20. Juli 2010
Durch die körperliche Veränderung können in der Schwangerschaft Beschwerden auftreten. Das ist von Frau zu Frau ganz unterschiedlich, manche sind mehr, andere weniger betroffen. Die hormonelle Umstellung kann eine Vielzahl an Symptomen verursachen, dies geht nicht unbemerkt an der Frau vorbei.
Zu den häufigsten Beschwerden gehören unter anderem Übelkeit, Erbrechen, häufiger Harndrang, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Hitzewallungen, Wadenkrämpfe, geschwollene Füße, Brustschmerzen, Verstopfung oder Sodbrennen. Die Haut wird gedehnt und strapaziert, so können Schwangerschaftsstreifen entstehen. Bei diesen typischen Beschwerden handelt es sich nicht um ernste Erkrankungen. Dabei sind die meisten Beschwerden zwar lästig aber normal und auch unbedenklich. Das so genannte Schwangerschaftsjucken kann unter Umständen durch einen Vitaminmangel entstehen, andere Beschwerden sind in der Regel gut behandelbar und es gibt auch gute Hausmittel oder der behandelnde Arzt weiß einen Rat. Es kann aber auch passieren, dass die Beschwerden ein bedenkliches Ausmaß annehmen. Wenn sich beispielsweise das Erbrechen häuft und über einen längeren Zeitraum anhält, so dass die Gefahr einer Austrocknung und Mangelerscheinung besteht.
Wenn Blutungen auftreten, die Schwangere Fieber bekommt oder ziehende Schmerzen im Unterbauch, so ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Bluthochdruck, Hämorrhoiden, Atembeschwerden, Ödeme, Zahnfleischentzündung, Krampfadern und Schwangerschaftsdiabetes gehören in ärztliche Behandlung. Bei massiven Schwangerschaftsbeschwerden kann unter Umständen eine berufstätige Schwangere nicht mehr arbeiten gehen und der behandelnde Arzt wird sie krankschreiben. Auf keinen Fall soll bei Beschwerden eine Selbstmedikation vorgenommen werden. Es sollte immer ein ärztlicher Rat eingeholt werden oder man kann auch die Hebamme fragen. Wenn man sich wegen der Beschwerden nicht sicher ist, sollte man lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig zum Arzt gehen. Wenn man ein ungutes Gefühl hat und sich Sorgen macht, sind der Arzt und die Hebamme immer die richtigen Ansprechpartner.
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