30. Juni 2010
Ein Nabelbruch oder auch Nabelhernie, ist nicht ungewöhnlich und kommt bei Säuglingen häufig vor. Auch die Mutter kann bedingt durch die Schwangerschaft einen Nabelbruch erleiden.
Bei Säuglingen ist in der Regel der Verlauf unkompliziert und meistens nicht behandlungsbedürftig. Bei älteren Kindern und Erwachsenen wird oft eine Operation nötig. Bei Babys besteht die Bruchpforte, hier ist die Bauchwand nicht ganz geschlossen und stellt somit eine Schwachstelle dar. Wenn die Bauchmuskeln zunehmen, schließt sich die Pforte normalerweise von allein. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine angeborene Nabelhernie. Durch den Druck im Bauchinnenraum, beim Husten oder Schreien entsteht die Wölbung und es kommt zum Nabelbruch. Bei Frauen kann die Schwangerschaft einen Nabelbruch verursachen.
Bei Säuglingen heilt der Nabelbruch meistens ohne Therapie und muss nicht behandelt werden. Vor der Entbindung war die Nabelschnur die Verbindung zwischen dem Baby und der Plazenta. Die Nabelschnur wird dann abgeklemmt und einige Zentimeter über dem Nabel durchtrennt. Wenn sich der Nabel vorwölbt, kann diese Vorwölbung ein Anzeichen für einen Nabelbruch sein. Wie behandelt wird, entscheidet ein Arzt und dies ist auch von der Größe der Vorwölbung abhängig. Eine Operation ist nur in den seltensten Fällen notwendig. Der angeborene Nabelbruch kann einige Wochen lang mit einem Heftpflaster zusammengezogen werden, so wird in der Regel eine Heilung erzielt. Normalerweise ist dann auch keine besondere Pflege notwendig.
Ist der Nabelbruch bei der Frau durch die Schwangerschaft verursacht, ist in der Regel eine Operation nötig. Ganz besonders bei einer Einklemmung, die einen Darmverschluss verursachen kann. Es gibt auch die so genannte Tageschirurgie, bei der die Patientin, in Begleitung, die Klinik spätestens nach 24 Stunden wieder verlassen kann. Die Wundbehandlung muss dann zu Hause übernommen werden. Die Operation kann unter Lokal-, Spinalanästhesie oder auch unter Vollnarkose durchgeführt werden. Mögliche Komplikationen sind: Nachblutungen und Entzündungen. Um ein Wiederauftreten zu verhindern, sollten in den ersten Monaten nach der Operation, schwere körperliche Belastungen vermieden werden. Nach etwa einer Woche werden die Fäden gezogen, der Heilungsprozess dauert dann etwa 3 bis 4 Wochen. Eine Nabelbruchoperation kann zum Problem werden, wenn die Mutter voll stillt, dies muss unbedingt mit dem Narkosearzt ausführlich besprochen werden.
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