Die Diagnose "schwanger" löst ganz unterschiedliche Gefühle bei den betroffenen Frauen aus. Die einen dürfen sich freuen und möchten am liebsten die ganze Welt umarmen und bei anderen macht sich eher ein Beklemmungsgefühl breit. Nicht jede Schwangerschaft ist gewollt oder sie geht mit vielen Ängsten einher.
Manchmal freut sich die Frau über die Schwangerschaft, aber der Partner reagiert mit Ablehnung. Dies ist eine schwierige Situation, für den Partner kann es unterschiedliche Gründe geben, das Kind nicht zu wollen.
Er fühlt sich nicht bereit für eine feste Bindung, ist nicht bereit Verantwortung zu übernehmen oder er hat materielle Gründe die gegen ein Kind sprechen. Für die Frau ist es oft wie ein Schlag in das Gesicht, wenn sie die Ablehnung erfährt. Sie fühlt sich verletzt, ungeliebt und nicht wahrgenommen.
Oft wird die Ablehnung auch als Demütigung empfunden. Dabei erfährt sie die Ablehnung nicht nur für das Kind sondern sie erlebt es auch als persönliche Ablehnung. So eine Situation dürfte die Partnerschaft auf einen schweren Prüfstand stellen. Oftmals kommt es zur Scheidung oder Trennung.
Die Frau steht damit vor dem Problem, sich für die Partnerschaft oder für das Kind entscheiden zu müssen. Wie immer sie sich entscheidet, ist es nicht das, was ihren Vorstellungen von einer heilen Familie entspricht. Damit ist sie in einem großen Konflikt.
Entscheidet sie sich für das Kind, verliert sie unter Umständen den Partner. Entscheidet sie sich für den Partner, verliert sie das Kind. So ist sie mit jeder Entscheidung überfordert und kann in eine seelische Krise stürzen. Ablehnung tut immer weh und bereitet seelische Schmerzen.
Durch die Schwangerschaft und den damit verbundenen hormonellen Umstellung ist die Frau sowieso schon in einer Ausnahmesituation. Sie ist sensibler und empfindlicher und dadurch auch verletzbarer. Es gibt wohl keine allgemeingültigen Tipps wie man mit Ablehnung und Verletzung umgeht. Die Frau kann sie nur bemühen die Ablehnung nicht persönlich zu nehmen und dem Partner zuzugestehen, dass auch er überfordert ist.
Trotzdem bleiben bei der Frau der Kummer und oft Gefühle der Wertlosigkeit und Minderwertigkeitsgefühle. Die Frau empfindet das Leben des Kindes bedroht und gefährdet und das kann sie ihrem Partner nicht verzeihen.
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