2. März 2011
Wenn das Baby während der Schwangerschaft verstirbt, ist dies ein großer Schock für die Eltern. Nach einer Fehlgeburt werden verschiedene Therapien angeboten, damit das Paar den Verlust besser verarbeiten kann.
Mediziner sprechen nur dann von einer Fehlgeburt, wenn das Baby unter 500 g wiegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Baby bereits im Bauch der Mutter verstorben ist oder erst bei der Geburt.
Tritt eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft auf, so führen die Ärzte meist eine Ausschabung durch. Während dieses operativen Eingriffes entfernen die Ärzte die "Reste" der Schwangerschaft wie z.B. den Embryo und die Plazenta. Eine Ausschabung kann auch dann notwendig werden, wenn der Embryo zwar vom Körper der Frau abgestoßen wurde, Reste der Plazenta jedoch noch in der Gebärmutter sind.
Verstirbt das Baby im Verlauf der Schwangerschaft, so muss die Geburt mit Medikamenten künstlich eingeleitet werden. Die Frau muss das tote Kind dann auf normalem Wege auf die Welt bringen.
In einigen Fällen kann die Schwangere selbst entscheiden, ob Sie ihr totes Baby auf natürlichem Wege entbinden möchte oder ob eine Ausschabung vorgenommen werden soll. Die natürliche Entbindung wird in diesem Fall "kleine Entbindung" genannt und wie eine andere Geburt auch von einer Hebamme begleitet. Sie ist sehr schmerzhaft für die Frau, da sie künstlich eingeleitet werden muss. Dennoch können viele Frauen mit dem schmerzlichen Verlust besser umgehen, wenn ihr Baby auf natürlichem Wege geboren werden konnte und sie es anfassen können. Nach der Geburt können die Eltern das Baby fotografieren lassen und in Ruhe Abschied nehmen. Auch ein Pfarrer kann hinzu gerufen werden und mit den Eltern beten.
Sofern das Paar dies möchte, kann sowohl vor einer Geburt bzw. Ausschabung als auch hinterher psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch Selbsthilfegruppen tragen hier dazu bei, dass das Paar mit dem Verlust besser umgehen kann.
In einigen Fällen kann eine humangenetische Untersuchung des Blutes der Eltern notwendig sein. Dies ist dann der Fall, wenn die Frau schon mehrere Fehlgeburten erleiden musste. Auch eine Untersuchung des toten Babys ist möglich. Die Ärzte können dadurch herausfinden, ob das Kind z.B. die Trisomie 21 hatte.
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