22. März 2011
Die meisten Frauen wünschen sich eine natürliche Geburt. Dennoch kann die Lage des Kindes diese natürliche Geburt verhindern.
Die meisten Babys liegen im Bauch der Mutter mit ihrem Köpfchen nach unten in der so genannten Schädellage. Einer normalen vaginalen Entbindung steht hier nichts im Wege. Liegt das Baby jedoch "regelwidrig", wie dies die Geburtshelfer bezeichnen, so kann es unter Umständen nicht normal geboren werden, wenn das Leben von Mutter und/oder Kind nicht aufs Spiel gesetzt werden soll.
Liegt das Baby in Beckenendlage im Bauch, also mit den Füßchen nach unten, so kann dies ein Grund dafür sein, dass sich der Frauenarzt zusammen mit den werdenden Eltern für einen Kaiserschnitt entscheidet. Erwartet die Frau bereits ihr zweites Kind, ist eine normale Geburt auch bei Beckenendlage oftmals möglich.
Während der Geburt muss sich das Köpfchen des Babys mehrfach drehen und durch den Geburtskanal der Mutter "schrauben". Fehlt eine dieser Drehbewegungen, so kann es passieren, dass das Köpfchen nicht hindurch passt und das Baby somit nicht geboren werden kann. Durch Umlagerung der Mutter können es die Geburtshelfer oftmals doch noch schaffen, dass das Baby sein Köpfchen entsprechend dreht. Klappt dies nicht, so muss je nach Geburtsfortschritt eine vaginal-operative Entbindung mit Zange oder Saugglocke erfolgen oder die Geburtshelfer entscheiden sich zu einem Kaiserschnitt.
In einigen Fällen ist es dem Baby nicht möglich, mit dem Köpfchen in das Becken zu rutschen, da das Becken der Mutter eine Anomalie aufweist. In diesem Fall müssen sich die Ärzte oftmals ebenfalls zu einem Kaiserschnitt entschließen.
Nur sehr selten kommt eine Quer- oder Schräglage des Babys im Bauch der Mutter vor. Diese Babys liegen quer oder schräg im Bauch, was eine natürliche Geburt unmöglich macht, wenn sich das Baby nicht noch kurz vor der Geburt entsprechend nach unten dreht.
In vielen Fällen können Ärzte und Hebammen noch während der Schwangerschaft Maßnahmen ergreifen, so dass sich das Baby doch noch in die richtige Geburtsposition dreht. Hebammen unterstützen diese Drehung des Babys z.B. durch Akupunktur oder Moxen.
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