Geburtseinleitung

Wird auch als medizinisch kontrollierte Geburt oder künstliche Einleitung der Geburt bezeichnet

Eine künstliche Geburtseinleitung wird häufig in Risikosituationen oder bei Überschreitung des Geburtstermins in Erwägung gezogen. Die Verabreichung von Oxytocin oder Prostaglandin regt die Wehentätigkeit und die Kontraktion der Gebärmutter an.

Bauch einer Schwangeren auf Station, Geburtsvorbereitung
schwangerschaft - wehen - geburt © fuxart - www.fotolia.de

Was genau den Beginn der Geburt auslöst, ist noch nicht endgültig geklärt. Man weiß nur, dass das Kind dafür mitverantwortlich ist, dass etwa 40 Wochen nach der Zeugung von ganz allein die Wehen einsetzen und ein gesundes Baby nach einem normalen Geburtsverlauf zur Welt kommt.

Ursachen für eine Geburtseinleitung

Leider gibt es viele Situationen, in denen ein normaler Geburtsbeginn nicht abgewartet werden kann bzw. dass die Zeit soweit verstrichen ist, dass man das Baby im Bauch gefährden würde. Zu den möglichen Gründen für eine Einleitung zählen

Sehr belastend ist eine solche Geburtseinleitung für eine Mutter, die weiß, dass sie ein totes Kind zur Welt bringen wird, etwa weil es

  • schwerstbehindert oder bereits im Bauch verstorben ist.

In solchen Fällen wird das Kind immer mittels Einleitung einer Geburt geholt. Andere Indikationen sind Übertragungen der Schwangerschaft,

  • wenn abzusehen ist, dass das Kind gefährdet ist.

Das Fruchtwasser kann am Ende der Schwangerschaft die hohe Konzentration der Ausscheidungen des wachsenden Embryos nicht mehr kompensieren, was bei zu langem Schwangerschaftsverlauf zu einer Vergiftung führen kann. Erkennen kann man dies an der grünlichen Verfärbung des Fruchtwassers bei einer Fruchtwasserspiegelung.

Aber auch Krankheiten der Mutter wie zum Beispiel

rechtfertigen eine Geburtseinleitung.

Einleitungsmethoden

Wenn soviel Zeit bleibt, dass ein Kaiserschnitt nicht notwendig ist, kann der Arzt die Geburt

einleiten. Dies kann zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft geschehen. Die werdende Mutter bekommt eine Infusion mit einem Mittel, welches die Wehentätigkeit anregt. Zu den angewandten Mitteln gehören

  • Oxytocin
  • Prostaglandin E2
  • Misoprostol

Entbindungen mittels Einleitung können länger und schmerzhafter verlaufen als normale Entbindungen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zur Geburtseinleitung

Allgemeine Artikel zur Geburtseinleitung

Die Geschichte der Geburtshilfe

Die Geschichte der Geburtshilfe

Schon vor vielen Jahrhunderten gab es Hebammen, die schwangeren Frauen bei der Geburt halfen. Die Kindersterberate war zu dieser Zeit deutlich höher.

Auch das könnte Sie interessieren

Verwandte Themen

Themenseite teilen