Nachgeburt Artikel

Die Nachgeburtsperiode

Wenn das Neugeborene nach der Geburt versorgt wird, beginnt für die Frau die so genannte Nachgeburtsperiode. Dafür muss sich der Mutterkuchen (Plazenta) lösen.

Den Zeitraum von Geburt des Kindes bis zur Ausstoßung des Mutterkuchens nennt man Nachgeburtsperiode.

Hierfür wird zur Unterstützung oft Oxytocin gegeben. Oxytocin ist ein Hormon, welches aus der Hirnanhangdrüse stammt. Während der Entbindung wird es durch die Wehen ausgeschüttet. Auch das Saugen des Säuglings an der mütterlichen Brust führt dazu, dass Oxytocin ausgeschüttet wird. Die Gebärmutter (Uterus) zieht sich zusammen und dadurch löst sich der Mutterkuchen von der Gebärmutterwand. Die Kontraktionen entstehen durch Ausschüttung von Prostaglandinen. Gleichzeitig schließen sich die Gefäße, so dass die Blutung zum Stoppen kommt. Nach etwa fünf bis zwanzig Minuten lässt sich der Mutterkuchen durch vorsichtiges Ziehen an der Nabelschnur aus der Gebärmutter entfernen. Dauert die Ablösungsphase länger als dreißig Minuten oder kommt es zu großen Blutverlusten, muss manuell oder instrumentell nachgeholfen werden. Dafür gibt es spezielle Nachgeburt-Handgriffe. Die Hebamme oder der Arzt untersucht den Mutterkuchen auf seine Vollständigkeit. Wenn Zotten oder Eihäute fehlen, muss mit Instrumenten nachgetastet werden. Unter Umständen wird eine Ausschabung (Kürettage) mit kurzer Narkose nötig. Es dürfen keine Reste in der Gebärmutter verbleiben, dieses könnte unter Umständen zu starken Blutungen, Wucherungen oder Infektionen führen. Wenn der Mutterkuchen geboren ist, sind die Geburtsphasen abgeschlossen und die Geburt ist beendet.

Die meisten Frauen empfinden diese letzte Phase als sehr unangenehm. Nach den Schmerzen der Geburt, möchten sie nur noch ihre Ruhe und ihr Baby kennen lernen. Vor allen Dingen aber keine weiteren Schmerzen ertragen. Die Nachgeburtsperiode verursacht aber noch einmal wehenartige Schmerzen, wenn auch leichter als die vorausgegangenen Wehen. Nach der Nachgeburtsperiode ist es aber endlich geschafft, unter Umständen muss noch ein Dammschnitt oder Dammriss genäht und versorgt werden. Ab jetzt nennt man die Frau Wöchnerin. Dann dürfen sich Mutter und Kind in Ruhe kennen lernen. Jetzt können schon die ersten Stillversuche stattfinden, wenn die Mutter dies möchte. Die Frau ist jetzt im so genannten Wochenbett, mit der Geburt des Mutterkuchens gehen Hormonumstellungen einher, diese bewirken, dass die Milchbildung in Gang gesetzt wird.

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Die Nachgeburtsperiode

In der Regel löst sich der Mutterkuchen ca. 20 Minuten nach der Geburt von der Gebärmutterwand. Tut er dies nicht, muss er vom Arzt entfernt werden.

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