30. Juli 2010
Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, kann verschiedene Ursachen haben. Unter anderem können bestimmte Schwangerschaftshormone eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels bewirken.
Ein Schwangerschaftsdiabetes wird oft nicht erkannt, weil er den Betroffenen keine Beschwerden bereitet und es häufig gar keine Anzeichen gibt. Mögliche Anzeichen können sein: ein gesteigertes Durstgefühl, Harnwegs- und auch Nierenentzündungen, eine abnormale Gewichtszunahme, hoher Blutdruck, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder ein schlechter Allgemeinzustand. Es gibt verschieden Faktoren, die einen Schwangerschaftsdiabetes begünstigen. So zum Beispiel: Übergewicht, Bluthochdruck, wenn die Schwangere über 30 Jahre alt ist, Fehlgeburten in der Vorgeschichte, wenn das Geburtsgewicht der Schwangeren über 4000 Gramm war oder sie schon Kinder geboren hat mit einem Geburtsgewicht über 4000 Gramm, Wenn es bereits Diabetes in der Familienanamnese gibt und wenn es bereits eine Schwangerschaft mit Schwangerschaftsdiabetes gab.
Oft wird der Schwangerschaftsdiabetes zufällig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen bei einem Suchtests entdeckt. Mögliche Symptome eines Gestationsdiabetes können sich zeigen. Eine starke Zunahme der Fruchtwassermenge oder ein abnormales Größenwachstum des Kindes, die so genannte fötale Makrosomie, können Hinweise sein.
Bei dem oralen Glukosetoleranztest (oGtt) oder Zuckerbelastungstest, erhält die Schwangere 75 g Glukose und dann wird innerhalb von zwei Stunden, dreimal Blut abgenommen. Zu Anfang, nach einer Stunde und nach zwei Stunden. Um die Diagnose zu stellen, gibt es folgende Grenzwerte: Nüchtern 90 mg/dl (5,0 mmol/l), nach einer Stunde 180 mg/dl (10 mmol/l), nach zwei Stunden 155 mg/dl (8,6 mmol/l). Wenn nur ein Wert überschritten ist, besteht eine eingeschränkte Glukosetoleranz. Sind zwei oder drei Werte überschritten, so spricht man von einem Gestationsdiabetes. Wenn der Gestationsdiabetes diagnostiziert wurde, ist er in der Regel gut behandelbar. Oft hilft schon eine Ernährungsumstellung, durch die Behandlung lassen sich die Risiken senken.
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