Die Risiken einer Saugglockengeburt

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  • von Paradisi-Redaktion
Neugeborenes schreit, Nabelschnur
newborn child © Torsten Lorenz - www.fotolia.de

Nicht immer verläuft eine Geburt wie geplant und es kann zu Komplikationen kommen. Manchmal ist eine vaginal-operative Entbindungsmethode notwendig. Die Saugglockengeburt bezeichnet die am häufigsten durchgeführte Methode.

Mögliche Komplikationen und Risiken

Komplikationen können plötzlich während der Wehentätigkeit ohne vorher absehbare Risiken auftreten. Man nennt die Saugglockengeburt auch Vakuumextraktion.

Der Geburtsvorgang kann ins Stocken geraten und das Ungeborene sitzt im Becken fest. Die Vakuumglocke wird am Kopf des Kindes angesetzt und das Kind wird herausgezogen, um den Geburtsvorgang zu beschleunigen. Daher kann die Saugglocke nur bei Schädellagen angewendet werden.

Eine Saugglockengeburt birgt auch Risiken in sich, so kommt es zu einer Schwellung am Kopf und es kann auch zu Verletzungen der Kopfhaut kommen. Neben den leichten Schwellungen kann auch ein Bluterguss oder eine Art leichte Blase auftreten.

Eine Saugglockenentbindung verändert aber nicht die Kopfform des Kindes. Die Erscheinungen auf dem Kopf verschwinden in der Regel nach einigen Tagen.

Der Vergleich zu anderen Geburtsvarianten

Im Vergleich zu der Zangengeburt ist die Saugglockengeburt risikoärmer was Verletzungen der Mutter angeht. Sie verursacht in der Regel auch weniger Schmerzen und Beschwerden. Auch die Beckenbodenmuskulatur wird nicht so stark geschädigt.

Bei Frühgeburten wird die Vakuumglocke nicht angewandt, weil die Gefahr einer möglichen Hirnblutung besteht. Alternativen zu der Saugglockengeburt sind der Kaiserschnitt oder eine Zangengeburt.

Welche Methode Anwendung findet entscheiden die Geburtshelfer, je nach dem gesundheitlichen Zustand von Mutter und Baby und wie weit die Geburt vorangeschritten ist.

Notwendigkeit der Saugglockengeburt

Wenn der normale Geburtsverlauf nachhaltig gestört ist, dann kann der Eingriff mit einer Saugglocke notwendig werden. Mit einer Saugglockengeburt soll eine laufende Entbindung möglichst schnell beendet werden. Das Kind kann dann mit der Saugglocke sanft aus der Scheide gezogen werden. Damit wird die letzte Phase der Geburt, die so genannte Austreibungsphase beschleunigt.

Durch die Saugglocke kann es aber auch zu Verletzungen der Mutter kommen, wie zum Beispiel eine Ruptur (Riss) in der Scheide. Eine Saugglockengeburt kann auch ohne Dammschnitt gemacht werden.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: newborn child © Torsten Lorenz - www.fotolia.de

Grundinformationen und Hinweise zur Saugglockengeburt

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