22. Juli 2010
Der plötzliche Kindstod beschreibt den unvermittelten Tod eines Säuglings. Es gibt viele Vermutungen, doch die wirklichen Ursachen sind weitgehend ungeklärt. Für die betroffenen Eltern ist es eine Tragödie.
Gerade erst hatte die Mutter dem Kind das Leben geschenkt, sie waren dabei sich kennen zu lernen und aneinander zu gewöhnen und dann wird das Kind jäh aus dem Leben gerissen. Von einem Augenblick zum anderen, durchleben die Eltern die Hölle. Oft quälen sie sich mit Schuldzuweisungen und Vorwürfen, dass sie den Tod des Kindes nicht verhindern konnten. Auch wenn der kleine Mensch erst kurz auf der Welt war, so ist doch schon eine enge Bindung und Beziehung entstanden. Blitzschnell und schlagartig wird das junge Leben genommen und diese Tatsache macht die Eltern so hilflos. Die Kinder sind putzmunter und es gibt keine Anzeichen, dass ihnen etwas fehlt, umso drastischer und schmerzhafter ist dann der plötzliche Tod. Der Tod, meist im ersten Lebensjahr des Kindes ist ein Schicksalsschlag, den die Eltern kaum verkraften können. Oft sind auch Geschwisterkinder und andere Angehörige betroffen. Das Schlimmste ist, dass es für dieses tragische Phänomen, nicht wirklich eine Erklärung gibt und dass es völlig unerwartet eintritt. Dieser stille Tod kommt stets im Schlaf und die Eltern werden davon vollkommen überrascht. Vor allen Dingen die Unklarheit, macht den betroffenen Eltern zu schaffen. Die Eltern sind fassungslos und schmerzerfüllt und sie bleiben allein mit der Frage nach dem Warum.
Bei ihrer Trauerarbeit brauchen sie dringend professionelle Hilfe. Der Verlust eines Kindes gehört zu den schlimmsten möglichen Erfahrungen die ein Mensch machen kann. Der Verlust des Babys kann vielschichtige Folgen für die ganze Familie haben.
Zu dem Schock und dem Entsetzen, sind die Eltern auch noch mit vielen bürokratischen Dingen konfrontiert, bis die Diagnose feststeht. Die Eltern leiden und sind überfordert. Sie müssen sich in einen Prozess des Abschiednehmens begeben, dabei ist es sehr hilfreich, wenn sie von einer dritten Person, die nicht so betroffen ist, unterstützt werden. Obwohl sich die Eltern in Trauer befinden, müssen viele wichtige Entscheidungen getroffen werden, auch was mit dem toten Kind passieren soll. Der schlimme Verlust kann nur mit kompetenter Hilfe verarbeitet werden.
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