Auch während einer Schwangerschaft können unangenehme Krankheitserscheinungen wie Hals- und Kopfschmerzen auftreten. Viele Beschwerden sind nahezu klassisch in der Schwangerschaft, zum Beispiel die Übelkeit am Morgen.
Doch auch wenn die werdende Mutter sonst schnell mal zur Schmerztablette oder zum Hustenlöser gegriffen hat, ist in der Zeit der Schwangerschaft Vorsicht angesagt. Nahezu alle aufgenommenen Stoffe gelangen nämlich auch in den Blutkreislauf des ungeborenen Babys - und bei jenem haben einige Medikamente fatale Nebenwirkungen. Das kann selbst bei einem vermeintlich harmlosen Erkältungsmittel wie Acetylcystein (ACC) der Fall sein, weswegen eine Einnahme immer nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen sollte. Auch Nasensprays sollten mit Vorsicht verwendet werden, da sie die Durchblutung der Plazenta einschränken können.
Wenn die Nase dennoch läuft und es im Hals kratzt, kann und sollte die werdende Mutter sich selbstverständlich trotzdem pflegen. Neben viel Ruhe helfen bei einer Erkältung zum Beispiel Kartoffelwickel: Für dieses alte Hausmittel werden Kartoffeln ungeschält gekocht und in einem sauberen Küchenhandtuch zerdrückt. Dieses Handtuch fungiert dann als warmes Innentuch für einen Wickel, der um die Brust oder den Hals geschlagen wird.
Auch die klassischen Wadenwickel aus Kinderzeiten erweisen sich als hilfreich, wenn zu dem Infekt leichtes Fieber hinzukommt. Hierzu werden kühle, feuchte Tücher um die Waden geschlagen und zusätzlich in ein trockenes Handtuch eingewickelt. Steigt die Temperatur über 39 Grad, sollte allerdings ein ärztlicher Rat eingeholt werden.
Als besonders belastend empfinden viele Frauen die Übelkeit nach dem Aufstehen am Morgen. Bei einigen kommt es dadurch sogar zu regelmäßigem Erbrechen. Hier hilft vor allen Dingen Ruhe und ein schonender Umgang mit dem Körper. Intensive Düfte sollten gemiesen werden und das Frühstück sollte klein und gut bekömmlich sein. Auch am restlichen Tag sollte man seine Mahlzeiten lieber klein halten und dafür öfter über den Tag verteilt essen - das mindert das Übelkeitsrisiko. Die gute Nachricht ist, dass nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft das Problem normalerweise von allein wieder verschwindet.
Die Veränderungen im Hormonhaushalt schlagen außerdem nicht selten auf den Darm, sodass viele Frauen in der Zeit der Schwangerschaft gelegentlich unter Verstopfung leiden. Hier gilt es, die Darmtätigkeit anzuregen, zum Beispiel durch die Ballaststoffe in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Auch Leinsamen und Trockenobst wie Backpflaumen machen den Darm auf natürliche Weise fit. Bei Kopfschmerz- oder Abführmitteln sollte auf jeden Fall eine Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Epilepsie müssen selbstverständlich auch während der Schwangerschaft weiterhin behandelt werden. Hier ist es ratsam, bereits im Vorhinein mit einem Arzt über die Familienplanung zu reden, damit eventuell bereits vor der Schwangerschaft eine Umstellung auf verträglichere Medikamente erfolgen kann.
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16.05.13 | |
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