24. März 2011
Eine Gestose ist eine schwerwiegende Erkrankung in der Schwangerschaft. Besonders die Spätgestose muss unbedingt ärztlich behandelt werden.
Gynäkologen unterscheiden die Früh- und Spätgestose. Eine Frühgestose muss nicht unbedingt ärztlich behandelt werden. Den betroffenen Frauen ist hier besonders morgens übel und sie müssen sich teils auch übergeben. Zusätzlich leiden sie unter vermehrtem Speichelfluss. Diese Symptome verschwinden jedoch um die 12. Schwangerschaftswoche meist von selbst wieder. Sofern im Rahmen einer Frühgestose massives Schwangerschaftserbrechen auftritt, muss eine Therapie erfolgen, da sonst der Körper der Schwangeren durch das häufige Erbrechen förmlich austrocknet und das Baby nicht mehr richtig versorgt werden kann. Die Schwangere muss dann im Rahmen der Therapie einer Frühgestose meist stationär in eine Frauenklinik und erhält dort Infusionen, um den Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust in ihrem Körper wieder auszugleichen. Die Behandlung ist dann jedoch in der Regel beendet und die Schwangerschaft kann normal weiterverlaufen.
Eine wesentlich umfangreichere Therapie muss bei einer Spätgestose erfolgen. Die Art der Therapie richtet sich danach, wie schwer die Gestose ist und um welche Form es sich genau handelt. Ein spezielles Medikament zur Behandlung einer Spätgestose wie z.B. der Präeklampsie gibt es nicht. Die Frauenärzte können nur die auftretenden Symptome behandeln. Handelt es sich um eine leichte Form der Gestose, so muss die Schwangere liegen und sich schonen. Da der Blutdruck bei einer Spätgestose sehr hoch ist, werden häufig auch Medikamente verschrieben, die den Blutdruck der Schwangeren senken sollen. In vielen Fällen kann die Spätgestose vom behandelnden Frauenarzt ambulant therapiert werden. Treten jedoch gravierende Symptome wie z.B. eine dauerhafte massive Erhöhung des Blutdrucks auf, so erfolgt die Behandlung stationär in einer Frauenklinik. Urin und Blutdruck werden hier ununterbrochen kontrolliert und auch ein CTG zur Kontrolle der kindlichen Herztöne wird regelmäßig geschrieben.
Bei einer besonderen Form der Spätgestose, dem so genannten HELLP-Syndrom, ist die Blutgerinnung der Schwangeren gestört. Diese wird medikamentös reguliert, da die Schwangere sonst bei der kleinsten Verletzung unstillbare Blutungen erleiden würde.
In vielen Fällen kann die Schwangerschaft erhalten werden und das Kind gesund zur Welt kommen. Es kann jedoch auch ein Kaiserschnitt notwendig werden, um das Leben von Mutter und Kind zu retten.
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