23. Juni 2010
Nicht immer verläuft eine Geburt nach Wunsch und wie geplant. In einigen Fällen kommt es zu Komplikationen und um Gefahren für Mutter und Kind zu vermeiden, wird ein Kaiserschnitt nötig.
Für die Ärzte handelt es sich hierbei um einen Routineeingriff, das Baby wird auf operativem Weg auf die Welt geholt. Das Baby nimmt nicht den natürlichen Weg durch den Geburtskanal sondern wird durch einen Bauchschnitt geholt. Früher wurde der Kaiserschnitt nur nach medizinischer Indikation vorgenommen. Heute gibt es Frauen die einen Kaiserschnitt wünschen, um beispielsweise auf die Geburtsschmerzen zu verzichten. Ein so genannter Notkaiserschnitt weist auf die Dringlichkeit hin, wenn für Mutter und Kind Lebensgefahr besteht. Ein Kaiserschnitt dauert im Regelfall so etwa eine Stunde. Er wird unter Vollnarkose oder einer Regionalanästhesie, wie die Periduralanästhesie (PDA), gemacht. Die Frau ist dann schnell bei Bewusstsein und kann ihr Baby kennen lernen. Väter dürfen, je nach Operation, bei der Geburt dabei sein. Nach dem Kaiserschnitt muss die Frau noch circa zwei Stunden im Kreißsaal überwacht werden. Jetzt kann sich der Vater intensiv mit dem Nachwuchs beschäftigen. Wie lange die Frauen brauchen, um sich von dem Kaiserschnitt zu erholen, ist unterschiedlich. Im Durchschnitt können sie nach vier bis acht Tagen das Krankenhaus verlassen. Sie muss sich aber in der ersten Zeit noch schonen. Nach einem Kaiserschnitt bildet sich die Gebärmutter langsamer zurück als bei einer natürlichen Geburt. Das Stillen unterstützt die Rückbildung, bei einem Kaiserschnitt kann allerdings der Milcheinschuss etwas länger dauern. Der Wochenfluss ist weniger, kann aber länger anhalten. Eine Rückbildungsgymnastik ist nach etwa vier bis sechs Wochen sinnvoll.
Um einer Thrombose vorzubeugen, darf die Frau meist schon am selben Tag wieder aufstehen. Die Wunde ist nicht allzu groß, trotzdem verursacht sie einen Wundschmerz. Die Narbe des Kaiserschnittes heilt normalerweise problemlos. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen, wie zum Beispiel Verwachsungen des Narbengewebes. Ist der Heilungsverlauf der Narbe normal, können schon am fünften Tag Fäden und Klammern entfernt werden. Die Wunde verheilt nach etwa sechs Wochen, dann sollte auch die erste Nachsorgeuntersuchung erfolgen. Nach einem Kaiserschnitt muss sich die Frau schonen, sollte nicht schwer heben und schwere körperliche Arbeit meiden.
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