Drei Gründe, warum Deutsche keinen Nachwuchs möchten

Deutsche wollen Unabhängigkeit und Karriere statt Kinder und damit verbundene finanzielle Belastung

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
10. Juni 2011

Deutschland ist in Europa das Schlusslicht, was die Kinderfreundlichkeit angeht. Bei einer Umfrage durch die "Stiftung für Zukunftsfragen" wurden 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zu dem Thema "Kinderwunsch" befragt. So wurden meistens drei Gründe genannt, warum man auf Familie und Kinder verzichten will.

Der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit stand hierbei an erster Stelle, gefolgt von den Sorgen der finanziellen Belastung durch die Kinder und an dritter Stelle wollen die deutschen Frauen lieber Karriere im Beruf machen, als zu Hause die Kinder großziehen.

Angst der entscheidende Faktor

Aber hinter allen drei Gründen steht ein einziger Gedanke, wie Professor Dr. Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung meint, nämlich die Angst. Angst vor Aufgabe seiner Unabhängigkeit und dem Verlust der Anerkennung im Beruf, aber auch Angst vor der finanziellen Belastung. Zudem kommen auch noch andere Faktoren dazu, einmal fehlende Kindergartenplätze und auch das gesellschaftliche Ansehen in Deutschland, denn oftmals werden kinderreiche Familien als "asozial" betrachtet.

So liegt die Geburtenrate in Deutschland bei nur 1,37 Kindern pro Frau, was im Endeffekt aber zu einer Überalterung führt, so dass immer weniger junge Menschen als Beitragszahler für die Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Rentenversicherungen zur Verfügung stehen.