13. April 2011
Nachwehen und Nachgeburtswehen sind nicht das gleiche. Nachwehen treten in den Tagen nach der Geburt auf, Nachgeburtswehen direkt nach der Geburt.
Die Nachgeburtswehen treten auf, kurz nachdem das Baby geboren wurde. Sie dienen dazu, dass auch die Plazenta noch ausgeschieden und die Geburt dadurch abgeschlossen wird. Die Nachgeburtswehen fühlen sich für die frischgebackene Mutter wie die vorherigen Wehen an. Dennoch empfinden viele Mütter sie nicht mehr als so schmerzhaft, da sie vor allem auch durch ihr Baby abgelenkt werden. Für eine Hebamme ist die Geburt jedoch erst dann beendet, wenn auch die Nachgeburt ausgestoßen wurde. Dazu sind die Nachgeburtswehen äußerst wichtig. Durch sie löst sich die Plazenta und wird auf dem gleichen Wege ausgestoßen wie kurz zuvor das Baby geboren wurde. Die Nachgeburt wird ca. 30 Minuten nach dem Baby geboren. Die Nachgeburtswehen sind vorbei, wenn die Plazenta sich gelöst hat und ausgeschieden wurde.
Nachwehen hingegen treten erst einige Stunden nach der Geburt auf und dauern einige Tage lang an. Je mehr Kinder eine Frau geboren hat, desto stärker empfindet sie die Nachwehen. Die Nachwehen regen die Gebärmutter an, wieder ihre Tätigkeit aufzunehmen. Zusätzlich wird auch der Wochenfluss angeregt. Dieser ist für die Gesundheit der jungen Mutter sehr wichtig, da durch ihn der Körper gereinigt wird. Je mehr Schwangerschaften eine Frau hatte, desto mehr wurde ihre Gebärmutter bisher gedehnt. Dies ist auch der Grund, weshalb die Nachwehen von Geburt zu Geburt schmerzhafter werden. Die Gebärmutter muss sich bei jeder weiteren Geburt mehr zusammenziehen als zuvor. Ausgelöst werden die Nachwehen durch Hormone, die der Körper der frischgebackenen Mutter ausschüttet. Besonders, wenn die Mutter ihr Baby zum Stillen anlegt, merkt sie die Nachwehen. Sie fühlen sich wie Bauchschmerzen an, die viele Frauen von ihrer Menstruationsblutung kennen. Gegen die Nachwehen muss jedoch nichts unternommen werden. Sie verschwinden automatisch einige Tage nach der Geburt. Nachwehen sind keinesfalls vergleichbar mit den Wehen bei der Geburt. Auch wenn sie dennoch recht schmerzhaft sein können, so brauchen die wenigsten Mütter ein Schmerzmittel, um sie aushalten zu können.
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