Pilzinfektionen während der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft leiden Frauen häufiger unter Pilzinfektionen. Grund dafür ist die veränderte hormonelle Situation.

Wie man Pilzinfektionen schonend behandeln kann

Ursachen

Bei acht von zehn Frauen mit einer Pilzinfektion kann der Pilz namens "Candida albicans" nachgewiesen werden. Dieser Pilz fühlt sich besonders bei schwangeren Frauen wohl, da die Zellen der Vaginalschleimhaut durch die Schwangerschaftshormone einen höheren Zuckergehalt aufweisen, der für das Pilzwachstum sehr förderlich ist.

Hinzu kommt, dass das Immunsystem in der Schwangerschaft empfindlicher als sonst reagiert und der weibliche Körper dadurch empfänglicher für Pilzinfektionen wird.

Symptome

Symptome einer Pilzinfektion sind ein Brennen und/oder Juckreiz im Vaginalbereich, was oft zusätzlich verbunden ist mit einem weißlichen Ausfluss. Dieser Ausfluss hat eine bröckelige Konsistenz, was daher nicht zu übersehen ist.

Das Brennen kann auch während des Wasserlassens auftreten. Daneben kann auch die Scheide geschwollen und/oder gerötet sein.

Ob eine Pilzerkrankung vorliegt oder nicht, kann durch einen Vaginalabstrich diagnostiziert werden. Oftmals ist dieser Abstrich aber sogar positiv, obwohl die Schwangeren keinerlei Beschwerden haben.

Behandlung

Eine Pilzinfektion in der Schwangerschaft kann in der Regel gut behandelt werden. Das ungeborene Baby ist dadurch nicht in Gefahr. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Pilzinfektion ursächlich dafür verantwortlich, dass vorzeitige Wehen auftreten.

Frauenarzt aufsuchen

Während Frauen, die nicht schwanger sind, bei einer Pilzinfektion nicht zwingend zum Frauenarzt gehen müssen, sollten Schwangere dies unbedingt tun. Der Gynäkologe muss anhand des Befundes entscheiden, welches Medikament verordnet wird und wie lange dies angewendet werden muss.

Meist verordnet der Arzt eine Salbe, die lokal angewandt wird sowie teilweise zusätzlich Scheidenzäpfchen.

Ansteckungsgefahr

Tritt die Pilzinfektion um den Geburtstermin herum auf, so erleiden viele Babys, die auf natürlichem Wege vaginal geboren werden, in den Tagen nach der Geburt ebenfalls eine Pilzinfektion. Diese tritt häufig im Mund des Babys auf und ist zwar nicht gefährlich, aber doch sehr unangenehm.

Prävention

Nach einer behandelten Pilzinfektion können Frauen zur Vorbeugung vor einer erneuten Infektion eine Kurbehandlung mit Milchsäure durchführen. Derartige Präparate werden meist eine Woche lang angewandt und dienen dazu, die Vaginalschleimhaut zu beruhigen und wieder aufzubauen.

Intimhygiene

Zusätzlich gibt es einige Maßnahmen, die es den Pilzen schwerer machen, sich auszubreiten. Dazu gehört, dass eine werdende Mutter täglich ihre Unterwäsche wechseln sollte und diese Unterwäsche aus Baumwolle sein sollte. Intimhygiene ist äußerst wichtig, zu häufiges Waschen ist jedoch eher schädlich als nützlich.

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