
von Dorit Zimmermann
Sicherheit, Vertrautheit und Eigenverantwortung: Diese drei Wörter beschreiben das integrative Konzept von Geburtshäusern. Nachdem sie anfangs als alternative Spinnerei belächelt wurden, bewähren sich Geburtshäuser nun schon seit Jahren als der goldene Mittelweg zwischen einer Entbindung in der Klinik, wo den Frauen in einer eher unpersönlichen Atmosphäre durch den technischen Ablauf oft die Selbstbestimmung abgenommen wird, und einer Hausgeburt, die in vielen Fällen zu riskant ist und deshalb nicht in Frage kommen kann.
- Wie sicher sind Geburtshäuser?
- Für wen kommt das Geburtshaus in Frage?
- Welche verschiedenen Geburtshausmodelle bieten sich an?
- Woran erkennt man ein seriöses Geburtshaus?
- Welche Alternativen gibt es außer Klinik, Hausgeburt und Geburtshaus noch?
Diese und viele andere Fragen beantwortet die Autorin in Geburtshäuser ausführlich. Im zweiten Teil des Buches finden sich Beschreibungen der einzelnen Geburtshäuser in Deutschland und den angrenzenden Ländern Österreich und der Schweiz.
Erfahrungsberichte von Müttern und Hebammen machen den Ablauf einer Geburt in dieser Institution plastisch und können bei der Entscheidung helfen, sich im Geburtshaus betreuen zu lassen. Auch wenn das Geburtshaus eine gute Sache ist: Manchmal klingt das Buch etwas verklärt und bei allem Drang zur Natürlichkeit kommen die Kliniken zu schlecht weg. So schulmeisterhaft wie von Dorit Zimmermann beschrieben, läuft die Entbindung im Krankenhhaus heutzutage meist nicht mehr ab. Ambulante Geburten, Verzicht auf Medikamente oder das Mitbringen einer eigenen Hebamme sind möglich. Und es gibt auch gemütlich eingerichtete Geburtszimmer, die von einer Krankenhausatmosphäre nichts mehr vermitteln. Zur Entscheidungsfindung über den Ort der Geburt ist Geburtshäuser jedenfalls bestens geeignet.
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