Nachwehen Artikel

Wissenswertes zu den Nachwehen

Die Gebärmutter (Uterus) wird in der Schwangerschaft so groß wie eine Melone. Von dieser Größe muss sie sich wieder auf Faustgröße zurückbilden. Dazu dienen die Nachwehen, durch die rhythmischen Kontraktionen zieht sich die Gebärmutter zusammen. Sie hat dann etwa noch ein Gewicht von sechzig Gramm. Nach der Entbindung wiegt sie etwa ein Kilogramm.

Die Nachwehen setzen etwa einige Stunden nach der Geburt ein. Sie werden von Frau zu Frau als unterschiedlich heftig empfunden. Auch die Dauer kann ganz verschieden sein. Die Nachwehen haben auch den Sinn, dass die Blutung stoppt und die Wunde, welche der Mutterkuchen (Plazenta) an der Gebärmutterwand hinterlassen hat, heilt. Nach etwa zwei Wochen hat sich die Gebärmutter soweit zurückgebildet, dass sie über die Bauchdecke nicht mehr getastet werden kann. Das Hormon Oxytocin löst die Nachwehen aus, da es auch beim Stillen ausgeschüttet wird, bildet sich die Gebärmutter bei stillenden Frauen schneller zurück. Oxytocin wird in der Hirnanhangdrüse oder Hypophyse produziert, neben der Gebärmutterkontraktion aktiviert es den Milchfluss. Die endgültige Rückbildung der Gebärmutter ist erst etwa nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen. Bei Mehrlingsschwangerschaften, Vielgebärenden, Frauen mit Kaiserschnitt oder Dammschnitt, dauert die Rückbildung etwas länger als bei einer Erstgebärenden mit normaler Entbindung. Die Nachwehen beschleunigen auch den so genannten Wochenfluss.

Erstgebärende haben selten schmerzhafte Nachwehen und sie beschränken sich meist auf wenige Tage nach der Geburt. Bei Zweit- oder Mehrgebärenden ist die Muskulatur gedehnt und die Gebärmutter braucht mehr Kraft um in ihre ursprüngliche Form zu kommen. Die Nachwehen sind dann von krampfartigen Schmerzen begleitet. Diese werden aber von Tag zu Tag leichter. Beim Stillen werden ebenfalls Gebärmutterkontraktionen aktiviert, deshalb können dann die Krämpfe besonders schmerzhaft sein. Die Nachwehen können über mehrere Tage andauern, bis zu zwei Wochen. Um die Nachwehen gut zu überstehen, haben die Hebammen nützliche Tipps. Wärmeanwendungen und Maßnahmen aus der Naturheilkunde bringen meist eine Linderung. Bei manchen Frauen sind die Nachwehen extrem stark und schmerzhaft, dann kann mit Absprache des Arztes oder der Hebamme auch ein Schmerzmittel eingenommen werden. Es gibt Schmerzmittel die auch während der Stillzeit eingenommen werden dürfen. Für das Kind ist es aber wesentlich besser, wenn man darauf verzichten kann.

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