3. Mai 2011
Ein Schwangerschaftsdiabetes kann nur in der Schwangerschaft auftreten. Die Erhöhung des Blutzuckers kann zu Folgeschäden beim Baby führen.
Frauen, die unter einem Schwangerschaftsdiabetes leiden, haben während der Schwangerschaft einen erhöhten Zuckerspiegel im Blut. Dieser muss entweder durch eine strikte Diät gesenkt werden oder die Schwangere muss sich Insulin spritzen.
Ein erhöhter Blutzuckerspiegel der schwangeren Frau kann zu Komplikationen führen, weshalb er unbedingt gesenkt werden muss. Wird der Schwangerschaftsdiabetes nicht erkannt, so kann dies dazu führen, dass das Baby mit einem enormen Geburtsgewicht zur Welt kommt. Die Babys können dann 4,5 kg oder noch mehr wiegen. Auch das Aussehen dieser Baby unterscheidet sich von anderen Babys: Sie haben eine hochrote Haut, ein rundes Gesicht und Fettpölsterchen im Nacken. Viele Babys von Frauen, die unter einem unbehandelten Schwangerschaftsdiabetes litten, haben Atemstörungen, wenn sie zur Welt kommen. Bei einer Blutuntersuchung dieser Babys fällt auf, dass der Bilirubinwert deutlich erhöht ist, der Blutzucker jedoch viel zu niedrig. Die körperliche Untersuchung der Babys ergibt ein zu großes Herz, das jedoch weniger leistungsfähig ist als ein normales kleineres Herz. Im Blut der Babys befindet sich zudem zu wenig Kalzium, weshalb die Babys oft unter Krämpfen der Muskulatur leiden.
Babys von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes werden über die Plazenta nicht ausreichend versorgt. Öfter als andere Babys versterben sie daher noch während der Schwangerschaft im Mutterleib.
Babys von Müttern, die unter Schwangerschaftsdiabetes litten, haben später ein sehr hohes Risiko, am Typ II-Diabetes zu erkranken. Sehr oft sind die Kinder und auch später die Erwachsenen übergewichtig, wenn die Mutter in der Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes hatte.
Auch für die Frauen bedeutet ein Schwangerschaftsdiabetes ein Risiko: Wenn sie erneut schwanger werden möchten, leiden sie häufig wieder unter einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Zusätzlich leiden diese Frauen Jahre später häufiger unter dem Typ II-Diabetes im Vergleich zu den Frauen, die während der Schwangerschaft einen normalen Blutzuckerspiegel hatten.
Die meisten Babys müssen per Kaiserschnitt geboren werden, wenn die Frau unter einem Schwangerschaftsdiabetes leidet, da die Kinder so groß und schwer sind, dass sie nicht auf normalem Wege geboren werden können. Der Kaiserschnitt wird meist dann auch wenige Wochen vor dem errechneten Termin durchgeführt.
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