22. Juni 2010
Die Geburtshilfe ist Teil der Frauenheilkunde, sie umfasst die Vorsorge, die Durchführung und die Nachsorge von Schwangerschaft und Geburt. Geburtshilfe leisten Gynäkologen, Hebammen und Entbindungshelfer. Dabei kann sich die Geburtshilfe ganz unterschiedlich gestalten.
Es kommt darauf an, ob es sich um eine normale und natürliche Entbindung handelt oder ob es zu Komplikationen kommt. Die Schwangeren können heute wählen, ob sie in einer Klinik entbinden wollen, sich für eine Hausgeburt entscheiden oder in ein Geburtshaus gehen. Je nach Wahl wird sich die Geburtshilfe unterscheiden. Wichtig ist die liebevolle und einfühlsame Begleitung der Hebamme während der Wehen und der Entbindung. Den meisten Frauen fällt es schwer, den Wehenschmerz zu akzeptieren, dabei brauchen sie kompetente Unterstützung. Bei einer Hausgeburt und im Geburtshaus, wird man auf medikamentöse Schmerzmittel eher verzichten und auf alternative Heilmethoden zurückgreifen. Dafür können Akupunktur, homöopathische Mittel, Massagen und ähnliches angewendet werden. Viele Frauen haben große Angst, verkrampfen sich und können die Wehenschmerzen nicht mehr aushalten. Eine Periduralanästhesie (PDA) kann nur im Krankenhaus gemacht werden. Hier erlebt die Frau die Geburt trotzdem bei vollem Bewusstsein, hat aber keine Schmerzen mehr.
Eine Geburt verläuft in mehren Phasen, so steht in jeder Phase die Sicherheit von Mutter und Kind im Vordergrund. Dafür werden die Herztöne des Kindes überwacht und ein Wehenschreiber kann die Wehentätigkeit kontrollieren. Während der Austreibungsphase überwacht die Hebamme den Damm, in manchen Fällen kann ein Dammschnitt nötig werden um die Geburt zu erleichtern. Kommt es zu Komplikationen und eine Zangengeburt, eine Blasensprengung, Geburt mit der Saugglocke oder ein Kaiserschnitt müssen gemacht werden, stehen im Krankenhaus die Ärzte zur Verfügung. Nach einer normalen Entbindung wartet die Hebamme noch auf die Nachgeburt und kontrolliert diese auf ihre Vollständigkeit. Sie wird die Frau auch auf eventuelle Verletzungen untersuchen. Wurde ein Dammschnitt gemacht wird dieser vernäht. Bei einer natürlichen Entbindung lässt man die Nabelschnur noch auspulsieren und legt das Baby der Mutter auf den Bauch. Die Hebamme wird auch den natürlichen Saugreflex des Babys nutzen und es der Mutter gleich zum Stillen anlegen. Später wird das Baby gewogen und untersucht, vielleicht auch gebadet um es dann den glücklichen Eltern in den Arm zu legen.
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