11. März 2011
Eine Frühgestose kann nur in der Schwangerschaft auftreten. In den meisten Fällen sind die Schwangerschaftsbeschwerden, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden, eher harmlos.
Die Frühgestose kommt bei einigen Schwangeren im ersten Schwangerschaftsdrittel vor. Die Schwangeren leiden hier unter Übelkeit und Erbrechen und vermehrtem Speichelfluss. Den meisten Frauen ist morgens direkt nach dem Aufstehen etwas übel und sie müssen sich dann auch hin und wieder übergeben. Bei einigen Frauen ist das Erbrechen jedoch derart stark ausgeprägt, dass sie sich auch tagsüber mehrfach übergeben müssen. Je länger dieses extreme Erbrechen anhält, desto mehr Flüssigkeit und Elektrolyte verliert der Körper der Schwangeren. Die Frauen nehmen dann stark an Gewicht ab und sind im schlimmsten Falle nicht mehr ansprechbar.
Normales Schwangerschaftserbrechen im Rahmen der Frühgestose verschwindet meist so schnell, wie es auch gekommen ist. Bei den meisten schwangeren Frauen bilden sich die Symptome der Frühgestose etwa nach der 12. Schwangerschaftswoche langsam wieder zurück.
Frauen, die unter dem extremen Schwangerschaftserbrechen leiden, müssen zwingend ärztlich behandelt werden. Die anderen Schwangeren benötigen oftmals keine spezielle Behandlung, die Symptome bilden sich auch so wieder zurück. Sofern die Schwangere mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum erbricht, weist der Frauenarzt sie in eine Frauenklinik zur weiteren Behandlung ein. Die Schwangere erhält dann überwiegend Infusionen, um den Flüssigkeitshaushalt im Körper wieder auszugleichen, wenn sie Essen und Trinken nicht bei sich behalten kann. Wenn sich der Allgemeinzustand wieder verbessert hat und das Erbrechen aufgehört hat, verläuft die Schwangerschaft meist wieder völlig normal.
Schwangere, die unter "normaler" morgendlicher Übelkeit leiden, können ihre Symptome dadurch lindern, dass sie bereits morgens im Bett eine Kleinigkeit essen und auch tagsüber lieber fünf kleinere Mahlzeiten als drei große zu sich nehmen. Hebammen können den Zustand der Schwangeren zusätzlich noch mit homöopathischen Mitteln lindern.
Der Begriff Frühgestose wird heutzutage meist nicht mehr verwendet. Oft wird er im Zusammenhang mit einer Spätgestose genannt, die jedoch eine schwerwiegende Erkrankung gegen Ende einer Schwangerschaft darstellt.
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