Pränataldiagnostik

Die vorgeburtliche Diagnostik mit Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten des Embryos

Die Pränataldiagnostik befasst sich mit Fehlentwicklungen und Erkrankungen des Kindes, die während der Schwangerschaft zu erkennen sind. Es wird hauptsächlich zwischen invasiven und nicht-invasiven Untersuchungsmethoden unterschieden.

Ärztin macht Ultraschalluntersuchung bei schwangerer Frau
Pregnant woman getting ultrasound from doctor © Monkey Business - www.fotolia.de

Die Pränataldiagnostik umfasst alle angewandten Methoden und medizinischen Geräte, die im Frühstadium der Schwangerschaft dazu beitragen können,

  • Fehlbildungen beim Kind zu erkennen und
  • die am besten geeigneten Maßnahmen einzuleiten.

Diese können je nach Schweregrad der Fehlbildung oder Erkrankung in einer Operation des Kindes im Mutterleib oder in einem Schwangerschaftsabbruch bestehen. Übersetzt bedeutet der Begriff pränatal "vor der Geburt", er bezieht sich also auch auf die beiden hinteren Schwangerschaftsdrittel. Die Pränataldiagnostik wird jedoch in den meisten Fällen in der ersten Hälfte der Schwangerschaft angewendet.

Durchgeführte Untersuchungen

Bekannte Instrumente der Pränataldiagnostik sind

den es mittlerweile bereits auch in dreidimensionaler Ausführung gibt. Der Ultraschall wird bei jeder Schwangerschaft 2-4x durchgeführt und ist eine Kassenleistung. Er ist für Mutter und Kind ungefährlich. Ebenso verhält es sich mit

Diese gehören alle zum Standard.

Weiterführende Methoden der Pränataldiagnostik werden nur in speziellen Fällen eingesetzt, zum Beispiel wenn es Verdacht auf Fehlbildungen gibt, Erbkrankheiten in der Familie vorkommen, oder es sich um Risikoschwangerschaften zum Beispiel älterer Gebärender (ein Richtwert ist hier das Alter 35 Jahre) oder um Mehrlingsschwangerschaften handelt. Diese Faktoren machen eine genauere Überwachung notwendig.

Weit verbreitete Methoden sind

bei der Plazentagewebe von außerhalb der Gebärmutter entnommen wird. Beide Untersuchungen sind etwas schmerzhaft und bergen gewisse Risiken, aber auch Vorteile. Eine starke Behinderung des Ungeborenen, zum Beispiel Trisomie 21, kann so über den Chromosomensatz frühzeitig festgestellt oder ausgeschlossen werden.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zur Pränataldiagnostik

Ersttrimesterscreening - Funktion und Ablauf

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Das Ersttrimesterscreening kann zum Ende des ersten Drittels der Schwangerschaft durchgeführt werden und ist weitgehend frei von Risiken. Ein fester Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge ist das Screening nicht - die Kosten trägt die Patientin.

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