Presswehen Artikel

Gibt es Möglichkeiten, die Presswehen zu beeinflussen?

Sobald die Presswehen auftreten, geht die Geburt dem Ende zu. In gewissem Maße können die Presswehen beeinflusst werden.

Die Presswehen treten in der letzten Phase der Geburt auf. Die werdende Mutter hat dann das Bedürfnis mitzupressen und das Baby nach draußen zu schieben. Der Drang ist dabei so groß, dass er kaum unterdrückt werden kann.

Meist darf die werdende Mutter jedoch nicht schon zu Beginn der Presswehen mitpressen. Dies hängt davon ab, wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Ist der Muttermund noch nicht vollständig eröffnet, so würde das Mitpressen einen zu großen Druck auf Scheide und Damm ausüben und Verletzungen verursachen. Daher wird die werdende Mutter angehalten, die Presswehen so lange zu veratmen, bis der Muttermund vollständig eröffnet ist und das Baby geboren werden kann.

Wenn Presswehen veratmet werden müssen, so kann die werdende Mutter dies nur tun, indem sie tief ein- und wieder ausatmet und sich darauf konzentriert, nicht zu pressen. Dies kostet meist sehr viel Überwindung, da der Drang zum Pressen derart stark ist, dass er kaum unterdrückt werden kann. Durch die richtige Atmung können jedoch einige Presswehen veratmet werden.

Frauen, die zur Geburt eine PDA bekommen haben, spüren die Presswehen oftmals nur sehr schwach. Sie müssen dann von der Hebamme angeleitet werden zu pressen, wenn es an der Zeit ist.

Während der Presswehen entleert sich meist auch der Darm der werdenden Mutter, da das Köpfchen den Inhalt nach außen drückt. Viele Frauen versuchen daher den Darminhalt zurückzuhalten und trauen sich nicht richtig zu pressen. Letztlich kann das Baby dadurch jedoch nicht geboren werden. Erst wenn die Mutter hemmungslos mitpresst, können die Presswehen auch zum Ende der Geburt führen. Viele Krankenhäuser bieten den Schwangeren daher bei Geburtsbeginn einen Einlauf an, um den Darm zu reinigen. Die Frauen können dann bei den Presswehen gleich richtig mitpressen, ohne Angst zu haben, den Stuhlgang nicht kontrollieren zu können.

Grundinformationen und Hinweise zu Presswehen

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