16. Juni 2010
Eröffnungswehen zählen zu den stärksten Schmerzen die es gibt und bringen die werdende Mutter an ihre Grenzen. Die Eröffnungswehen dienen dazu, den Muttermund auf die erforderlichen zehn Zentimetern zu öffnen. Die Schmerzen werden von Frau zu Frau unterschiedlich wahrgenommen. Die Eröffnungswehen helfen dem Baby, dass es sich durch den Geburtskanal drückt.
Verläuft die Schwangerschaft normal, kommt das Kind ungefähr in der 40. Schwangerschaftswoche zur Welt. Meistens kommt es zu Abweichungen des errechneten Geburtstermins, kaum ein Kind kommt pünktlich. Es gibt verschiedene Formen von Wehen und unterschiedliche Phasen während der Geburt. Das Charakteristische an den Eröffnungswehen, ist ihr rhythmisches und schmerzhaftes Auftreten. Die Vorwehen sind eher unregelmäßig und nicht so intensiv wie die Eröffnungswehen. Die Eröffnungswehen leiten die eigentliche Geburt ein, ein fein abgestimmtes hormonelles Zusammenspiel unterstützt diesen Prozess. Aber auch mechanische Vorgänge lösen die Eröffnungswehen aus. In den letzten Tagen der Schwangerschaft lässt die Funktion der Plazenta nach. Das Fruchtwasser reduziert sich, dadurch lässt die Spannung der Gebärmutter nach. Dies wiederum stimuliert die Muskulatur. Die Wehen sind die rhythmischen Muskelkontraktionen der Gebärmutter. Die meisten Erstgebärenden haben Bedenken, dass sie die Eröffnungswehen nicht erkennen könnten. Nach der Entbindung berichten die meisten Frauen aber, dass sie die Eröffnungswehen klar unterscheiden und als solche identifizieren konnten.
Eröffnungswehen kommen in regelmäßigen Abständen, wenn sie über eine halbe Stunde dauern und in zehnminütigen Abständen kommen, ist es Zeit in die Entbindungsklinik zu gehen. Die Abstände werden immer geringer und die Intensität der Wehen nimmt zu. Die Eröffnungswehen sind die stärksten Wehen, der Bauch wird hart und eine ungeheure Kraft drückt nach unten. Medikamente oder eine Periduralanästhesie können die Wehen erleichtern, belasten aber das Kind. Viele Frauen entscheiden sich für eine natürliche Entbindung und verzichten auf Medikamente und ein Periduralanästhesie. Zum Glück kann jede Frau selbst bestimmen, wie sie die Geburt erleben möchte. Dies wird mit den Hebammen abgesprochen. Eine Geburt gehört mit zu den intimsten Erfahrungen im Leben und jede Frau erlebt sie anders. Es ist besonders wichtig, dass die Schwangere in dieser Phase Unterstützung erfährt. Der Kindsvater kann seine Partnerin dabei aktiv unterstützen und auch die Hebammen geben der werdenden Mutter Halt und Beistand.
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