. Die Chance bei rauchenden Frauen und auch Männern wird erheblich gemindert oder gar verhindert.

Nikotin schädigt zum Beispiel die Spermien des Mannes. Auch sollte beide Elternteile in der während der Schwangerschaft nicht mehr zur Zigarette greifen. Das Passivrauchen kann bei dem Embryo zu Missbildungen, zu geringem Gewicht oder auch mangelhafter Ernährung führen.

Mit Therapiekursen möchten Frauenärzte Eltern oder auch Müttern helfen sich das Rauchen abzugewöhnen.

Frauen, die schwanger werden wollen, verändern ihren Genussmittelkonsum kaum

In der Studie führten Frauen, die schwanger werden wollten, ein ganzes Jahr lang ein Genussmitteltagebuch

Schwangere Frau mit Zigarette und Alkohol in den Händen
careless pregnancy © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "American Journal of Obsterics & Gynecology" ist eine Studie der National Institutes of Health aus den USA zu lesen, die zeigt, wie wenig Frauen ihre Lebensgewohnheiten ändern, wenn sie schwanger werden wollen.

Frauen mit Kinderwunsch führen Genussmitteltagebuch

In der Studie hatte man Frauen zwischen 18 und 34 Jahren gebeten, ein Genussmitteltagebuch zu führen. Alle Frauen hatten den Wunsch schwanger zu werden und alle wollten ihren Genussmittelkonsum zurückfahren. Als Genussmittel wurden

gewertet.

94 Prozent der Teilnehmerinnen tranken Kaffee oder Cola. 84 Prozent konsumierten regelmäßig Alkohol und 17 Prozent rauchten.

Die Frauen schrieben ihr Tagebuch über 12 Menstruationszyklen, also ein Jahr lang. Sie durften damit auch vorher aufhören, wenn sie schwanger wurden.

Frauen ändern kaum etwas an ihren Lebensgewohnheiten

Während dieses Beobachtungsjahres wurden 73 Prozent der Frauen schwanger und das, obwohl sie an ihren Lebensgewohnheiten fast nichts veränderten.

Lediglich beim Kaffee ging der tägliche Verbrauch um durchschnittlich eine halbe Tasse zurück. Beim Alkoholkonsum veränderte sich nichts. Und die Raucherinnen reduzierten das Qualmen erst nach sechs Monaten ohne Schwangerschaft ein wenig.

Erhöhtes Risiko für eine bipolare Störung beim Nachwuchs durch Rauchen in der Schwangerschaft

Amerikanische Forscher fanden heraus, dass durch das Rauchen während einer Schwangerschaft auch das Risiko für eine bipolare Störung später bei den Kindern erhöht wird. Schon länger hatte man auch einen Zusammenhang zwischen dem geringeren Geburtsgewicht und dem Rauchen festgestellt, aber auch die Gefahr von späteren Aufmerksamkeitsproblemen.

Psychische Erkrankung durchs Rauchen

Nun kommt zusätzlich noch das Risiko für diese schwere psychiatrische Krankheit dazu. Das Krankheitsbild spiegelt sich in einer starken Stimmungsschwankung zwischen einer Depression und Euphorie wider.

Bei ihrer Studie stellten die Forscher ein um das Doppelte erhöhte Risiko für diese Erkrankung bei den späteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen fest, wenn die Mütter während der Schwangerschaft rauchten. Aber zusätzlich können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, so beispielsweise familiäre, wie die Forscher erklären.

Schadstoffe im Haushalt

Quecksilber in Energiesparlampen

In älteren Fieberthermometern sowie in Energiesparlampen ist oft Quecksilber vorhanden. Kommt es zum Bruch der Lampe oder des Thermometers, ist Vorsicht geboten. So sollte die Schwangere den betreffenden Raum umgehend verlassen, da die austretenden Stoffe giftig sind und Nieren und Leber in Mitleidenschaft ziehen können.

Blei

Blei in den eigenen vier Wänden kann ebenfalls eine Gefahrenquelle in der Schwangerschaft bedeuten. Mitunter ist sogar das Trinkwasser belastet. Um sicherzugehen, lassen sich beim Gesundheitsamt oder den Stadtwerken Informationen über die Wasserqualität einholen.

Besteht tatsächlich eine höhere Bleibelastung im Trinkwasser, empfiehlt sich eine Erneuerung der Wasserleitungen. Um den Bleigehalt zu verringern, darf nur kaltes Wasser zum Kochen und Trinken verwendet werden.

So kommt es durch heißes Leitungswasser zu einer vermehrten Freisetzung des schädlichen Bleis. In den meisten Regionen und Haushalten ist das Trinkwasser jedoch absolut unbedenklich.

Chemische Mittel gegen Insekten

Mitunter nisten sich im Haushalt unangenehme Untermieter wie Küchenschaben oder Ameisen ein. Um diese wieder zu vertreiben, greift man nicht selten auf chemische Insektenbekämpfungsmittel zurück. Werden in der Nachbarschaft Insekten mit Pestiziden bekämpft, sollte sich die Schwangere erst wieder nach draußen begeben, wenn sich die Gerüche der Mittel verflüchtigt haben. Wer sich im Haus befindet, kann solange die Fenster schließen.

Müssen die Pestizide in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommen, ist es wichtig, sämtliche Küchen- und Kleiderschränke vorher abzudichten. Auf diese Weise können sich die schädlichen Chemikalien nicht an den Textilien oder dem Geschirr ablagern.

Außerdem sollte gründlich gelüftet werden. In den behandelten Räumen gilt es, die Flächen konsequent abzuwischen. Grundsätzlich wird in der Schwangerschaft die Anwendung von natürlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln, wie zum Beispiel Insektenfallen, empfohlen.

Fazit

Prinzipiell sollte die schwangere Frau auf ihr Gefühl vertrauen. Dieses hilft ihr bei der Feststellung, was gut und was schädlich für sie und ihr Baby ist.

Generell ist es ratsam, während der Schwangerschaft stets ausreichend Ruhepausen einzulegen. Darüber hinaus kann auch der Partner zur Entlastung der werdenden Mutter einige Aufgaben im Haushalt übernehmen, wodurch er seinen Anteil am Wohl des Kindes beisteuert.

Stress im Mutterleib durch zuviele Reize von außerhalb

Embryo in Gebärmutter
baby2 © ingenium-design.de - www.fotolia.de

Bereits im Mutterleib durchleben wir eine intensive Lernphase. Die kalifornische „Prenatal University“ bietet deshalb anspruchsvolle musikalische und mathematische Lernprogramme für Ungeborene an. Auch viele Japanerinnen folgen diesem Trend bereits.

Das ist Reizüberflutung im Mutterleib, kritisieren Experten. „Sie hat vor allem einen Effekt: Sie weckt das ungeborene Kind auf – und stört es beim Lernen“, zitiert das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau Professor Bill Fifer von der New Yorker Columbia University. Die meisten Sinnesentwicklungen entstünden über ein von der Natur vorgegebenes automatisches Lernprogramm: Wenn Mutters Magen gurgelt oder ihre Adern pulsieren, stimuliert dies beispielsweise das noch unfertige Gehör. Ein Rempler an der Bauchwand schärft den Tastsinn, das Fruchtwasser reizt zum ersten Schmecken.

„Normalerweise herrscht im Uterus genau das richtige Maß an Anregung, die das Kind braucht“, kommentiert der Göttinger Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther.

Späte Mütter sind Musterschwangere

Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch
pregnant lady © memo - www.fotolia.de

"Späte Mütter", die ihre Kinder erst in einem Alter jenseits 35 bekommen, gelten als Musterschwangere. Die allermeisten nehmen alle ärztlichen Kontrolltermine wahr, leben gesund, nehmen ihre Schwangerschaft bewusst und entspannt wahr, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Darum haben ältere Schwangere "genau so gute Chancen, gesunde Kinder zu bekommen, wie jüngere Frauen, wenn sie medizinisch optimal betreut werden", sagt Professor Ernst Rainer Weissenbacher, Gynäkologe und Spezialist für die Betreuung von Spätgebärenden und Risikoschwangerschaften am Universitätsklinikum München Großhadern. Dadurch können die tatsächlich vorhandenen höheren Risiken gut kompensiert werden.

Seit Mitte der 80er Jahre hat sich die Zahl der späten Erstgebärenden verdreifacht. Heute wird etwa jedes fünfte Baby von einer Frau über 35 Jahren geboren.

Schwangerschaftshormon bremst den Darm

Anatomie - Grafik des menschlichen Darms mit rotem Fadenkreuz
bauchschmerzen © sebastian kaulitzki - www.fotolia.de

Eine der häufigsten Störungen in der Schwangerschaft ist die Darmträgheit. Das Problem hat natürliche Ursachen: Das Schwangerschaftshormon Progesteron stellt die Gebärmutter bis zur Geburt ruhig.

Unliebsamer Nebeneffekt: Auch Magen und Darm werden gebremst. Werdende Mütter sollten also davon ausgehen, dass die Darmträgheit nicht krankhaft ist, sondern zur Schwangerschaft gehören kann.

Die Apothekenzeitschrift BABY und die ersten Lebensjahre rät den Schwangeren deshalb, ihre Ernährung auf die besonderen Umstände einzustellen: Viel trinken, reichlich Ballaststoffe essen. Viel Obst und Gemüse sollten selbstverständlich sein. Wenn es der nüchterne Magen mitmacht, kann morgens ein verdauungsfördernder Sauerkraut- oder Artischockensaft helfen. Aber auch ein Glas Mineralwassser oder Fruchtsaft am Morgen sind nützlich.

Manchmal jedoch müssen Schwangere zusätzlich zu Füll- und Quellstoffen wie Leinsamen oder Flohsamen greifen. Ganz wichtig dabei: Diese Mittel mit sehr viel Flüssigkeit einnehmen. Sonst wird die Verstopfung gefördert statt verhindert.

Stress in der Schwangerschaft erhöht Allergierisiko

Schwangere Frau im Büro am Notebook guckt gestresst
Pregnant woman at work with laptop looking stressed © Monkey Business - www.fotolia.de

Schwangere sollten mit Hilfe von Entspannungsübungen versuchen, den vielleicht erhöhten Stresspegel zu senken, damit sich dieser nicht auf ihr ungeborenes Kind überträgt.

Eine durchgeführte Studie der Harvard Medical School belegt, dass der übertragene Stress später Auswirkungen auf die Allergieanfälligkeit der ungeborenen Kinder haben könnte. Der Bundesverband der Pneumologen hat erneut auf diese Studie hingewiesen, da es zu Spätfolgen wie Asthma und Allergien kann, wenn bestimmte Antikörper in erhöhter Konzentration nachgewiesen werden können.

Durch Yoga kann man versuchen in der Schwangerschaft Ruhe zu finden und sollte vermeiden sich sozialem Stress auszusetzen oder auch zu versuchen keine Sorgen zu machen.

Höheres Asthma-Risiko für das ungeborene Kind durch den Verzehr von Nüssen

Korbschale mit Auswahl an verschiedenen Nüssen
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Frauen sollten während der Schwangerschaft keine Nüssen essen, weil dadurch das Asthma-Risiko für das ungeborene Kind steigt.

Forscher der Universität Utrecht haben die Essgewohnheiten von 2800 Frauen während der Schwangerschaft über 8 Jahre hinweg ermittelt und ausgewertet. Als Ergebnis stellten sie fest, dass das Asthma-Risiko bei den Kindern, deren Mütter täglich Nüsse gegessen hatten, um 50 Prozent höher lag, als bei den anderen Kindern, deren Mütter keine oder nur selten Nüsse aßen.

Die Forscher vermuten, dass dafür bestimmte Allergene in Nüssen verantwortlich sind. Sie haben auch andere Lebensmittel, wie beispielsweise Obst, Fisch, Eier und Gemüse dabei mit untersucht, aber diese hatten keinerlei Auswirkungen auf das Asthma-Risiko.

Für eine allgemeine Warnung ist aber noch zu früh, wie die Forscher sagen, denn dafür müssten noch weitere Studien gemacht werden.

Im Fachmagazin "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" sind die obigen Ergebnisse veröffentlicht.

Wenn schwangere Frauen viel Gemüse essen, werden die Kinder gegen Diabetes Typ 1 geschützt

Schwangere Frau liegt auf Bett und isst Salat
Pregnant woman in bed eating salad © anna - www.fotolia.de

Wie das Apothekenmagazin "Baby und Familie" schreibt, schützen schwangere Frauen ihr Ungeborenes vor dem Diabetes Typ 1, wenn sie in der Schwangerschaft viel Gemüse essen. Dies haben schwedische Wissenschaftler bei Untersuchungen von fünfjährigen Kindern herausgefunden.

Von den untersuchten Kindern waren etwa drei Prozent an Diabetes erkrankt oder wiesen hohe Risikofaktoren auf. Das Risiko war bei den Kindern, deren Mütter wenig Gemüse gegessen hatten, doppelt so hoch als bei den anderen Kindern.

Stress in der Schwangerschaft begünstigt Asthma und Allergien bei den Babys

Schwangere Frau hält sich den Rücken und hat Schmerzen, Kinesio-Tape zur Linderung
Hebamme taped schwangerer Frau Kinesio-Tape © Kzenon - www.fotolia.de

Die amerikanische Harvard Medical School in Boston hat in einer Studie festgestellt, dass stressige Schwangerschaften bei den Kindern Asthma und Allergien begünstigen können. Demnach wird das Immunsystem der Föten sehr stark belastet, wenn die Mütter einen stressigen und anstrengenden Lebenswandel haben.

557 Familien wurden nach ihrem familiären Umfeld und der finanziellen Lage sowie nach der Sicherheit der Lebensräume und anderen Stressfaktoren befragt. Danach wurden die Immunzellen aus dem Nabelschnurblut der Föten auf verschiedene Allergene getestet. Die Stoffe lösten bei jenen Kindern, die in einem instabilen Umfeld ausgetragen wurden, deutlich heftigere Reaktionen aus, als bei denen, die ruhiger aufwuchsen.

Vorsorge und eine gesunde Lebensweise ist den meisten Schwangeren sehr wichtig

Knapp 96 Prozent der Schwangeren nehmen alle vom Arzt empfohlenen Untersuchungen wahr

Ärztin macht Ultraschalluntersuchung bei schwangerer Frau
Pregnant woman getting ultrasound from doctor © Monkey Business - www.fotolia.de

Deutschlands Mütter sind sehr gewissenhaft, was die eigene Gesundheit und die des ungeborenen Kindes angeht. Eine Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Baby und Familie" zeigte, dass fast alle Schwangeren die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und mit der Betreuung ihres Arztes zufrieden waren.

Die Ergebnisse im Detail

Insgesamt 309 Mütter wurden zu ihren Schwangerschaften befragt. 95,8% von ihnen gaben an, dass sie jegliche Vorsorgeuntersuchungen, die von ihren Krankenkassen angeboten wurden, wahrgenommen haben. Einige haben sich sogar selbst noch um zusätzliche Vorsorgen gekümmert. So ließen sich 62,1% auf Toxoplasmose testen, 61,8% auf Schwangerschaftsdiabetes und 41,7% ließen regelmäßig ihren pH-Wert kontrollieren, um einer Frühgeburt vorzubeugen.

Mit der ärztlichen Betreuung während der Schwangerschaft waren auch die meisten zufrieden. Für 63,4% hätte die Betreuung nicht besser sein können und 31,4% waren weitestgehend zufrieden. Lediglich 5,2% fanden ihre Betreuung nicht zufriedenstellend.

Auch auf gesunde Ernährung wird geachtet

Auch in Sachen Ernährung achten die meisten Schwangeren auf gesunde und ausgewogene Kost. 40,5% der Befragten haben sich besonders während der Schwangerschaft gesund ernährt, 24,3% der Mütter achten generell immer auf die richtige Ernährung.

Schonende Schwangerschaftsvorsorge für ältere Mütter

Junge Frau beim Ultraschall in Behandlungsraum beim Arzt
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In Deutschland werden Frauen immer später Mütter. Bereits ein Viertel der Schwangeren ist über 35 Jahre alt, wie Prof. Eberhard Merz von der Fetal Medicine Foundation Deutschland erklärt. Er selbst ist in einer Frauenklinik tätig. Die Ärzte mahnen jetzt, dass ein Wandel in den Umständen der Schwangerschaft auch zu einer anderen Vorgehensweise in der Schwangerschaftsvorsorge führen sollte.

So wird auch älteren Müttern fast immer eine Fruchtwasseruntersuchung vorgeschlagen, mit der genetische Krankheiten beim Kind frühzeitig erkannt werden können. Diese birgt allerdings gewisse Risiken, zum Beispiel eine Verletzung der Fruchtblase. Beim nicht-invasiven Eingriff des Screenings können allerdings gleichermaßen verlässliche Ergebnisse lediglich durch eine Kombination aus Ultraschall und Blutwerten ermittelt werden.

Weniger Frühgeburten durch neues Betreuungsprogramm während der Schwangerschaft

Umfangreiche Informationen eines Betreuungsprojekts führen zur verringerten Frühgeburtenanzahl

Bunte Buchstaben auf weißem Hintergrund, das zweite B von Baby wird gerade dazugestellt
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Übergewicht, Stress, ein hohes Alter und Diabetes können während der Schwangerschaft dazu führen, dass das Baby zu früh auf die Welt kommt. Laut Statistiken ist die Rate an Frühgeburten in Industrieländern in den letzten Jahren um 30 Prozent gestiegen, allein in Deutschland werden zehn Prozent der Babys vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren.

Nützliche Tipps an schwangere Frauen durch Projekt "AnyCare ProMama"

Auch die Anzahl der Kaiserschnitte ist gestiegen; betrug sie im Jahr 1991 noch 15,3 Prozent, waren es im Jahr 2008 bereits 30,2 Prozent. In Zusammenarbeit mit dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands, dem Deutschen Hebammenverband und dem Netzwerk der Geburtshäuser hat die AnyCare GmbH Krankenkassen und -versicherungen ein Betreuungsprogramm auf die Beine gestellt, welches schwangeren Versicherten in Form von telefonischen Gesprächen Hilfe und Unterstützung anbieten soll. Das Projekt trägt den Namen "AnyCare ProMama". Dabei werden die werdenden Mütter regelmäßig von ausgebildeten Teams angerufen und erhalten nützliche Tipps zum Thema gesunder Ernährung, Stillen, natürliche Geburt usw.; zudem gibt es regelmäßige Informationsbroschüren.

Weiterhin werden pH-Wert-Teststreifen zur Messung des Scheidenmilieus vergeben, denn "ein gestörtes Scheidenmilieu geht oft mit Pilzinfektionen einher. Diese erhöhen das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt", so die Ärztin in der Produktentwicklung des Programms. Das Projekt wird mit mehreren Besuchen von Hebammen, die Beratungsgespräche mit den Schwangeren führen, abgerundet.

Schwangere Diabetikerinnen können ihren Nachwuchs schützen

Hände eines Diabetikers, Bluttest in Fingerkuppe
Diabetic is doing a glucose level finger blood test. © evgenyb - www.fotolia.de

Dank der heutigen medizinischen Versorgung ist es für Diabetikerinnen möglich, ein kerngesundes Baby zur Welt zu bringen. Die medizinische Vorsorge sollte bestenfalls bereits dann beginnen, wenn an Nachwuchs gedacht wird. Und zwar sollten werdende Mütter von Tabletten auf Insulinspritzen umschwenken, um dem Baby keinen Schaden zuzufügen und außerdem bessere Werte zu erzielen. Nach der Geburt besteht dann immer noch die Möglichkeit, wieder auf Tabletten zurückzugreifen.

Während der Schwangerschaft sollte der Blutzuckerspiegel äußerst gut überwacht werden. Am besten ist dabei die Unterstützung eines Diabetologen, der bereits mit Schwangeren zusammengearbeitet hat. Der stetige Kontakt zwischen ihm und dem Gynäkologen ist enorm wichtig, um das Kind angemessen zu schützen. Bei zu hohem Blutzuckerwert würde es schneller, bei niedrigem viel langsamer als normal wachsen. In beiden Fällen ist es möglich, mit der Insulintherapie dem entgegenzuwirken. Gleiches gilt für Frauen, die erst in der Schwangerschaft an Diabetes erkranken.

Schwangere Frauen sollten besser auf Erdnüsse verzichten

Nahaufnahme Erdnüsse, teilweise geöffnet
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Wenn schwangere Frauen ein erhöhtes erbliches Risiko für Allergien haben, so sollten sie besser, wie auch Ärzte meinen und empfehlen, auf Erdnüsse in dieser Zeit verzichten.

Auch das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" schreibt zu diesem Thema, was nicht neu aber immer noch umstritten ist, dass eine Studie in Amerika am Jaffe Food Allergy Institute in New York ergab, dass es doch einen Zusammenhang geben kann. Bei dieser neuen Studie wurden 503 Säuglinge zu diesem Thema hin untersucht. Deshalb sollten schwangere Frauen in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen vielleicht doch besser einmal auf die beliebten Nüsse verzichten.

Schwangere Frauen sind stark mit Schadstoffen belastet

Schwangere Frau liegt im weißen Bett, den Kopf vor Schmerzen unter dem Kissen vergraben
schwangerschaftsbeschwerden © drubig-photo - www.fotolia.de

Im täglichen Leben sind Schadstoffbelastungen nicht mehr zu vermeiden. Ob durch Abgase, Gebrauchsgegenstände oder Nahrungsmittel - unsere Körper sind heutzutage einer Vielzahl von Stoffen ausgesetzt, die wir in der Regel weder bemerken, noch kennen. Dies bestätigt jetzt erneut eine Studie von amerikanischen Wissenschaftlern, die im Magazin "Environmental Health Perspectives" veröffentlicht wurde.

Die Forscher hatten schwangere Frauen auf unterschiedliche Schadstoffe hin untersucht, die sich beispielsweise in Pflegeprodukten, Kochgeschirr, oder auch Lebensmitteln verstecken. Dabei konnten sie über 160 Schadstoffe identifizieren. Neben gesundheitlich bedenklichen Stoffen wie Bisphenol A, PCB (Polychlorierte Biphenyle) oder PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) wurden auch hochgradig gefährliche Stoffe wie DDT gefunden, ein Insektizid, das seit den 70er verboten ist. Die Zusammensetzung der Stoffe war bei den meisten Frauen unterschiedlich, belastet waren sie jedoch in circa 99 Prozent der Fälle.

Schwangere sollten sich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln über ihren Bedarf informieren

Glasmodell menschlicher Kopf gefüllt mit bunten Pillen, Löffel mit Pillen wird an Mund gehalten
Medikamente und Tabletten zur Heilung von Krankheit © bilderbox - www.fotolia.de

Schwangere wollen immer das beste für ihr ungeborenes Baby. Wichtig ist vor allem eine gesunde Ernährung. Daher nehmen viele Schwangere zusätzlich oft Nahrungsergänzungsmittel ein, leider jedoch oft ohne sich vorher darüber zu informieren, ob sie diese überhaupt benötigen und wie diese Präparate dosiert werden.

Dies zeigte eine Studie der Technischen Universität in München über die das Apothekenmagazin "Baby und Familie" berichtet. Es stellte sich heraus, dass 85% der schwangeren Frauen Folsäure einnahmen. Die meisten von ihnen taten dies jedoch viel zu spät und in viel zu hohen Dosen. Ein Drittel der Teilnehmerinnen griffen zudem während ihrer Schwangerschaft zu Eisenpräparaten, obwohl sie diese garnicht brauchten.

Bei Folsäure- und Jodpräparaten sollte genauestens auf die Dosierung geachtet werden und Eisenpräparate sollten lediglich bei einem Mangel eingenommen werden, der jedoch nur von einem Arzt diagnostiziert werden kann.

Was Sie in der Schwangerschaft essen, beeinflusst die Gene des Ungeborenen

Schwangere mit belegtem Baguett in der einen und einem Gurkenglas in der anderen Hand
Pregnant woman with sandwich and jar of pickles © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

Während der Schwangerschaft sind Mutter und Kind im wahrsten Sinne des Wortes eine Einheit. Durch die Nabelschnur bekommt das Kind die Nährstoffe vom Körper der Mutter und damit auch all jene Dinge, die die Mutter trinkt und isst.

Forscher haben dabei herausgefunden, dass das Essverhalten der werdenden Mutter direkten Einfluss auf die kindichen Gene haben kann. Ernährt sich die Schwangerer zum Beispiel sehr zuckerhaltig und isst viel Fast Food, kann das „Diabetes mellitus“ beim Nachwuchs fördern. Schuld daran ist ein Gen, das beim Ungeborenen aktiv ist und nach der Geburt aktiv bleibt, obwohl es abgeschaltet sein sollte. Das Gen „Hnf4a“ hat dann einen großen Einfluss auf die Bauchspeicheldrüse und auf die Menge Insulin, die dort produziert wird.

Schwangere haben Anspruch auf Hebamme: GKV übernimmt die Kosten

Schwangere Frau sitzt auf einem weißen Sofa und wird von einer Hebamme umsorgt
Pregnant woman talking to midwife © Monkey Business - www.fotolia.de

Viele Frauen sind bei ihrer ersten Schwangerschaft unsicher, welche Kosten von der Krankenversicherung übernommen werden. Der Spitzenverband der GKV weist daher darauf hin, dass jede gesetzlich krankenversicherte Frau einen Anspruch auf die professionelle Betreuung durch eine Hebamme während und nach der Schwangerschaft hat.

Die Krankenkasse übernimmt generell die Kosten für zwölf Beratungen und einen Geburtsvorbereitungskurs mit maximal 14 Stunden, sowie die im Mutterpass vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen. Lediglich Ultraschalluntersuchungen können nicht von der Hebamme durchgeführt werden - diese muss ein Mediziner durchführen.

Auch nach der Entbindung hat die Mutter einen rechtlichen Anspruch auf maximal 20 Besuche der Hebamme in den ersten zehn Tagen nach der Geburt, sowie 16 weitere Besuche in den ersten acht Lebenswochen des Kindes und einen Rückbildungskurs mit maximal 10 Stunden.

Privatpatientinnen dagegen sollten sich rechtzeitig bei ihrer Krankenversicherung erkunden, welche Leistungen in ihrem Tarif mit einbegriffen sind und für welche Zuzahlungen fällig werden, da dies stark variiert.

Jod und Folsäure in der Schwangerschaft wichtig

Nahaufnahme Pillen, Vitamindosen, Glas mit Wasser
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Schwangere Frauen müssen ganz besonders auf ihren Lebensstil und eine spezielle Ernährungsweise achten, um für eine gesunde Entwicklung ihres Babys zu sorgen. Vor allem Jod und Folsäure spielen dabei eine große Rolle; einen Mangel der Nährstoffe gilt es unbedingt zu vermeiden.

Folsäure sollte man bereits vermehrt einnehmen, wenn man eine Schwangerschaft plant. Beim Frauenarzt kann man sich über die nötige Menge erkundigen und anschließend Präparate in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen. In der Regel beträgt die empfohlene Menge 04 mg. Vor allem Fehlbildungen wie die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte können dadurch vermieden werden.

Auch ein Jodmangel kann dem Baby schaden; für die Entwicklung des Gehirns und der Knochen ist Jod sehr wichtig. Neben Speisen wie Fisch sollten Schwangere diesen Nährstoff ebenfalls in Form von Tabletten einnehmen - 0,15 mg täglich ist dabei der Richtwert. Wer an Erkrankungen der Schilddrüse leidet, sollte unbedingt vorher einen Arzt befragen.

Koffein ist für Schwangere ungesund - das Geburtsgewicht kann sinken

Nahaufnahme von junger Frau mit grüner Wollmütze und blauen Augen, die aus bordeauxfarbener Kaffeetasse trinkt
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Wer schwanger ist, sollte sich gesund ernähren. Das ist eine Binsenweisheit und schon lange bekannt. Jetzt gibt es auch Hinweise darauf, dass auch Koffein das Wachstum des Kindes negativ beeinflusst.

Da das Kind zum Abbau von Koffein bestimmte Enzyme benötigen würde, gelangt das Koffein ungefiltert in seinen Blutkreislauf, da diese Enzyme noch nicht ausgebildet sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für werdende Mütter Empfehlungen herausgegeben, und sich dabei auf 300 Milligramm Koffein am Tag festgelegt. Die Gesundheitsämter in den USA und Norwegen empfehlen sogar nur 200 Milligramm täglich. Das entspricht in etwa einer großen Tasse Kaffee, einem Liter Cola, oder drei Tassen Schwarzen Tee.

Die Folgen sind allerdings unklar. Deshalb werteten Forscher den Koffeinkonsum schwangerer Frauen aus. 60.000 Mütter wurden außerdem zu Gesundheitszustand, Gewicht und Geburtsalter der Kinder befragt.

Im Ergebnis gab es keinen Zusammenhang zwischen Frühgeborenen und Konsumverhalten. Trotzdem steigt die Wahrscheinlichkeit mit jeder Tasse Kaffee, dass das Baby mit einem geringeren Gewicht zur Welt kommt.

Dem Geburtsgewicht kommt insofern eine Bedeutung zu, als dass gewichtigere Neugeborene später meist weniger Gesundheitsprobleme haben, als leichte Neugeborene.

Auch Koffeinkonsum, der unter dem empfohlenen Wert bleibt, kann ein Risiko für das Geburtsgewicht bedeuten. Deshalb sollten Frauen vorsichtig mit ihrem Konsum umgehen. Es gibt auch Frauen, die in der Schwangerschaft mit Übelkeit auf Kaffeegeruch reagieren. Manchmal hilft es, einfach auf den Körper zu hören.

Keine Vitamin D-Ergänzungsmittel in der Schwangerschaft: Überdosis kann Allergien auslösen

Roter Mund mit Pille auf der Zunge
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Frauen greifen in der Schwangerschaft gerne zu Nahrungsergänzungsmitteln um den eigenen Organismus und den des ungeborenen Kindes zu stärken. Ein beliebtes Mittel sind Vitamin D-Präparate, da ihm nachgesagt wird, Knochen, Muskeln und Nerven zu stärken und vor Infektionen zu schützen. Forscher sehen die Einnahme von zusätzlichen Vitamin D jedoch mittlerweile skeptisch und warnen, dass eine Überdosis beim Kind zu Nahrungsmittelallergien führen kann.

Deutsche Forscher vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig untersuchten für ihre Studie die sogenannte LiNA-Kohorte, eine Datensammlung, die 622 Mütter mit 629 neugeborenen Kindern umfasste, die zwischen 2006 und 2008 auf die Welt kamen. Dabei wurde der Vitamin D-Spiegel im Blut der schwangeren Frauen gemessen und später im Nabelschnurblut der neugeborenen Babys. In den folgenden zwei Jahren wurde mit Hilfe von Fragebögen erfasst, wie viele der Babys unter Nahrungsmittelallergien litten.

Dabei stellte sich heraus, dass die Kinder, deren Mütter einen erhöhten Vitamin D-Spiegel aufwiesen, häufiger unter Nahrungsmittelallergien litten als die anderen Kinder. Besonders der Wert des Immunglobulin E war bei den Kindern erhöht, das zu Allergien gegen Hühner- und Milcheiweß, Weizenmehl, Sojabohnen und Erdnüssen führt. Vermutet wird, dass das Vitamin D die Entwicklung der regulatorischen T-Zellen unterdrückt, die normalerweise eine Überreaktion des Immunsystems auf Allergene verhindern.

Englische Studie: Kein Nutzen bei Vitamin-D-Gaben für Schwangere

Gesicht einer jungen Frau, sie nimmt eine Pille ein
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Forscher aus England wollten dem Zusammenhang zwischen Vitamin D in einer Schwangerschaft und dessen Auswirkung auf die Babys auf den Grund kommen. Dafür untersuchten sie 4000 Schwangere. Neun Jahre später wurde der Mineralgehalt in den Knochen der Kinder analysiert. Tatsächlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Gabe und den enthaltenen Mineralien.

Vitamin D ist wichtig hinsichtlich des Knochenaufbaus und der Zahngesundheit. Deshalb wird in manchen Ländern für Schwangere eine Vitamin-D-Gabe empfohlen. Doch über den Sinn streiten sich die Wissenschaftler. Das Vitamin findet sich in Fisch und Fleisch, aber auch in Eiern und vor allem wird es durch Licht direkt im Körper umgewandelt. Deshalb ist die Sonneneinstrahlung wichtig. Sonnenbäder fördern die Vitamin-D-Bildung.

Wahl zwischen Hebamme und Frauenarzt in der Schwangerschaft

Praxiszimmer mit gynäkologischem Stuhl mit hellblauen Polstern
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Schwangere sind viele Fragen ausgesetzt und natürlich wünschen sie sich die optimale Betreuung für sich und ihr Baby. Darum ist für viele Schwangere die gemeinsame Betreuung von Arzt und Hebamme eine gute Wahl.

Hebammen haben mehr Zeit für die Beratung als Gynäkologen. So ergänzen sich Ärzte und Hebammen ideal. Trotzdem ist es für viele junge Mütter nicht einfach, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung für sich zu treffen. Manche wissen auch gar nicht, dass sie die Wahl haben, zur Vorsorge entweder einen Gynäkologen, oder eine Hebamme heranzuziehen.

Wenn sie sich für eine Hebammenbetreuung entscheiden, sollten sie wissen, dass die notwendigen Ultraschalluntersuchungen durch einen Arzt durchgeführt werden müssen. Ansonsten dürfen sich die Frauen auch eine Hebamme aussuchen, diese Leistung wird genauso von den Kassen bezahlt. Für manche ist es eine gute Idee, beide Fachkräfte abwechselnd in Anspruch zu nehmen.

Wenn in einer Schwangerschaft alles normal läuft, ist die Schwangere bei einer Hebamme genauso in guten Händen wie bei einem Frauenarzt. Bei einer Risikoschwangerschaft werden die meisten jungen Frauen dagegen ohnehin einen Gynäkologen bevorzugen.

Schwangere benötigen mehr Eisen - Nahrungsergänzung verhindert Mangelgeburten

Grüne Pillen, die aus einer weißen Flasche kullern
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Während der Schwangerschaft wächst nicht nur der Babybauch der Schwangeren, in ihrem gesamten Körper kommt es zu Veränderungen. Der Stoffwechsel wird so umgestellt, dass der Organismus Mutter und Kind gleichermaßen versorgen kann. Dies bringt einige Unannehmlichkeiten mit sich, wie jede Schwangere bestätigen kann.

Der Bedarf an diversen Nährstoffen kann sich in den neun Monaten ändern und darauf gilt es bei der Ernährung Rücksicht zu nehmen. Der Medizin gut bekannt ist der gesteigerte Bedarf an Eisen. Achten Schwangere nicht auf eine eisenreiche Kost, kann das sogar eine Anämie auslösen.

Eine Meta-Analyse arbeitete mit den Daten aus 92 Studien und konnte zeigen, dass sich durch die gezielte Vergabe von Eisen nicht nur die Gesundheit der werdenden Mutter stabilisierte. Die Nahrungsergänzung führte auch dazu, dass es statistisch zu weniger Mangelgeburten kam. Die Kinder profitierten also direkt von dem aufgenommenen Eisen.

Die Zahl der bei der Mütter auftretenden Anämien ging um ganze 60 Prozent zurück. Zudem stieg das Gewicht bei der Geburt des Kindes im Schnitt um 41,2 Gramm. Dies bewirkte, dass die Zahl der Kinder, die bei der Entbindung zu wenig wogen ebenfalls zurückging und zwar um 19 Prozent. Da es nun weniger Mangelgeburten gab, waren die Schwangerschaften alles in allem auch für Mutter und Kind sicherer.

Laut der Analyse sei es ratsam, dass jede werdende Mutter mindestens zehn Milligramm an Eisen zu sich nimmt und das jeden Tag. Pro zehn Milligramm kommt es auf jeden Fall zu einem Anstieg des Gewichts bei der Geburt von circa 15 Gramm, was die Gefahr auf eine Mangelgeburt um drei Prozent senkt. Die genau benötigte Menge ist individuell und kann vom Arzt geschätzt werden. Auch Tagesdosierungen von bis zu 66 Milligramm Eisen können angemessen sein.

Vorsorge während der Schwangerschaft: Frauen zahlen Ultraschall erstmal aus eigener Tasche

Hand eines Frauenarztes mit Ultraschallgerät macht Ultraschallbild von Baby im Bauch einer Frau
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Untersuchungen per Ultraschall sind Standard bei der Schwangerschaftsvorsorge. Meist werden drei Sonographien vorgenommen. Was viele Mütter nicht wissen: einen Ultraschall im zweiten Schwangerschaftsdrittel zahlt man zunächst einmal aus eigener Tasche, ebenso wie das ausführliche Beratungsgespräch.

Der Münchener Berufsverband der Frauenärzte (BVF) weist darauf hin, dass dieser Umstand etwas mit der Qualifikation der Ärzte zu tun hat. So wird die Untersuchung zunächst einmal von den Kassen außerhalb der normalen Vorsorge abgerechnet, weil Gynäkologen besonders viele Auflagen erfüllen müssen, damit sie diese Leistung in der 19. bis 22. Woche anbieten können.

In dem Beratungsgespräch wird dann auch geklärt, ob sich die Frau die Durchführungen von weiteren Frühtests wünscht. Wenn die Mutter die Rechnung bei der Krankenkasse einreicht, werden die Kosten umgehend und in allen Fällen übernommen.

Erweiterung des Ultraschalls in der Schwangerschaft – wissenswerte Hinweise

Paar hält ein Ultraschallbild von ihrem Baby, beide lächeln in Kamera
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Der Ultraschall gilt als gängige Untersuchung während der Schwangerschaft, um zu prüfen, ob sich das Kind im Mutterleib gesund entwickelt. Doch die Routine-Untersuchung wurde in den letzten Jahren kritisiert, da die Quote für früh erkannte Fehlbildungen nicht hoch genug angesehen wurde. Seit Anfang dieses Monats gibt es nun den zweiten Ultraschall, welcher sich auf neue Mutterschaftsrichtlinien beläuft.

Zwischen der 19. Und 22. Schwangerschaftswoche ist es nun möglich, neben dem Basis-Screening auch die zweite Untersuchungsform zu wählen, die auf die Organe ausgeweitet ist. Zudem liegt den behandelnden Ärzten eine Checkliste vor, die sie Punkt für Punkt durchgehen, um so mögliche Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen. Zu diesen Punkten gehören unter anderem, ob die Bauchwand geschlossen oder das Kleinhirn sichtbar ist.

Neben der eigentlichen Untersuchung sehen die Mutterschaftsrichtlinien vor, die werdenden Eltern genauestens über den Ultraschall aufzuklären, denn daran mangelte es in vergangener Zeit ebenfalls. Zur Durchführung des zweiten Ultraschalls sind nur Ärzte mit einer entsprechenden Qualifikation berechtigt. Wurden beim Organ-Screening Auffälligkeiten gesichtet, kommt anschließend eine so genannte Fein-Diagnostik zur Anwendung, für die die Schwangeren zum Teil auch an Spezialisten überwiesen werden.

Die Kosten für die zweite Ultraschalluntersuchung werden von den Krankenkassen übernommen, allerdings kann die Abrechnung erst ab kommendem Jahr erfolgen, sodass werdende Mütter, die das Organ-Screening ab jetzt in Anspruch nehmen möchten, die Rechnungen bei der Krankenversicherung einreichen müssen und das Geld im nächsten Jahr zurück erstattet bekommen.

Feigwarzen 6 Wochen vor dem Geburtstermin entfernen lassen

Frauenärztin bei gynäkologischer Untersuchung
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Wenn eine Schwangere Feigwarzen hat, kann sich das Baby bei der Geburt anstecken. Darum empfehlen Frauenärzte, die infektiösen Hautveränderungen entfernen zu lassen. Der optimale Zeitpunkt für die Behandlung liegt rund 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Solange das Baby im Bauch der Mutter ist, können die Erreger der Genitalwarzen ihnen nichts anhaben. Vor allem bei der vaginalen Entbindung ist das Infektionsrisiko jedoch hoch. Viele Kliniken führen bei massivem Befall deshalb einen Kaiserschnitt durch.

Das lässt sich mit einer rechtzeitigen Behandlung vermeiden. In der 34. Schwangerschaftswoche haben die Warzen ausreichend Zeit auszuheilen, zugleich ist ein Neubefall bis zur Geburt unwahrscheinlich. Neben austrocknenden Salben bieten sich der Laser oder die Elektro-Koagulation. Diese Verfahren hinterlassen zwar größere Verletzungen in der Haut, die infektiösen Feigwarzen werden jedoch sofort zerstört.

Ein klassischer Schutz vor HP-Viren ist das Kondom. Eine dauerhafte Lösung verspricht die Impfung, die zugleich die krebserregenden Virentypen abwehrt.

Jodunterversorgung in der Schwangerschaft wirkt sich negativ auf das Ungeborene aus

Schwangere Frau in grauem Sommerkleid sitzt beim Frauenarzt und erhält einen Blister mit Tabletten
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In der Schwangerschaft sollte eine Frau darauf achten, mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt zu sein, damit sich das Baby optimal entwickelt. Besonders die Versorgung mit Jod ist extrem wichtig, da ein Mangel sich sehr negativ auf das Ungeborene auswirken kann. Jodmangel führt zu einer verminderten Intelligenz und wirkt sich negativ auf die Lese- und Sprachfähigkeit aus. Daher wird Schwangeren empfohlen, ihren vermehrten Jodbedarf durch die Einnahme von Jodtabletten zu decken.

Die Folgen eines Jodmangels während der Schwangerschaft wurden auch schon in zahlreichen Studien bestätigt. Besonders schlimm ist dies in den Entwicklungsländern, aber auch in Deutschland haben ein Fünftel der Frauen bereits vor der Schwangerschaft einen Jodmangel.

Jod wird hauptsächlich durch die Nahrung aufgenommen, am besten in Form von Jodsalz. Dies deckt aber den Bedarf bei Schwangeren nicht, deswegen sollte zusätzlich während der Schwangerschaft und Stillzeit eine Jodtablette eingenommen werden.

Gestose in der Schwangerschaft - Viel trinken und regelmäßig Kontrolluntersuchungen

Schwangere Frau sieht sich Ultraschall-Fotos ihres Babys an
Schwangere Frau liegend betrachtet Ultraschallbilder © mmphoto - www.fotolia.de

Die Hitzewelle des diesjährigen Sommers macht vielen Menschen zu schaffen. Das oberste Gebot ist, bei hohen Temperaturen dem Körper viel Flüssigkeit zuzuführen. Besonders Schwangere, die an Bluthochdruck und Wasseransammlungen im Gewebe leiden, sollten viel Wasser und auch Salz zu sich nehmen.

Diese Symptome in der Schwangerschaft werden Gestose genannt und von Frauen oft in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft entwickelt. Sie ist gekennzeichnet durch Bluthochdruck, zu viel Eiweiß im Urin und Ödeme, die sich im Gewebe ansammeln. Leidet eine Schwangere an Gestose, so muss eine engmaschige ärztliche Überwachung erfolgen, da sich das Baby zu langsam entwickeln oder es zu einer Frühgeburt kommen kann.

Studien haben festgestellt, dass sich die Gestose bereits frühzeitig in der Schwangerschaft an der Plazenta erkennen lässt. Dies können Ärzte mittels Ultraschall oder einem Bluttest feststellen.

Für Frauen, die durch Bluthochdruck oder Diabetes bereits vorbelastet sind, machen solche frühen Tests auf jeden Fall einen Sinn, da durch die rechtzeitige Gabe von Medikamenten in der Frühschwangerschaft die Gestose verhindert oder abgeschwächt werden kann.

Angebotene Tests in der Schwangerschaftsvorsorge – welche davon sind sinnvoll?

Ärztin sitzt am Laptop mit schwangerer Patientin im Behandlungsraum
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Sobald bei einer Frau eine Schwangerschaft diagnostiziert wird, stehen ihr einige Vorsorgeuntersuchungen bevor, um ihre aber auch die Gesundheit ihres Kindes regelmäßig zu überprüfen. Die Kosten für die notwendigen Untersuchungen und Tests werden dabei von den Krankenkassen übernommen. Dazu gehören die Überprüfung der Kindslage, der Test einer möglichen Rötel-Erkrankung sowie zahlreiche Ultraschalluntersuchungen.

Daneben gibt es viele weitere Behandlungen, die nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen gehören, welche in den Mutterschaftsrichtlinien geregelt sind. Sie zählen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen und müssen von den Schwangeren selbst bezahlt werden, da sie dem Gemeinsamen Bundesausschuss von Ärzten und Krankenkassen zufolge medizinisch nicht notwendig sind. Hierbei gilt es, die individuelle Lage der jeweiligen Patientin zu berücksichtigen und abzuwägen, ob eine solche Untersuchung Sinn macht. Dabei haben sich einige Tests herauskristallisiert, die durchaus von Ärzten empfohlen werden.

Test auf Zytomegalie und Toxoplasmose

Bei der Zytomegalie handelt es sich um eine Viruserkrankung, die zu verheerenden Veränderungen beim Neugeborenen führen können, etwa am Kopf oder am Gehirn. Der Erreger ist den Herpesviren zuzuschreiben und kann bislang nicht therapiert werden. Durch eine Infektion mit Parasiten kann es zur Toxoplasmose kommen; die Übertragung erfolgt vor allem durch Katzen.

Erkrankt die Schwangere, kann es bei ihrem Kind zu Schäden des Zentralnervensystems kommen. Empfohlen wird der Test besonders Frauen, die Katzen haben – die Reinigung des Katzenklos sollte jemand anderes übernehmen – oder in der Landwirtschaft tätig sind.

Test auf Streptokokken der Gruppe B und Hepatitis

Kurz vor der Geburt wird ein Test auf Streptokokken der B-Gruppe empfohlen. Liegt eine Infektion vor, wird die Schwangere mit Antibiotika behandelt. Im schlimmsten Fall kann eine solche Erkrankung beim Neugeborenen zu einer schweren Sepsis führen. Um Leberschäden und eine Frühgeburt zu verhindern, empfehlen Ärzte zu Beginn der Schwangerschaft den Test auf Hepatitis.

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft – wie viel ist normal?

Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch
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Zumindest von außen lässt sich eine Schwangerschaft am deutlichsten durch den immer dicker werdenden Bauch der Frau erkennen. Wohl jede Schwangere stellt sich irgendwann die Frage, wie viel zusätzliche Kilos während der neun Monate denn im normalen Rahmen sind und ob bzw. wann ein Zuviel oder ein Zuwenig für sie und ihr Baby gefährlich werden könnten. Man hört immer wieder, dass eine Schwangere auf eine gesunde Ernährung achten sollte. Dabei ist es sehr wichtig, dass sie und ihr Kind mit allen Nährstoffen, die sie brauchen, versorgt werden. Einige Frauen nehmen dies als Chance, endlich mal so viel essen zu können, wie sie möchten.

Auch während der Schwangerschaft gibt es Übergewicht

Natürlich ist es normal, dass die Schwangere an Gewicht zulegt, doch auch bei ihr gibt es ein Zuviel. Erst nach dem dritten Monat sollte die werdende Mutter auf eine höhere Kalorienaufnahme achten, und zwar lediglich etwa 250 pro Tag, was ungefähr einem kleinen Früchtemüsli entspricht. Lässt man dies schweifen, so kann es zu einem Übergewicht kommen, dessen Folgen Diabetes und Bluthochdruck sein können. Sowohl für die werdende Mutter als auch für ihr Kind kann das gefährliche Folgen haben. Das zu hohe Gewicht wird an das Baby weiter gegeben und so kommt es auch während der Entbindung zu Komplikationen.

Eine Hungerkur ist ebenfalls zu vermeiden

Doch auch das Gegenteil, also während der Schwangerschaft penibel auf seine Figur zu achten, um nach der Geburt schnell wieder in seine Kleidergröße zu passen, sollte unbedingt vermieden werden. Wenn die Schwangere hungert, kommt es zu einem Nährstoffmangel – auch bei ihrem Kind. Dieses kommt mit Untergewicht auf die Welt und erhöht somit sein Risiko für Übergewicht, da es durch die Gewöhnung an Nahrungsknappheit schon bei einem normalen Essverhalten zur höheren Gewichtsaufnahme kommen kann. So gilt die Empfehlung, dass Frauen mit Untergewicht während der Schwangerschaft mehr zunehmen sollten, als übergewichtige.

Noch gibt es keine präzisen Empfehlungen

Empfohlene Werte, wie viel eine Frau während der Schwangerschaft zunehmen sollte, gibt es in Deutschland noch nicht. Man möchte auf die Ergebnisse weiterer Studien warten, bevor man von einer Empfehlung spricht, die die Gesundheit der Schwangeren fördert.

Was jedoch bereits klar ist: vor allem Übergewichtige sollten in Sachen Ernährung und Bewegung gründlich beraten werden. Generell sollte auf eine regelmäßige Gewichtsüberprüfung geachtet werden und letztendlich bleibt noch zu sagen, dass jede Frau anders ist und die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft nicht nur abhängig von der Ernährung, sondern ebenfalls von den Veränderungen im Körper, die durch Hormone gesteuert werden. Dazu gehören zum Beispiel größere Brüste oder eine höhere Blutmenge.

Steroide zur Verhinderung einer Frühgeburt könnten beim Kind ADHS auslösen

Lehrer vor der Tafel, 3 Reihen Schulkinder an ihren Bänken, von hinten fotografiert
en classe © Philippe Minisini - www.fotolia.de

An schwangere Frauen, deren Kinder sich vor dem regulären Ablauf der neun Monate ankündigen, kann der Arzt sogenannte Glukokortikoiden vergeben. Dabei handelt es sich um Hormone aus der Gruppe der Steroide und diese sollen beim Ungeborenen die Ausbildung der Lunge beschleunigen. So will man erreichen, dass trotz Frühgeburt die Lunge so weit wie möglich entwickelt ist und das Frühchen bessere Überlebenschancen hat.

Daten von 9.000 Schwangerschaften wurden in Finnland analysiert

Die Vergabe der Medikamente ist Standard und daher ist es für Forscher auch einfach, eine Studie zum Thema durchzuführen. Dies geschah auch in Finnland, wo man auf das Geburtsjahr 1986 zurückgriff und die Daten von 9.000 Schwangerschaften analysierte. Bei 37 Fällen hatte man die werdende Mutter aufgrund einer sich ankündigenden Frühgeburt mit Steroiden behandelt, damit ihr Kind bessere Chancen hatte. Als die Kinder acht Jahre alt waren, untersuchten Psychologen ihren allgemeinen Reifungsprozess auf Basis der Angaben von Lehrern. Als die Kinder 16 Jahre waren, bat man die Eltern einen Fragebogen zu ADHS (Aufmerk­samkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) auszufüllen.

8-faches Risiko für pyschische Auffälligkeiten unter Steroid-Einfluss

Die 37 ehemaligen Frühchen unter Steroid-Vergabe wurden dabei 185 Kindern gegenübergestellt, die ebenfalls zu früh gekommen waren, deren Mütter aber keine Hormone bekommen hatten. Die Ergebnisse überraschten sogar die Forscher. Im Vergleich zu den Frühchen ohne Steroid-Einfluss hatte die erste Gruppe das 8-fache Risiko für psychische Auffälligkeiten im Grundschulalter. Vor allen Dingen eine ausgeprägte Aufmerksamkeitsstörung kam häufig vor und dies ist ein potenzielles Anzeichen für ADHS. Die Aussagen aus den Fragebögen der später schon 16-Jährigen waren dagegen nicht mehr so aussagekräftig.

Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass die geringe Menge der analysierten Fälle daran Schuld ist. 37 Kinder sind zu wenig, um ein eindeutiges Ergebnis zu erzielen. Es bleibt jedoch die Möglichkeit im Raum, dass Steroide gegen Frühgeburten das Risiko für ADHS erhöhen.

Diese fünf Faktoren tragen zu einer gesunden Schwangerschaft bei

Schwangere, lächelnde Frau isst frischen Salat
Pregnant woman in kitchen eating a salad smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Bislang wurden in Studien immer wieder die Faktoren untersucht, welche sich negativ auf eine Schwangerschaft auswirken können. Jetzt hat sich ein Forscherteam aus Neuseeland, Großbritannien und Australien einmal mit dem Gegenteil beschäftigt, nämlich mit den wichtigsten Faktoren für eine gesunde Schwangerschaft.

Hierfür wurden 5.600 Schwangerschaften untersucht, von denen zwei Drittel völlig normal verliefen. Diese folgenden fünf Faktoren tragen laut Studie wesentlich zu einer gesunden Schwangerschaft bei:

  1. Bereits vor der Schwangerschaft ausreichend Obst und Gemüse essen
  2. In einer bezahlten Anstellung sein
  3. Möglichst ein gesundes Körpergewicht halten und nicht übermäßig zunehmen
  4. Den Blutdruck, so denn es möglich ist, verringern
  5. Verzicht auf Drogen, Alkohol und Zigaretten

Faktoren, die sich nachhaltig negativ auf den Verlauf einer Schwangerschaft auswirken können, sind vor allen eine Zunahme des BMI, das unkontrollierte Rauschtrinken innerhalb der ersten Wochen und das Ansteigen des Blutdrucks.

Generell wirkt sich mehr Bewegung, Abnehmen und weniger Alkohol positiv auf den Blutdruck aus. Auch die Reduzierung von Salz im Essen hat eine solche Auswirkung. Menschen, die nicht unter einem hohen Blutdruck leiden, können über diese Maßnahmen dazu beitragen, den Blutdruck zu optimieren. Gleiches trifft laut Studie eben auch auf Schwangere zu. Mit einem geringeren Blutdruck verlaufe eine Schwangerschaft oftmals unkomplizierter.

Eine Frage der Ethik: Was will oder darf man über die Gene des Ungeborenen wissen?

Lächelnde Mutter trägt lächelndes, behindertes Kind mit Down-Syndrom auf dem Rücken Huckepack
Mother and son playing © Carlos Santa Maria - www.fotolia.de

Schon immer wollten werdende Eltern gern wissen, wie es um die Gesundheit ihres Ungeborenen steht. Dieser Wunsch ist völlig natürlich und man kann zunächst nichts Schlechtes daran sehen.

Blutprobe ersetzt Fruchtwasseruntersuchung

Bis vor kurzem waren die Möglichkeiten zur genauen Analyse des Ungeborenen aber noch recht beschränkt. Wollte man genaue genetische Aussagen haben, musste von der schwangeren Frau etwas Fruchtwasser entnommen werden. Dieses Vorgehen allerdings ist nicht ganz ungefährlich und wurde daher nur angewandt, wenn es aufgrund elterlicher Vorerkrankungen wirklichen Anlass zur Sorge gab.

Doch die moderne Medizin hat es möglich gemacht, dass man auf die Fruchtwasseruntersuchung verzichten kann und nur noch eine Blutprobe der werdenden Mutter benötigt. Dieses neue Vorgehen ist völlig ungefährlich für Mutter und Kind und gibt ebenfalls sehr zuverlässige Aussagen über die Gesundheit des Kindes. Aufgrund dieser Tatsache entscheiden sich immer mehr werdende Mütter für eine solche Vorabanalyse ihres Kindes um beispielsweise auf das Down-Syndrom hin zu testen.

Ungeborenes ohne Entscheidungsmöglichkeit

Aus ethischer Sicht sind die neuen Möglichkeiten jedoch bedenklich. Schon längst haben sich zwei Lager gebildet, die darüber streiten, welches Recht die Eltern auf genetische Informationen ihres Kindes haben. Das Gendiagnostik-Gesetz sagt bisher aus, dass jede Frau und jeder Mann ein Recht auf informative Selbstbestimmung hat. Das bedeutet, dass die Bürger sich genetische Informationen über ihre eigene Person holen dürfen.

Das neue Problem ist jedoch, dass ein ungeborenes Kind noch gar nicht die Möglichkeit hat, über die eigenen Informationen zu entscheiden. Das Recht muss daher entweder aberkannt werden, oder aber in die Zuständigkeit der Eltern übergeben werden. Der Konflikt zwischen Kindeswohl, Verantwortung und Diskriminierung wird sich daher in Zukunft noch weiter zuspitzen.

Gefährliche Anomalien der Nabelschnur – Mediziner empfehlen Früherkennung per Ultraschall

Grafik eines 9 Wochen alten Fetus/Embryos im Mutterleib
Fetus, 9 Wochen © Juan Gärtner - www.fotolia.de

Die Nabelschnur sollte in der Mitte der Plazenta ansetzen. Bei sechs Prozent der Zwillingsschwangerschaften entspringt die lebenswichtige Verbindung jedoch an den Eihäuten – für das Kind kann das lebensgefährlich werden. Ärzte empfehlen deshalb, die Diagnostik in die reguläre Vorsorge aufzunehmen.

Frühzeitige Erkennung durch Ultraschall

Eine Ansatzanomalie der Nabelschnurr lässt sich im Ultraschall bereits frühzeitig erkennen. Dadurch ist es möglich, Gefahren für das Kind abzuwenden. Zwar kommt es nur bei rund 1,5 Prozent der normalen Schwangerschaften und sechs Prozent der Mehrlingsschwangerschaften zu einer sogenannten Insertio velamentosa, das Risiko kurz vor der Geburt zu sterben, ist jedoch doppelt so hoch wie bei nicht betroffenen Babys.

Folgen der frühen Insertio Velamentosa

Zu diesem Ergebnis kommt eine nationale Untersuchung aus Norwegen. Und auch hierzulande melden Geburtsmediziner steigende Fallzahlen. In frühen Stadien der Schwangerschaft kann die Insertionsfehlbildung dazu führen, dass die Nabelschnur einklemmt wird. Das Kind leidet dadurch unter Sauerstoffmangel. Im schlimmsten Fall können beim Blasensprung die empfindlichen Gefäße der Nabelschnur einreißen. Innerhalb von Minuten droht dann der Tod durch Verbluten.

Rechtzeitige Erkennung der Ansatzanomalie wichtig

Wird die Insertio velamentosa rechtzeitig diagnostiziert, können die Ärzte fast alle Babys retten. Der erste Schritt ist eine sorgfältige Kontrolle des kindlichen Herzschlags. Bei besonders ungünstiger Lage empfehlen Mediziner einen Kaiserschnitt um die 37. Schwangerschaftswoche.

Ernährungstipps für Schwangere: Blutige Steaks und Mettbrötchen sind tabu

Schwangere Frau hält eine Tomate an einem Marktstand und guckt in ihr Smartphone
pregnant woman with smartphone at street market © Syda Productions - www.fotolia.de

Frauen sollten während der Schwangerschaft auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten um einer Infektion mit Listerien vorzubeugen. Dies empfiehlt die Stiftung Kindergesundheit und weist vor allem auf die Gefahr von rohem Fleisch in, in dem diese Bakterien häufig vorkommen.

Lebensmittel auf die Schwangere verzichten sollten

Auf Brotbelag wie Teewurst oder Mett sollten Schwangere ganz verzichten und bei Steaks darauf achten, dass diese gut durchgebraten sind. Zwar seien Infektionen mit dem gefährlichen Bakterium Listeria monocytogenes sehr selten, doch wenn sie auftreten, können sie beim ungeborenen Kind zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Befallen sie das Gehirn des Kindes, kann es zu bleibenden geistigen Schäden kommen oder sogar zu einer Fehlgeburt.

Neben rohem Fleisch, das zudem Erreger der Toxoplasmose enthalten kann, sollten Schwangere auch unverarbeitete Fische und Meeresfrüchte vermeiden, darunter Sushi und Räucherlachs, sowie Milchprodukte aus Rohmilch und Frischkäse wie Feta und Mozzarella. Obst, Gemüse und Salat muss stets gründlich gewaschen werden - auf verpackte Fertigsalate oder Salate aus offenen Gefäßen sollte lieber verzichtet werden.

Hauskatzen können ebenfalls Toxoplasmose-Erreger übertragen

Zu Vorsicht wird auch im Umgang mit Hauskatzen geraten: Rund 70 Prozent der in Deutschland heimischen Samtpfoten tragen Toxoplasmose-Erreger in sich, die sie mit dem Kot ausscheiden. Schwangere Frauen sollten das Reinigen des Katzenklos daher anderen Familienmitgliedern überlassen und die Katze möglichst aus der Küche fernhalten, damit die Erreger nicht über die Luft ins Essen gelangen können.

Schwangere sollten auf ihre Ernährung achten: Verzicht auf weichen Käse und rohes Fleisch

Schwangere Frau lächelt in Kamera und isst saure Gurken
Pregnant woman in kitchen eating pickles and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Schwangere müssen ganz besonders auf ihre Ernährung achten, um ihr ungeborenes Kind nicht zu schaden. So sollten werdende Mütter auf weiche Käsesorten verzichten, weil diese aus pasteurisierter Milch bestehen und deshalb Listerien enthalten könnten. Dasselbe gilt für Rohmilchprodukte. Listerien können eine Frühgeburt verursachen, oder sogar für den Tod des Ungeborenen verantwortlich werden. Deshalb sollten Schwangere alles vermeiden, was solche Keime enthält.

Gefährlich sind beispielsweise Austern, roher Fisch, Krebstiere und vorgegarte Garnelen, sowie gebeizte Fische. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr immer gut gewaschen werden. Verzichten sollten junge Mütter außerdem auf Carpaccio, Teewurst oder Mett, sowie rohe Sprossen. Fleisch muss immer gut durchgebraten sein.

Infiziert sich eine junge Mutter mit Listerien, so treten Symptome wie Magen-Darm-Probleme, Fieber, oder Schüttelfrost auf. Beim Kind können dadurch Organ- und Hirnschäden entstehen, oder es kann Kreislaufstörungen bekommen. Junge Mütter sollten deshalb aufpassen, müssen aber nicht in Panik verfallen, da es bei entsprechender Sorgfalt sehr selten zu einer Listerien-Infektion kommt.

Warum ist ein Test auf Zytomegalie in der Schwangerschaft sinnvoll?

Schwangere Frau liegt seitlich schlafend und an ein Stillkissen geschmiegt im Bett
Pregnant woman sleeping peacefully in the bedroom © ambrozinio - www.fotolia.de

Bei der Zytomegalie handelt es sich um eine Virusinfektion, die für gesunde Erwachsene eine harmlose Erkrankung darstellt. Für Patienten mit gestörter Immunabwehr sowie für Schwangere stellt sich das Virus jedoch als gefährlich dar und kann für das ungeborene Kind sogar lebensgefährliche Folgen haben. Übertragen wird das Herpesvirus über Blut, Speichel, Urin oder Vaginal- und Samenflüssigkeit. Betroffene bemerken von der Infektion in der Regel nichts.

Problematisch ist die Erstinfektion

Statistiken zufolge haben etwa 50 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter eine Infektion bereits hinter sich. Die Viren verbleiben danach lebenslang im Körper, sind jedoch bei erneuter Aktivierung deutlich harmloser für das Ungeborene als die Erstinfektion - eine von 200 Frauen ist davon betroffen.

Viele Ärzte raten einer Frau zu Beginn der Schwangerschaft daher zu einem Test. Fällt dieser positiv aus, so braucht sie sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Trägt die Schwangere die Erreger jedoch noch nicht in ihrem Körper, sollte sie auf entsprechende Maßnahmen zurückgreifen, um einer Infektion vorzubeugen.

Vorbeugung und mögliche Behandlungsoptionen

Für negativ getestete Frauen ist es wichtig, auf Hygiene zu achten. Mütter sollten besonders nach dem Wickeln auf ein gründliches Händewaschen achten und der Kontakt mit dem Speichel der Kinder sollte vermieden werden. Handtücher, Geschirr und Co. sollten nicht gemeinsam mit dem Kind genutzt und generell gut gereinigt werden. Kommt es trotzdem zu einer Zytomegalie, erweist sich eine Behandlung als sehr problematisch.

Medikamente, die in der Regel gegen Virusinfektionen eingesetzt werden, dürfen in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden. So können entsprechende Mittel lediglich reifen Neugeborenen verabreicht werden. Studien über vielversprechende Arzneien - genauer gesagt Hyperimmunglobuline - laufen derzeit, zugelassen sind sie noch nicht.

Immer mehr Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Test auf Zytomegalie. Es lohnt sich daher, vorher einmal nachzufragen. Wer selbst zahlen muss, sollte mit Kosten um die 20 Euro rechnen.

Vorsicht bei Heißhunger in der Schwangerschaft - Nicht alle Lebensmittel sind jetzt erlaubt

Milch in Glasflasche und Glas, daneben Milchprodukte wie Butter und Käse
lacteos © pinoquio_9 - www.fotolia.de

Schwangere haben oftmals Heißhunger auf ganz bestimmte Lebensmittel. Dem Rat von Hildegard Debertin von der Stiftung Kindergesundheit in München zufolge, sollten Schwangere jedoch nicht blind jedem Appetit nachgehen. Einige Lebensmittel könnten mit Listerien befallen sein. Diese können zu schwerwiegenden Komplikationen beim Ungeborenen führen. Fehlbildungen, Frühgeburt oder gar der Tod des Ungeborenen könnten eintreten.

Rohe Produkte meiden

Besonders vorsichtig sollten die werdenden Mütter daher bei Rohmilchprodukten, Weichkäse und Käse mit sogenannter Oberflächenschmierung sein. Außerdem heißt es Finger weg von rohem Fleisch. Darunter fällt natürlich Carpaccio und Mett, sowie Teewurst. Fleisch darf in der Schwangerschaft nur gut durchgegart genossen werden. Aber auch roher Fisch, Austern, vorgegarte Meerestiere und geräucherter Fisch sind in der Schwangerschaft tabu.

Lebensmittel waschen

Obst und Gemüse muss vor dem Verzehr stets gut abgewaschen werden und selbstverständlich sollten auch immer die Hände gründlich gereinigt werden. Steckt man sich mit Listerien an, so verspürt man meist nur Fieber, Schüttelfrost und Magen-Darmbeschwerden. Das Ungeborene jedoch erleidet oftmals schwere Organ- und Hirnschäden.

Die Gefahr, sich mit Listerien anzustecken sei zwar recht gering, dennoch sollten Schwangere diese Hinweise beachten.

Erkältungen oder grippale Infekte in der Schwangerschaft erhöhen das Asthma-Risiko für das Kind

Arzt mit weißem Kittel hält schwangerer Frau in weißem Kleid Hand auf Bauch
Obsterics © nyul - www.fotolia.de

Werdende Mütter sollten sich in der kühlen Jahreszeit vor Erkältungen und grippalen Infekten schützen. Je mehr dieser Erkrankungen während einer Schwangerschaft durchlebt wurden, um so größer wird das Asthma-Risiko für das Kind innerhalb der ersten Lebensjahre.

Einfluss auf die Gesundheit des Kindes

Zu dieser Erkenntnis kamen deutsche Forscher, die für ihre Untersuchung 500 werdende Mütter zu ihrer Krankheitsgeschichte während der Schwangerschaft als auch zur Gesundheit des Kindes bis zu dessen fünften Lebensjahr befragten. Zudem wurde festgestellt, dass auch Neurodermitis während der Schwangerschaft Einfluss auf die Gesundheit des Kindes hat. So zeigten sich erste Anzeichen dieser Krankheit bei den Kindern oder aber es kam zu allergischen Schnupfen. In rund zwei Dritteln der befragten Familien litt mindestens ein Mitglied an Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen.

Studie zu Neurodermitis und Asthma

Die Forscher aus München wollten der Frage nachgehen, weshalb Asthma und Neurodermitis bei Kindern schon so früh in der Kindheit auftritt. Anhand dieser Studie konnte nun belegt werden, dass es nicht ausschließlich die erblichen Faktoren sind, sondern bereits die Umstände um Mutterleib einen wesentlichen Einfluss darauf nehmen können, ob ein Kind an Asthma oder Neurodermitis leiden wird.

Umstrittener PraenaTest erlaubt Entdeckung des Down Syndroms bei ungeborenen Kindern

Seitenansicht Oberkörper einer schwangeren Frau in weißer Kleidung
schwangere Frau © Reicher - www.fotolia.de

Bei seiner Markteinführung 2012 löste der Trisomie-Bluttest PraenaTest heftige Kritiken aus. Von einer Diskriminierung Behinderter war die Rede und von selektiven Designerbabys. Der Test ermöglicht es, bereits im Mutterleib festzustellen, ob das ungeborene Kind an Trisomie 21, 18 oder 13 leidet.

Befürchtungen der Kritiker

Trisomie 21 ist besser bekannt unter dem Namen Down Syndrom und führt zu einer verminderten Intelligenz und körperlichen Auffälligkeiten. Kritiker befürchten, dass sich Eltern bei einem positiven Test zu einer Abtreibung entscheiden könnten und behinderten Kindern das Recht auf Leben nehmen.

Einsatz des Tests bei hoher Wahrscheinlichkeit der Erbkrankheit

In der Regel wird der PraenaTest ab der vollendeten neunten Schwangerschaftswoche eingesetzt und nur bei Frauen, die ein erhöhtes Risiko aufweisen. Die Kosten in Höhe von 825 Euro müssen die Eltern selbst aufbringen. Für den Test wird eine Blutprobe entnommen, aus der das Erbgut von Mutter und Kind analysiert wird.

Trisomie 21 liegt beispielsweise vor, wenn das 21.Chromoson dreifach vorhanden ist. Studien ergaben, dass die Genauigkeit des Testes bei 99 Prozent liegt.

Kritik gegenüber vorgeburtlichen Untersuchungen

Die Firma Lifecodexx, die PraenaTest auf den Markt gebracht hat, lobt die nicht-invasive Blutprobe als große Verbesserung gegenüber früheren invasiven Testmethode, während Kritiker befürchten, dass der Trisomie-Test nur der Anfang ist: In den USA sei man schließlich schon soweit, das ungeborene Babys auf Krankheiten wie Asthma getestet werden, ehe sie zur Welt kommen dürfen.

Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft: Diese Termine sind wichtig

Bauch einer Schwangeren, von hinten von Männerhänden gehalten, die Herz formen
schwanger © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Wenn der Schwangerschaftstest aus der Apotheke positiv ausfällt, ist nach dem ersten Freudenschrei (oder Schrecken) ein Termin beim Frauenarzt angesagt. Denn damit die nun folgenden neun Monate für Mutter und Kind optimal verlaufen, ist eine ärztliche Betreuung wichtig. Empfohlen wird ein Termin, sobald die Schwangerschaft bemerkt wird, sei es durch körperliche Anzeichen wie das Ausbleiben der Periode oder eben den positiven Test aus der Apotheke.

Von Ernährung bis Ultraschall

Bei der Erstuntersuchung ab der fünften Schwangerschaftswoche wird der Frauenarzt die Schwangerschaft per Ultraschall bestätigen und die kommende Zeit ausführlich besprechen, z.B. die gesunde Ernährung in dieser Zeit und die körperlichen Aktivitäten.

Anschließend steht jeden Monat ein weiterer Vorsorgetermin an, der beim Frauenarzt oder bei einer Hebamme durchgeführt werden kann. Alle Befunde dieser Termine werden im Mutterpass vermerkt.

Wichtig sind beispielsweise das regelmäßige Überprüfen des Blutdrucks, das eine mögliche Präeklampsie aufdeckt, und eine Untersuchung des Urins auf mögliche Harnwegsinfektionen um eine Schwangerschaftsdiabetes aufzudecken. Auch Bluttests werden manchmal durchgeführt.

Kurz vor Ende der Schwangerschaft wird zudem auf Hepatitis B und B-Streptokokken getestet, Erreger, die bei der Geburt auf das Kind übergehen könnten. Weiterhin wird der Fötus regelmäßig per Ultraschall überprüft um sicher zu gehen, dass sich das Kind gesund entwickelt.

PETN in der Schwangerschaft: Töchter erkranken später seltener an Bluthochdruck

Deutsche Studie untersucht Wirkungskraft und genetischen Einfluss der PETN-Therapie bei Schwangeren

Zusammengekauerter Embryo im Mutterleib
Embryo © Zffoto - www.fotolia.de

Zeigt sich bei einer Schwangeren eine schlechte Durchblutung der Gebärmutter, kann das schwere Folgen für das Kind haben. Es kommt gehäuft zu Wachstumsstörungen des Ungeborenen und auch eine zu frühe Entbindung gehört zu den Risiken.

Wirkung von PETN

Deutsche Forscher hatten dabei 2014 in einer Studie gezeigt, dass man die Gefahr senken kann, indem die Mütter den Wirkstoff "Pentaerithrityltetranitrat" (kurz PETN) einnehmen. Durch den Wirkstoff wird mehr Stickstoffmonoxid ausgeschüttet und das weitet die Gefäße.

Der Effekt wird in der Praxis gegen Bluthochdruck eingesetzt, damit das Blut nicht mehr durch zu enge Gefäße fließen muss und dabei zu viel Druck aufbaut. Bei den Schwangeren bewirkt die Weitung der Gefäße eine bessere Versorgung der Gebärmutter und damit des Kindes.

Genetische Einflüsse der PETN-Therapie

Eine neue Studie, ebenfalls aus Deutschland, hat nun untersucht, ob die Wirkungskraft des Mittels nur während der Einnahme besteht, oder sich durch die Epigenetik auch auf die Nachkommen überträgt. In der Epigenetik wird erforscht, wie bestimmte Einflüsse direkt auf die DNS wirken und diese verändern. Daher können die Auswirkungen bestimmter Ereignisse sogar an die Kinder vererbt werden.

Offenbar ist dies auch bei der PETN-Therapie von Schwangeren der Fall. Die Forscher untersuchten dies im Tiermodell und behandelten schwangere Ratten mit PETN. Wie auch beim Menschen wirkte die Arznei nicht auf den eigentlichen Blutdruck der Mutter, verbesserte aber die Versorgung der Ungeborenen.

Geschlecht der Nachkommen

Nach der Entbindung der Jungtiere untersuchten die Forscher alle Männchen und Weibchen und stellten fest, dass die weiblichen Kinder seltener Bluthochdruck entwickelten. Im Schnitt konnte der systolische Druck um zehn bis 13 mm Hg gesenkt werden. Interessanterweise trat diese Wirkung bei männlichen Nachkommen nicht ein. Woran das liegt, können die Forscher noch nicht sagen.

Schwangerschaft und Blutungen: Wann gilt es, den Frauenarzt zu kontaktieren?

Wenn Frau während der Schwangerschaft leichte Blutungen hat, ist das nicht gleich ein Grund zur Sorge

Nahaufnahme Ultraschallgerät auf schwangerem Bauch
Ultrasound scan © nyul - www.fotolia.de

Die Freude über das bevorstehende Elternglück kann durch Schmerzen und Komplikationen in der Schwangerschaft getrübt werden. Viele Frauen werden verständlicherweise sehr unruhig, wenn sie während der neun Monate eine Blutung bemerken. Der erste Gedanke geht dabei in die Richtung Abort.

Die gute Nachricht: In der Mehrheit der Fälle haben diese Blutungen keinen ernsten Hintergrund und es besteht keine Gefahr für Kind und Mutter. Tatsächlich erleben 20 Prozent aller Schwangeren, und damit jede Fünfte, eine Blutung während der Schwangerschaft. Ein Abort tritt dabei höchst selten ein.

Dennoch gilt als reine Vorsichtsmaßnahme, dass selbst bei leichten Schmierblutungen der Anruf beim Frauenarzt angemessen ist. Beim kurzfristigen Termin kann mittels Ultraschall schnell abgeklärt werden, auf welche Ursache die Blutung zurückgeht.

Blutungen im ersten Drittel der Schwangerschaft sind kein Grund zur Sorge

Im ersten Drittel der Schwangerschaft muss der Körper sich noch auf die neue Situation einstellen, starke Hormonschwankungen sind an der Tagesordnung. Leichte Blutungen sind dann keine wirkliche Menstruation, sondern ein minimaler Ausfluss von Blut, der dem Fötus nicht im Geringsten schadet. Hat eine Frau dabei keine

steckt so gut wie nie eine ernste Ursache dahinter.

Bei starken Schmerzen sofort einen Notarzt verständigen

Sind Schmerzen spürbar, ist dagegen mehr Vorsicht geboten. Sehr starke Schmerzen können auf einen drohenden Abort hindeuten. Wer wirklich starke Beschwerden zusätzlich zur Blutung hat, sollte direkt den Notarzt anrufen und am Telefon auf die Schwangerschaft hinweisen.

Blutungen im zweiten und letzten Drittel der Schwangerschaft

Im zweiten und letzten Drittel der Schwangerschaft sind Blutungen sehr selten. Der Körper hat sich hier bereits ideal auf das neue Leben eingespielt, das in ihm heranwächst. Dennoch sind Blutungen möglich und erfordern hier dringend den Anruf beim Frauenarzt.

Schiebt sich die Plazenta beispielsweise vor den Muttermund, kann eine Blutung einsetzen. Die Geburt ist dann meist nur via Kaiserschnitt möglich. Auch eine frühzeitige Lösung der Plazenta ist denkbar.

Bereits Ungeborene vor Keuchhusten schützen: Sollten Schwangere sich vorsorglich impfen lassen?

Eine neue Studie hat ergeben, dass die Keuchhusten-Impfung nahe am Geburtstermin keine Nachteile für Mutter und Kind hat

Spritze zieht Wirkstoff, Impfstoff aus Glasfläschchen
Spritze nimmt Wirkstoff auf © Kurt Kleemann - www.fotolia.de

Keuchhusten, in der Fachsprache Pertussis genannt, ist vor allen Dingen für Säuglinge eine ernste Infektionskrankheit. Aus diesem Grund sollten die Kleinen auch frühzeitig geimpft werden.

Allerdings sieht die Impfempfehlung vor, dass man bis zur Vollendung der achten Lebenswoche wartet, bevor der Kinderarzt entsprechend aktiv wird. Das bedeutet, dass die Neugeborenen die ersten zwei Monate keinen eigenen Impfschutz besitzen und auf die Antikörper angewiesen sind, die ihre Mutter ihnen "mitgegeben" hat.

Studie findet keinen Nachteil von Impfung während der Schwangerschaft

Für Ärzte liegt daher die Idee nahe, Neugeborene indirekt zu schützen, indem ihre Mutter während der Schwangerschaft und idealerweise im letzten Drittel, eine Impfung gegen Pertussis erhält. Eine aktuelle Studie zeigt dabei, dass die Verabreichung des Impfstoffes an die Schwangere keine Nachteile für Mutter und Kind mit sich bringt.

Man nutzte für die Studie die Daten von 29.000 werdenden Müttern. Aus den Daten konnte man ablesen, wann die letzte Impfung gegen Keuchhusten erfolgt war und ob eine Impfung nah am Geburtstermin für das Ungeborene negative Konsequenzen gehabt hatte.

Grund für den Verdacht ist die Tatsache, dass man keinen Mono-Impfstoff gegen Pertussis hat, sondern immer in Kombination gegen Diphtherie und Tetanus impfen muss. Die Studie fand jedoch keinerlei Komplikationen.

STIKO-Empfehlung infrage gestellt

Die derzeitige STIKO-Empfehlung, Schwangere ohne Keuchhustenimpfung nicht während der Schwangerschaft, sondern erst unmittelbar nach der Geburt zu impfen, wird damit infrage gestellt. Offenbar belastet die mütterliche Impfung das Ungeborene nicht und man erhöht zugleich den "Nestschutz".

Alle Kontaktpersonen sollten geimpft sein

Weiterhin Gültigkeit behält natürlich die Empfehlung, alle nahestehenden Kontaktpersonen (Vater, Geschwister, Großeltern etc.) auf die Aktualität ihres Impfschutzes hin anzusprechen. Alle Kinder und Erwachsenen, die dem Baby in den ersten Wochen näher kommen, sollten gegen Pertussis geimpft sein.

Mehr als nur Ultraschallbilder: Eltern sollen ihr Ungeborenes mit der Virtual-Reality-Brille sehen

Die Darstellung des neuen Familienmitglieds mittels Virtual-Reality-Brille wird zum wichtigen Faktor der Diagnostik

Paar schaut sich lächelnd Ultraschallbild von ihrem Baby an
Happy young couple holding a sonogram of their unborn child © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Schwangere erfahren bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen nicht nur, wie es ihrem Kind geht, sondern können dank moderner Technik auch einen Blick auf den kleinen Menschen werfen. Ultraschallbilder erlauben mit fortschreitender Schwangerschaft gute Blicke auf Köpfchen, Ärmchen und Co. Doch künftig sollen die ersten Eindrücke vom neuen Familienmitglied noch viel intensiver werden. Forscher arbeiten an einer Darstellung mittels Virtual-Reality-Brille.

Für die realistische Abbildung genügt die Ultraschalluntersuchung nicht mehr. Die werdende Mutter muss ein MRT des Bauches anfertigen lassen und die vielen Einzelbilder werden an einen Rechner übertragen. Die installierte Software berechnet aus den Bildern ein 3D-Modell und sendet dieses an die Virtual-Reality-Brille.

Emotional und wissenschaftlich relevant

Für die Eltern wären die neuen Möglichkeiten der Virtual-Reality vor allem ein emotionaler Gewinn. Sie sehen ihr Kind vor der Entbindung und intensiveren so das Band zu ihrem Nachwuchs. Wer glaubt, die Neuentwicklung ist daher eher eine nette Spielerei für Eltern, irrt allerdings. Für Ärzte wäre die neue Virtual-Reality aus medizinischer Sicht ein wichtiger Schritt in der Diagnostik.

Während Eltern durch die Virtual-Reality-Brille vor allem den allgemeinen Körperbau und das Gesicht ihres Ungeborenen sehen möchten, können die Ärzte sich auch sämtliche Organe und die Beschaffenheit der Plazenta ansehen.

Verbesserte Begleitung werdender Eltern

Die hochauflösenden Bilder würden noch genauere Diagnosen erlauben. Die Bilder einer normalen Ultraschalluntersuchung sind deutlich ungenauer und können in manchen Fällen daher nur zu Vermutungen führen, die wiederum weitere Untersuchungen nach sich ziehen.

Diesen Zeitaufwand und Stress könnte man Mutter und Kind ersparen. Kommt es zu Diagnosen und müssen weitere Schritte erwogen werden, können die Ärzte anhand der 3D-Modelle außerdem viel verständlichere Erklärungen abgeben und die Eltern so besser begleiten.

Fischölkapseln für das Ungeborene: Mütter senken damit die Gefahr für späteres Asthma

Studie belegt den schützten Effekt der Nahrungsergänzungsmittel mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA

Schwangere Frau steht in der Apotheke vor einem Regal und hält ein braunes Glasgefäß in der Hand
pregnant woman with medication at pharmacy © Syda Productions - www.fotolia.de

Bereits während der Schwangerschaft hat das Verhalten der werdenden Mutter einen großen Einfluss auf die Gesundheit des Kindes. Aus diesem Grund sind Suchtstoffe wie Alkohol auch tabu. Seit längerem sprechen sich viele Frauenärzte zudem dafür aus, dass Schwangere zur Nahrungsergänzung auf Fischölkapseln setzen sollten. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren helfen zum einen dem mütterlichen Körper bei seiner schweren Arbeit und zum anderen wird die Gesundheit des Ungeborenen positiv beeinflusst. Doch stimmt das?

Fischölkapseln in der Studie

Eine aktuelle Studie hat sich angesehen, ob Fischölkapseln das Risiko auf Asthma senken können und kommt zu dem Schluss: Im Kleinkindalter tritt Asthma tatsächlich seltener auf, wenn die Mutter während der Schwangerschaft auf zusätzliche Omega-3-Fettsäuren gesetzt hat. Insgesamt waren 736 Frauen Teil der Studie.

Sie befanden sich zwischen der 22. und 26 Woche, als sie Fischölkapseln von den Ärzten bekamen. Jeden Tag sollten diese bis zur Entbindung geschluckt werden. Eine Kapsel enthielt die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und das in der Dosierung von je 2,4 Gramm. Das entspricht dem 20-Fachen dessen, was Deutsche im Schnitt mit der tägliche Nahrung aufnehmen. Ein Teil der Frauen erhielt allerdings nur Placebos und wurde so zur Kontrollgruppe.

Ausgangswerte entscheidend

Als die Kinder später drei Jahre alt waren, zeigte sich ein deutlicher Unterschied:

  • In Der Fischöl-Gruppe hatten 16,9 Prozent Asthma entwickelt,
  • in der Kontrollgruppe 23,7 Prozent.

Der schützte Effekt der Nahrungsergänzungsmittel war im Einzelfall umso höher, je niedriger die vorab gemessenen EPA- und DHA-Werte im Blut der Frauen gewesen waren. Wer also bereits vor Therapiebeginn zu wenig Omega-3-Fettsäuren zu sich nahm, dessen Ungeborenes profitierte vom Fischöl besonders stark. Betrachtete man nur die Frauen mit Minimalwerten zu Therapiebeginn,

  • lag das Asthmarisiko ohne Fischölkapseln bei 34,1 Prozent und
  • sank dank der Kapseln auf nur noch 17,5 Prozent.

Fördern Schwangere mit der Einnahme von Fischöl-Kapseln wirklich die kindliche Hirnentwicklung?

Laut Studie sind Fischöl-Kapseln verzichtbar - Omega-3-Fettsäuren werden bei normaler Ernährung ausreichend aufgenommen

Schwangere Frau mit dickem Babybauch in weißer Kleidung vor einem schwarzen Hintergrund
What's best for your baby? © Ljupco Smokovski - www.fotolia.de

Sobald eine Frau schwanger ist, erhält sie von Ärzten, Verwandten und Freunden viele Ratschläge. Die richtige Ernährung steht ganz oben auf der Liste, denn der mütterliche Körper soll dem heranwachsenden Leben alle Nährstoffe mit auf den Weg geben.

Viele entscheiden sich für die Einnahme von Fischöl-Kapseln. Darin enthalten sind die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren, und die soll das heranwachsende Kind so früh wie möglich in guten Mengen erhalten. Manche Anbieter versprechen sogar, dass die Gehirnentwicklung des Kindes damit positiv angeregt wird.

Doch stimmt das? Eine aktuelle Studie hat sich mit der Unterstützung von 2.400 Schwangeren dieser Frage gewidmet.

Die Studie

Die Frauen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und wussten nicht, ob sie täglich Fischöl-Kapseln oder ein Placebopräparat schluckten. Wer die echten Kapseln bekam, nahm pro Tag 100 Milligramm Eicosapentaensäure und 800 Milligramm Docosahexaensäure zu sich. Das sind Standarddosierungen in handelsüblichen Fischöl-Kapseln.

Nach der Entbindung der Kinder wurden alle Frühchen und stichprobenartig gewählte Neugeborene auf ihre altersgerechte Hirnentwicklung hin untersucht. 18 Monate nach der Geburt, nach vier Jahren und nach sieben Jahren erfolgten IQ-Tests.

Es zeigte sich, dass die Kinder beider Gruppen einen vergleichbaren IQ hatten. Sowohl in den ersten Tests als auch im Grundschulalter waren die Jungen und Mädchen in beiden Gruppen gleich entwickelt. Fischöl-Kapseln haben folglich keine messbare Wirkung auf die Hirnentwicklung.

Fischöl-Kapseln bei normaler Ernährung verzichtbar

Verschwenden Schwangere also ihr Geld, wenn sie in diese Nahrungsergänzung investieren? Zumindest die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (kurz DGE) hat dazu eine klare Leitlinie veröffentlicht. Demnach wird der Verzehr von Fischöl-Kapseln nur den Frauen empfohlen, die beispielsweise als Veganerinnen niemals Fisch verzehren. Alle anderen sollten über die normale Ernährung genügend Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen.

Viel wichtiger, so die DGE, ist eine Einnahme von Folsäure. Das Vitamin B9 schützt die Ungeborenen nachweislich vor Fehlbildungen und sollte im ersten Drittel der Schwangerschaft ergänzend eingenommen werden. Auch Jod und Eisen sind sinnvoll als Ergänzungsmittel und viel wichtiger als Fischöl-Kapseln.

Hormonbehandlung in der Schwangerschaft: Werden mehr Kinder bi- und homosexuell?

Einnahme von Progesteron während der Schwangerschaft kann sexuelle Orientierung des Kindes prägen

Rote 3-D-Grafik eines Embryos in der 6. Schwangerschaftswoche (6. SSW)
Embryonalentwicklung © ag visuell - www.fotolia.de

Das Gelbkörperhormon ist für einen gesunden Ablauf der Schwangerschaft unabdingbar. Der Arzt nennt es auch Progesteron und kann es Frauen während der neun Monate als künstliches Hormon verschreiben. Frauenärzte tun dies, wenn das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht ist, denn Progesteron sorgt für ein sicheres Einnisten des wachsenden Lebens in der Gebärmutter.

Doch welche Auswirkungen die Hormonvergabe auf die Entwicklung des Kindes haben kann, wurde bisher nicht untersucht. Eine US-Studie wollte erste Daten dazu sammeln und kam dabei zu einem überraschenden Ergebnis: Offenbar kann die Einnahme von Progesteron die sexuelle Orientierung des Kindes im Mutterleib prägen.

Für die Untersuchung machten die Forscher in Dänemark 17 Männer und 17 Frauen aus, deren Mütter damals Progesteron in der Schwangerschaft erhalten hatten. Eine weitere Gruppe mit 34 Teilnehmern (gleiche Geschlechtsverteilung) wurde zur Kontrolle hinzugenommen. Deren Mütter hatten keinerlei künstliche Hormone währen der Schwangerschaft bekommen.

Alle 68 Probanden waren inzwischen Mitte 20 und sexuell aktiv. Sie äußerten sich zu ihrem Beziehungs- und Sexualleben und gaben dabei auch an, ob sie gleichgeschlechtliche Erfahrungen gemacht hatten.

Progesteron erhöht die Wahrscheinlichkeit für Bi- oder Homosexualität

Die Auswertung der 68 Befragungen zeigte, dass die Gruppe mit erhöhten Progesteron-Kontakt im Mutterleib häufiger nicht-heterosexuell waren. Viele waren entweder bisexuell (17,6 Prozent), homosexuell (29,4 Prozent) oder ordneten sich einer anderen Ausrichtung zu. 24,2 Prozent gaben an, bereits mindestens einmal eine sexuelle Erfahrung mit einem Partner des gleichen Geschlechts gehabt zu haben.

Die Forscher leiten daraus ab, dass die künstliche Hormonvergabe an werdende Mütter eine prägende Rolle für das Kind spielt. Der Gedanke ist nicht abwegig, da Progesteron nicht nur im Menstruationszyklus und bei der Schwangerschaft eine Rolle spielt.

Das Hormon ist bei beiden Geschlechtern an der Entwicklung von Nerven beteiligt und wird zur Ausbildung weiterer Sexualhormone benötigt. Auch Steroidhormone sind auf Progesteron angewiesen und ihrerseits wichtig für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper. Es zeigt sich daher einmal mehr, dass man die ganze Komplexität der Hormone noch lange nicht erschöpfend erforscht hat und die Vergabe daher nicht zu leichtfertig erfolgen sollte.

Handybenutzung während der Schwangerschaft gefährlich

Die Benutzung von Mobiltelefonen während der Schwangerschaft kann Schäden beim Säugling nach sich ziehen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die amerikanische und dänische Forscher durchgeführt haben.

Demnach weisen Kinder von Müttern, die während ihrer Schwangerschaft ein Handy benutzt haben, später Verhaltensstörungen (wie zum Beispiel Hyperaktivität) auf. Laut der Wissenschaftler seien bereits zwei bis drei Telefongespräche am Tag gefährlich.

Zudem würden Kinder, die bereits vor ihrem siebten Lebensjahr ein Handy erhalten, ebenfalls gefährdet sein.

Arzthaftpflicht und hoher Aufwand - Immer mehr Gynäkologen schließen ihre Praxis

Flächendeckendes Praxisnetz bei Gynäkologen durch zu hohe Kosten bald nicht mehr gewährleistet

Schwangere Frau liegt auf Rücken, hält Ultraschallbild in Händen
schwangere frau mit ultraschall fotos © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Schwangere Frauen werden normalerweise bis zur Geburt von ihrem Frauenarzt begleitet. Er untersucht die körperlichen Funktionen von Mutter und Kind und kann auf Wunsch per Ultraschall das Geschlecht des Babys feststellen.

Viele Frauen suchen sich in dieser Zeit einen Frauenarzt, der für sie unkompliziert zu erreichen ist. Doch dieses flächendeckende Netz in Deutschland ist in Gefahr, schon jetzt drohen besonders in ländlichen Gebieten große Versorgungslücken. Denn Gynäkologen sind besonders von den immer höheren Beitragszahlungen für die Arzthaftpflicht betroffen.

Der größere Kostenaufwand für Gynäkologen

Werden im Laufe der Schwangerschaftsvorsorge Fehler gemacht oder falsche Prognosen getroffen, werden alle Beteiligten per Haftpflichtversicherung zur Verantwortung gezogen.

"Hinzukommt der damit anwachsende Aufwand für Dokumentation und die höheren Anforderungen an die vorgeburtliche Medizin", erklärt Dr. Wolf Dieter Fiessler von der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Da die Kosten sowie der Aufwand für viele Gynäkologen in keinem Verhältnis mehr zum Erlös steht, schließen viele ihre Praxen. Frauen müssen dann oft in eine andere Stadt fahren, um zum Arzt zu gehen.

Grundinformationen und Hinweise zur Schwangerschaftsvorsorge

  • Mögliche Gefahren - Worauf Schwangere im Alltag achten und was sie vermeiden sollten

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: Frau beim Staubwischen © Kzenon - www.fotolia.de
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  • Bildnachweis: Wunderbaum einpflanzen 01 © Lianem - www.fotolia.de
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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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